erfahrene Aquarianer unerwünscht?

Alles was sich um das Thema Aquaristik dreht und in kein anderes Forum passt ist hier richtig.

erfahrene Aquarianer unerwünscht?

Beitragvon Dennis Furmanek » 15.08.2008, 13:15

Hallo,

eine Frage in die Runde:

Sind erfahrene Aquarianer und ihre mitunter unkonventionellen Ratschläger hier unerwünscht?

Gruß,
Dennis
Mittelamerika im Aquarium
Meist findet man die Ursache für Probleme im Aquarium vor dem Aquarium.
Dennis Furmanek
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Beitragvon Symphysodon » 15.08.2008, 13:23

Hi Dennis,
so solltest du die Frage nicht stellen um auf unser Problem mit dir einzugehen.
Vielmehr solltest du fragen ob es sinnvoll ist, auf Fragen von Neueinsteigern mit Insiderwissen zu antworten. Mit Ratschlägen zu agieren, mit denen viele, die sich mal so ein Aquarium hinstellen wollen, nicht umgehen können?
Grüße
Rudi
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Beitragvon Dennis Furmanek » 15.08.2008, 13:32

Hallo Rudi,

sicherlich, ausgelöst ist das hier durch den aktullen Fall mit mir.
Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass soetwas geschieht.
Erst werden die Experten heausziertert, wenn sei weg sind, wird ihnene nachgeweint oder Arroganz vorgeworfen, sich nicht nicht mit den Problemen des normalen Aquarienbesitzers abgeben zu wollen.

Wer entscheidet denn, dass jeder, der die Ratschläge liest, mit diesen nicht umgehen kann? Sollte das nicht jeder selbst entscheiden dürfen oder aber daran arbeiten, es zu verstehen? Müssen für eine Entscheidung nicht auch Alternativen vorhanden sein?

Wer sagt denn, dass jeder nur mal ein Aquarium aufstellen will und wer legt fest, dass daraus nicht auch mehr werden kann?

In erster Linie geht es mir darum, handfeste Ratschläge aus der Praxis zu liefern, nicht "ich glaube" oder "ich habe mal irgendwo gelesen" oder "im Mergus steht". Das diese nicht immer den Wolkenkuckucksheimvorstellungen mancher entsprechen, mag durchaus sein.

Gruß,
Dennis
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Beitragvon Symphysodon » 15.08.2008, 13:53

Hi Dennis,
es geht doch gar nicht darum allen Usern Informationen vorzuenthalten, sondern sie sinnvoll zu geben. Natürlich muss auch über den Tellerrand hinaus gesehen werden. Dann aber mit den nötigen und verständlichen Erklärungen. Etwas in den Raum zu werfen unter dem Motto, friss Vogel oder stirb, muss ja nicht sein. Uns liegt nichts daran das Forum, zwangsweise, auf einem niedrigen Niveau zu halten, eher sind wir bestrebt den Wissensstand anzuheben. Da sind uns User mit deinem Wissen doch eher willkommen. Vorallem, wenn sie ihr Können so rüber bringen, dass der Nutzen offensichtlich ist.
Grüße
Rudi
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Beitragvon Dennis Furmanek » 15.08.2008, 14:06

Hallo,

friss Vogel oder stirb


Stimmt, mag provokativ erscheinen. Soll es auch sein, es soll provozieren. Dazu provozieren, Rückfragen zu stellen, Widersprüche zu erkennen, diesen nachzugehen und sich tiefergehend mit der Thematik zu befassen. Zu erkennen, dass mehrere Wege zum Ziel führen und oftmal andere Dinge wichtiger sind, als man angenommen hat und die angeblich wichtigen Dinge eigentlich recht locker gehandhabt werden können.

Wer eine umfassende Erläuterung haben möchte, der darf sich gern auf meiner Website umschauen. Dort habe ich bereits einige Themen umfassend erläutert. Man muss nur selbst auch Initiative zeigen.
Das ist es, was viele "Experten" an der breiten Masse der Aquarienbesitzer vermissen. Ich auch.

Gruß,
Dennis
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Beitragvon Teddy » 15.08.2008, 22:30

Hallo Dennis

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass soetwas geschieht.

Ist jetzt nicht böse gemeint, aber die Frage ist doch: Warum?

Du schmeißt manche Brocken sehr schnell hin ohne sie zu erläutern, da bleibt eine (kontra) Rückantwort nicht aus.
Stimmt, mag provokativ erscheinen. Soll es auch sein, es soll provozieren. Dazu provozieren, Rückfragen zu stellen,

Machen gerade aber Anfänger oftmals nicht, aus unbegründeter Angst , "dumme" Fragen zu stellen.
In der Zwischenzeit bleibt dein Text als letzter stehen, der eine oder andere googelt und liest sich durch und das wars dann. Was du dann im Nachhinein erklärst, liest er nicht mehr.

