Es gibt wissenschaftliche Hinweise darauf, das ein direkter Zusammenhang zwischen Bauchwassersucht und Kalziummangel im Wasser und/oder einem zu häufigen oder, zu großen Anteil an Fütterung mit Frostfutter besteht. Die Verursacher von Bauchwassersucht sind Viren und in der Humanmedizin als Hydrops bekannt und kommen in jedem Aquarium vor.
Wenn sich Flüssigkeit im Körper ansammelt, darf aber auf keinen Fall die Temperatur erhöht werden, da hierdurch das Wachstum noch angeregt wird.
Regelmäßige Gabe von Vitaminen (nicht aus der Zoohandlung) ist hier unabdingbar und hilft vorbeugend gegen diese Krankheit.
Salzbehandlungen können hier ebenfalls helfen plus eine Behandlung mit einem wasserlöslichen Antibiotikum. Dazu sollte aber ein Tierarzt befragt werden. Beim Salz wäre die Anreicherung wichtig. Geht man von Meerwasser aus, ist die Mengenangabe etwas 34 Gramm Meersalz auf einen Liter Wasser. Damit erreicht man dann ca. einen Salzgehalt von 3,0 bis 3,4% was dem Salzgehalt von Meerwasser entspricht.
Das ist für meine Süßwasserfische natürlich zuviel. Sofern wir hier nun von einem Ektoparasiten sprechen, wäre der orsmotische Schock unter Umständen wünschenswert, da hierdurch beim Fisch ein starkes Schleimen ausgelöst wird, was wiederum dazu führt, das durch den verstärkten Aufbau der Schleimhaut Parasiten "weggedrückt" werden.
Allerdings wird hierbei der Organismus des Fisches extrem belastet. Das kann unter Umständen zu einem Totalverlust führen. Wasserpflanzen reagieren auf plötzliche Salzgehaltveränderungen ebenfalls äußerst unsensibel. Eine Salzbehandlung mit einem guten Meersalz (!!) halte ich für die richtige Methode. In einem Dauerbad von 1,0% bis 1,5% Lösung habe ich gute Erfahrung gemacht. Keine Temperaturerhöhung, Dunkelheit, ordentliche Sauerstofferhöhung. Salzbehandlung nur einmal und nicht forlaufend. Wasserwechsel 1/4 im Abstand von etwa 3-4 Tagen um die Fische nicht wieder dem plötzlich entgegengesetzten Osmoseunterschied auszusetzen. Kombination mit einem Antibiotika hilft ebenfalls.
Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass nur eine abwechslungsreiche Fütterung mit Vitaminzusatz dieser Krankheit vorbeugt. Flockenfutter und ab und an Frostfutter oder umgekehrt ist völlig falsch. Wenn es bei mir noch nie passiert ist, bedeutet es nicht automatisch, das ich alles richtig mache.
Generell ist aber meinem Hinweis voranzusetzen, das es einer medizinischen Untersuchung benötigt. Schliesslich bin ich kein Tierarzt.
Daher gehen o.g. Behandlungen auf eigenes Risiko. Ich habe hier lediglich meine jahrelangen Erfahrungen und Recherchen dargelegt. Auch spielt das eingesetzte Salz eine wichtige Rolle. Da gibt es nämlich exorbitante Unterschiede.
Die besten Erfahrungen habe ich hiermit gemacht und verwende es seitdem.
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Viele Grüße