Home   Newsletter   Impressum   Weiterempfehlen   Forum   Kontakt 
Fisch des Monats
Bild des Monats
Das Thema
Datenbank
Zierfischlexikon
Forum

Tipps und Tricks
Kalender

Forum
Galerie
Umfrage
Reiseführer
Bannertausch
Webring
Linkliste

Shopping
Adventskalender
Bücherkiste

Fischdatenbank

Ancistrus dolichopterus, Blauer Antennenwels

Herkunft: S - Amerika, Amazonaszuflüsse

Temperatur ( °C ): 23-27°C  

Härte ( °dGH ):

Grösse ( cm ): >13    

pH - Wert: >7

 Der Blaue Antennenwels wird im Aquarium hauptsächlich zur Algenbekämpfung eingesetzt, da er ein Ruf als guter Algenvernichter besitzt. Doch dieser Ruf ist leider nicht ganz richtig. Solange der Antennenwels jung ist, nagt er gerne die Algen von Pflanzen und Steinen ab. Doch mit dem Alter kommt auch die Weisheit. Nach und nach entdecken diese Tiere, dass das Futter auch auf eine einfachere Art und Weise zu beschaffen ist, als mühsam abzuraspeln. Sie sammeln zum Beispiel lieber das Flockenfutter, das auf den Boden gesunken ist, auf. Die Algen werden nur noch zur Not angerührt.

Der Geschlechtsunterschied ist bei ausgewachsenen Tieren sehr einfach. Das Männchen kann bis 15 cm groß werden, während das Weibchen nur ca. halb so groß wird. Weiter wachsen dem Männchen nämlich "Antennen" ("geweihähnliche" Auswüchse) auf dem Kopf, die sich mehrfach verzweigen. Weibchen müssen auf diesen schönen Schmuck verzichten     

     

Männchen mit prächtigem Kopfschmuck

Entgegen der landläufigen Meinung, dass diese Welse keine besonderen Ansprüche an die Wasserqualität stellen, sollte für seine Pflege im Aquarium dennoch auf klares und sauerstoffreiches Wasser Wert gelegt werden. Das Einbringen von Moorkienholz , Kokusnussschalen oder ähnliches ist unbedingt notwendig, da die Welse die darin enthaltene Cellulose zur Verdauung benötigt wird. Versteckmöglichkeiten und robuste Bepflanzung sorgen zusätzlich für das Wohlbefinden. Eine Vergesellschaftung mit anderen Zierfischen ist ohne Probleme möglich, bei der Haltung mit anderen Welsen sollte darauf geachtet werden, dass jedes Individuum die Möglichkeit zur Revierbesetzung hat. Die gezielte Fütterung der bodenbewohnenden Art kann mit pflanzenhaltigen Futtertabletten, überbrühtem Spinat oder Salatblättern erfolgen.

Die Fortpflanzung des Ancistrus dolichopterus ist relativ einfach. Am besten bietet man dem Mann zwei Weibchen an (auch Fische können wählerisch sein). Manchmal kann man durch die Kopfverfärbung beim Weibchen (wird graurot bis lila) die Paarungsbereitschaft erkennen. Das Männchen sucht sich für das Gelege eine Höhle aus (gerne enge Röhren mit nur einem Eingang, aber auch andere Unterschlüpfe werden angenommen) und verteidigt diese dann energisch gegen Artgenossen. Sollte sich ein weiteres Männchen im Becken befinden, kann es passieren, dass durch den Stress der Revierverteidigung zu keiner Fortpflanzung kommt. Anregen kann man die Laichbereitschaft auch durch häufigen Teilwasserwechsel.

Selbst das Weibchen wird anfangs ständig verjagt, bis er dann endlich den Zugang zur Höhle freigibt. Es kann einige Tage dauern, bis ER SIE duldet. Schließlich laicht das Weibchen in der Höhle ab und die Eier (Gelege von 70 - 90 Eiern sind keine Seltenheit) werden dann vom Männchen mit den Spermien befruchtet. Die Eier sind ca. 3 mm groß und haben eine sehr auffällige orange Färbung. Der Ancistrenmann übernimmt jetzt die komplette Brutpflege, dass heißt, er fächelt den  Eier ständig Frischwasser zu und säubert sie auch von jeglichen Schmutzpartikeln. Nach ca. 4 - 5 Tagen schlüpfen dann die kleinen Larven. Sie besitzen einen großen, gelben Dottersack, den sie in ersten Tage aufzehren. Der stolze Papa lässt die Kleinen allerdings immer noch nicht aus seiner Obhut, sondern verhindert ihr Ausschwärmen durch das Fächeln vor dem Ausgang. Nach ungefähr weiteren fünf Tagen ist der Dottersack verzehrt und die kleinen, jetzt ca. 1 cm großen, Ancistrenbabys verlassen die Höhle, um auf Nahrungssuche zu gehen. Jetzt erst ist die Brutpflege des Vaters beendet. Normalerweise stellen weder Vater noch Mutter den Kleinen nach. In einem Gesellschaftsbecken ist das Überleben der Kleinen allerdings nicht gesichert, da sie für die andere Fische eine willkommene Abwechslung auf ihrem Speiseplan sein können.

Möchte man die Kleinen allesamt gerne großziehen, sollte man sie, ca. 3 - 4 Tage nach dem Schlüpfen (also kurz vor dem Ausschwärmen) in ein Aufzuchtbecken umsetzen. Dieses ist anzuraten, weil ein Herausfangen, wenn die Kleinen die Höhle verlassen haben, sehr schwierig bzw. unmöglich ist.
Die Ancistrenbabys füttert man in den ersten Tagen mit Mikrowürmchen, Staubfutter oder Ähnlichem. Auch im Aufzuchtbecken ist unbedingt auf das Vorhandensein von Moorkienholz bezüglich der Verdauung zu achten. Die Temperatur im Becken sollte ca. 25 °C betragen und das Wasser sollte von den Wasserwerten her möglichst identisch mit dem Wasser des Brutbeckens sein, da die Kleinen anfänglich sehr empfindlich auf ein Umsetzen reagieren. Wenn die Ancistren eine Größe von ca. 4 cm erreicht haben, können sie bedenkenlos abgegeben werden (dauert ca. 3 - 4 Monate).

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass, wenn sich erst mal ein Paar gefunden hat, bzw. wenn ein Männchen auch zwei Weibchen zur Verfügung hat, sich ca. alle 2 - 3 Wochen Nachwuchs einstellen kann!

Weitere Zuchtformen:



 

http://www.aqua-aquaristik.de