Wie schon geschrieben, ist nicht bös gemeint, aber zum Nachdenken schon :wink:

Gruß Teddy
Teddy
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Beitragvon Yviss » 16.08.2008, 11:01

Also ich habe mich da etwas durchgelesen. Bin zwar nicht mehr SO oft im Forum, was meine Zeit betrifft, aber bin nun auhc schon länger dabei.

Also ich finde es vermessen, ANFÄNGERN, die Einfahrzeit abzusprechen. Man ist zu beginn dermassen überfordert mit der RICHTIGEn Haltung von Fischen, da ein Anfänger mit eventuellen folgen schlichtweg überfordert wäre und dann wohmöglich das Hobby hinschmeisst bzw. man bedenke die Tiere.

Dein Wissen in allen ehren, aber Anfängergerechter vermittelt würde es wohl besseren nutzen bringen. DIE die länger dabei sind, wissen WIE du es meinst und haben vielelicht auch schon das ein oder ander in der hinsicht gewagt. aber hier übertrifft nunmal die Fragen der Neulinge.

Wenn ich in meinem Job bei Haltungsberatungen in dei vollen gehen würde, kommt meist weniger heraus, als wennman mit Ruhe die Misstände aufklärt, die demjenigen gar nicht bewusst waren bzw. der Zoohandel falsch beraten hat.

Also wissende sind hier durchaus willkommen....aber sie sollten auch geduld für neulinge aufbringen und DAS hat so manchen Experten hier auch schon vertrieben.

LG
Yvonne
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Beitragvon Dennis Furmanek » 16.08.2008, 13:53

Hallo Yvonne,

ich spreche niemandem die Einfahrzeit ab. Ich fordere lediglich, dass für alle mit offenen Karten gespielt wird. Die Einfahrzeit als unumgänglich darzustellen und dann auch noch doppelt bis dreimal so lang anzugeben wie notwendig ist schlichtweg falsch. Das Einfahren wird auch gar nicht umgangen, sondern lediglich mit Fischen durchgeführt, wodurch das System recht früh Last bekommt und so langsam trainiert wird.

Ich finde es zudem notwendig, die Komplexität eines Sachverhalts zu entfalten, um auf diesem Weg die Einfachheit zu erkennen. Dazu gehört auch, sich selbständig damit auseinander zusetzen.

Gruß,
Dennis
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Beitragvon Symphysodon » 16.08.2008, 15:06

Hi,
ich habe mal dieses brisante Thema in Augenhöhe gestellt. Es wäre wünschenswert noch mehr Meinungen dazu zu lesen.
Grüße
Rudi
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Beitragvon Casandra » 16.08.2008, 15:34

Hallo

Zum Thema Einfahrzeit: Ich bin ja wie allg. bekannt eigentlich auch nicht der Mensch der seine Aquarien wochenlang eingefahren hat. Allerdings bin ich für beide Methoden. Einfahrzeit oder auch nicht. Wichtiger Punkt in meinen Augen: Die Zeit. Fahre ich das becken mit Fische ein, dann muss der Nitritwert im Auge behalten werden und dementsprechend müssen Wasserwechsel durchgeführt werden, wenn einem das Leben der Fische am Herzen liegt, was ich vorraussetze bei so einem Hobby. Ich hatte reichlich Zeit, war arbeitslos und konnte regelmäßig TWW machen. Aber ein Aquarianer, der arbeiten geht, wird das meiner Meinung nach nicht schaffen. Dann lieber kein Risiko eingehen und normal das Becken einfahren. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden.

Ich habe anfangs auch diese 2 Meinungen gehört. Der eine sagt einfahren, der 2. erklärt mir das er das noch nie getan hat und alles gut ging. Als Anfänger steht man da zwischen zwei Stühlen. Und wenn man eh schon kleinere Rauchwolken über den Kopf hat, wegen den ganzen Wasserwerten etc., dann wäre es ratsam demjenigen etwas die Last von den Schultern zu nehmen und die Einfahrzeit von 4-6 Wochen vorschlagen. Er wird wesentlich entspannter sein. Ich war es nicht.

