Wer hat eine Osmose-anlage???

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Wer hat eine Osmose-anlage???

Beitragvon Bangworst » 25.02.2010, 20:28

Ich frage mich die ganze zeit wie ihr das macht... mein Kumpel hat eine Osmoseanlage. Die "produziert" in einer stunde 7L Osmosewasser! Also muß er die Anlage einschalten - wenn der Eimer (oder ein kleines Becken o.ä.) voll ist muß die Anlage der hahn wieder abgedreht werden - sonst läuft es ja über...

Wie habt iht das denn geregelt???? Läuft bei euch die Anlage 24 Stunden?

Ich habe jetzt vor einen Sensor in dem kleinen Auffangbecken zu installieren. Mittels diesem Sensor wird ein Magnetventil angesteuert. Also: Füllstand sinkt ab, Osmosewasser wird produziert. Füllstand erreicht: "WASSER HALT!"



So, jetzt sagt mal wie ihr das macht und ob ihr für so eine Schaltung über 100€ ausgeben würdet!?!
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Re: Wer hat eine Osmose-anlage???

Beitragvon Aqua-Aquaristik » 25.02.2010, 22:30

Hallo,

ich habe keine Anlage, aber dies ist ein Grund, warum ich plane einen Vollentsalzer zu kaufen.

Die von dir beschriebene Methode kann funktionieren. Oder eine Schaltzeituhr, die ein Magnetventil schaltet, wobei die dann schon eine Sicherheitsreserve haben sollte, also nicht erst abschalten, wenn der Eimer voll ist.

Gruß

Matthias
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Re: Wer hat eine Osmose-anlage???

Beitragvon elber286 » 26.02.2010, 09:13

Hallo,

genau das war für mich einer der Gründe, warum ich mich am Ende für einen Vollentsalzer entschieden habe.

Systeme, wie von dir beschrieben, funktionieren und werden auch von einigen Aquarianern eingesetzt. Im Netz sollte man dazu auch einige Bauanleitungen finden. Wenn du soetwas realisieren solltest, lasse uns doch bitte daran teilhaben! Ich kann mir vorstellen, dass das einige hier interewssieren würde.

Schöne Grüße,
Micha
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Re: Wer hat eine Osmose-anlage???

Beitragvon Symphysodon » 26.02.2010, 10:49

Matthias, es funktioniert so wie angegeben. Meine Anlage betreibe ich seit knapp zwanzig Jahren, allerdings mit einem mechanischen Schwimmerschalter. Der Vorteil einer UO-Anlage besteht darin, "alles" aus dem Wasser zu filtern. Schwermetalle, Bakterien, Deponie- und landwirtschaftliche Gifte aber auch Spurenelemente werden fern gehalten. Das Wasser muss anschließend wieder entsprechend der Vorhaben aufgehärtet werden. Das können Vollentsalzer nicht und chemisch gereinigt müssen die Säulen auch werden. Für mich war es damals klar, dass ich mich für eine UO-Anlage entschieden habe. Heute gibt es Anlagen die viel effizienter das Wasser reinigen, also viel weniger Abwasser produzieren. Die Membranen unterliegen natürlich auch einem Verschleiß und müssen irgendwann mal erneuert werden.
Vollentsalzer können eben nur die Dichte der Karbonationen beeinflussen.
Grüße
Rudi
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Re: Wer hat eine Osmose-anlage???

Beitragvon Aqua-Aquaristik » 26.02.2010, 13:04

Hallo,

klar die Methode funktioniert, oder halt die von mir beschriebene. Wenn ich 70 Liter die Stunde produziere, und ich 140 Liter benötige muss ich die Anlage einfach nach 2 Std mit einer Schaltzeituhr oder einer Zeitablaufuhr abschalten. Das Gefäß zum auffangen sollte nur größer dimensioniert sein, also die 140 Wasser, aufgrund der Ungenauigkeiten.

Den Nachteil sehe,allerdings habe ich den Nachteil bei der UOA, dass ich das Wasser bei mir nicht auffangen kann. Ich habe keinen Platz um 100 bis 200 Liter Wasser aufzufangen für den Teilwasserwechsel.

Gruß

Matthias
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Re: Wer hat eine Osmose-anlage???

Beitragvon Bangworst » 26.02.2010, 17:36

Ich werde die Schaltung einfach mal realisieren und dann einfach mal hier eine beschreibung reinstellen...
Übrigens schafft diese Anlage nur 7Liter die Stunde nicht 70!

Preislich versuche ich noch die Komponenten billiger einzukaufen... Bei dem Magnetventil ist mir das schon gelungen...
Ich denke das in spätestens 2 Wochen die Steuerung soweit getestet ist das ich näheres sagen kann...

Je mehr interressenten hier zusammenkommen, desto günstiger wird es! Das spart nämlich Portokosten!


Schönes Wochenende von mir...
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Re: Wer hat eine Osmose-anlage???

Beitragvon Sven 76 » 26.02.2010, 19:27

Hi Bangworst,

vielleicht liegt es aber auch einfach nur an der Ausgangstemperatur des Leitungswassers ?
Im Sommer sollte die gewünschte Menge Permeat normalerweise schneller hergestellt sein als im Winter.
Bei meiner Anlage dauert es im Sommer ( bitte verzeih diese pauschale Angabe , ich hab noch nie die Wasserausgangstemperatur gemessen) eine bis anderthalb Stunden bis der 20l Eimer voll ist.
Im Winter dauert das gut und gerne das Doppelte, wobei ich noch anmerken muss das wir bei uns im Haus einen miserablen Wasserdruck haben, da unser Haus höher liegt als die Wassertürme unserer Stadt.

Um jetzt auf deine Frage zurück zu kommen :

Eine Abschaltung via Reedkontakt, ähnlich einer Kühlwasserstandsüberwachung im KFZ, sollte für weit weniger als 100€ machbar sein. Das Teuerste an so einer Schaltung wird wahrscheinlich das Magnetventil das den Wasserkreislauf unterbricht.

Ich persönlich habe keine Abschaltung an meiner Osmose, habe aber schon des Öfteren darüber nachgedacht. Aktuell gehe ich regelmässig den Füllstand des Kanisters prüfen. Eine zugebenermassen recht unzuverlässige Methode, da ich auch schon mal vergessen habe die Anlage abends abzuschalten und mich morgens gewundert habe, warum in der Küche Wasser plätschert :-)
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Re: Wer hat eine Osmose-anlage???

Beitragvon Bangworst » 27.02.2010, 08:09

Das magnetventil ist garnicht so teuer... aber ich brauche halt ein Netzteil das die Schaltung mit Strom versorgt. Dann noch die Bauelemente selber und ein passendes Gehäuse... Alles zusammen deutlich unter hundert Euro, da hast du recht...

Wie gesagt: mit etwas glück läuft die Schaltung zum Testen in der nächsten oder übernächsten Woche... Dann gibt es genauere angaben!
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