Auch wenn ich bis heute nichts bereuhe, aber es hätte ruhiger laufen können. Die Einfahrzeit kann man auch positiv nutzen. Die Pflanzen wachsen schön und das Hobby bringt die erwünschte Wirkung: Entspannung! Und nicht Stress durch tägl. Wasserwechsel von 50% ;) Was bei einem 60L AQ ok ist, aber nicht 300 ;)

Alles in einem ist es besser, den Anfängern ruhig und wirklich idiotensicher alles zu erklären. Anfangs hat man nicht das Grundwissen, und wenn dann noch Antowrten im Fachchinesisch kommen, verliert man schnell die Lust am Hobby. Ich kann aus meinen eigenen Erfahrungen im anderen Forum sprechen, wo Anfänger auch echt mies behandelt wurden. Wer nichts wusste, wurde angepöpelt. Klar sind Neulinge nicht einfach, aber jemand der das Wissen hat, sollte auch in der Lage sein es gerne weiterzugeben. Und zwar so, das es auch Blondinen verstehen :D
Casandra
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Beitragvon Dennis Furmanek » 16.08.2008, 15:48

Hallo,

Fahre ich das becken mit Fische ein, dann muss der Nitritwert im Auge behalten werden und dementsprechend müssen Wasserwechsel durchgeführt werden, wenn einem das Leben der Fische am Herzen liegt, was ich vorraussetze bei so einem Hobby. Ich hatte reichlich Zeit, war arbeitslos und konnte regelmäßig TWW machen.


Mit der richtigen Herangehensweise treten auch beim Einfahren mit Fischbesatz keine signifikanten Nitritkonzentrationen auf. Damit erübrigt sich sowohl das Messen als auch der Teilwasserwechsel zur symptomatischen Bekämpfung.

Bei schon geringen Schwierigkeiten die Flinte ins Korn zu werfen scheint wohl in Mode zu sein.

Gruß,
Dennis
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Beitragvon Yviss » 16.08.2008, 16:00

Das ist nicht nur mode...das wird wohl zum trend...

Daher....auch wenn du in der guten Hoffnung bist, das Leute mehr eigendenken ansteuern sollten...hmmm letztlich werden sie im EIGENEN Interesse entscheiden und das ist nicht immer das was man sich erwünscht bzw. geraten hat. GIBT man ANWEISUNGEN gezielt, ohne viel denken...kanns da schon einfacher mit der Einsicht kommen...denn selber denken und einarbeiten muss man wollen oder auhc können.

Das trifft nicht nur auf die Aquaristik zu...
ich verstehe deinen Gedankengang, aber der Prozentsatz der Eigenichwillsverstehenwarumdenker ist kleiner als du denkst.

Zudem muss ich auch menschlich sagen, wenn ich in ein Forum komme und nur streng und kurz "abgefertigt" werde, womöglichmit sachen die ich gar nicht Blicke....naja....da verlier ich dann auch die Lust. Also menschlich gesehen....
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Beitragvon Casandra » 16.08.2008, 18:25

Dennis Furmanek hat geschrieben:Hallo,

Fahre ich das becken mit Fische ein, dann muss der Nitritwert im Auge behalten werden und dementsprechend müssen Wasserwechsel durchgeführt werden, wenn einem das Leben der Fische am Herzen liegt, was ich vorraussetze bei so einem Hobby. Ich hatte reichlich Zeit, war arbeitslos und konnte regelmäßig TWW machen.


Mit der richtigen Herangehensweise treten auch beim Einfahren mit Fischbesatz keine signifikanten Nitritkonzentrationen auf. Damit erübrigt sich sowohl das Messen als auch der Teilwasserwechsel zur symptomatischen Bekämpfung.

Bei schon geringen Schwierigkeiten die Flinte ins Korn zu werfen scheint wohl in Mode zu sein.

Gruß,
Dennis


Im Prinzip hast du Recht, Herr Professor. Aber ich bezweifle das ein Anfänger weiß was du hier unter richtige Herangehensweise beschreibst. Und das ist der Punkt. Das letzte Becken hab ich auch Nitritfrei eingefahren, mit Fische weil es nicht anders ging. Und warum? Weil es das 6. Aquarium war. Aber beim ersten hätte ich das nie hinbekommen, weil das Wissen fehlt. Und wenn einer erklärt wie man es macht, ist es dennoch für einen Anfänger zu kompliziert. Der ist froh wenn das Becken in den ersten 2 Monaten nicht 4x umkippt oder er sein Wohnzimmer nicht flutet.

Und was die Flinte angeht: Niemand will diese ins Korn werfen. Nein, jeder will es richtig machen. Und wenn einfach bei Anfänger das nötige Wissen fehlt, ist es nicht gerade vom Vorteil ihm mit Fachchinesisch die Lust zu nehmen, weil er es einfach nicht versteht. Du mit deinem jetzigen Wissen kannst das schlecht nachvollziehen, warum andere das nicht wissen. Es ist aber so. Akzeptier das einfach und versuch zu helfen. Und das erreichst du indem du dein Uni-Slang weglässt und einfach und verständlich schreibst was zu tun ist. Bedenke das nicht alle Anfänger studiert haben, oder schon erwachsen sind. Es sind auch Menschen die 15 Jahre alt sind und bei solchen Antworten sicher die Flinte ins Korn werfen. Und warum? Sie verstehen es nicht, das ist einfach der Punkt.
Casandra
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