Letzter Versuch...wie den Filter einrichten?

Themen wie ,erfolgreiche Haltung und Bestimmung von Wasser - und Sumpfpflanzen.

Letzter Versuch...wie den Filter einrichten?

Beitragvon Pina1989 » 16.12.2007, 00:24

Ich versuche es nun ein letztes Mal mit meinem Aquarium, leider schaffe ich es seit einem Jahr nicht, es sauber und gut am laufen zu halten, immer wieder bilden sich massenhaft Algen und ich weiß nicht warum. Was würdet ihr mir als Filtermaterialien empfehlen? Habe einen eheim classic und ein 160l Becken. Danke!
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Beitragvon Manfred T. » 16.12.2007, 03:17

Hallo Pina.
Das sich Algen bilden liegt weniger am Filter.
Eher an übermäßiger Fütterung und an der Beleuchtung.
Wie offt fütterst du denn? Und welche Röhren hast du eingebaut?
Wie lange beleuchtest du das Becken?
viele Grüße
Manfred

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Manfred T.
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Beitragvon Koimaxe » 16.12.2007, 09:06

Hallo,

zusätzlich liegt es an zu wenig Pflanzen und diese nicht richtig ernährt.
Viele Grüße

Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier ebenso geahndet wird wie das Verbrechen am Menschen.
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Beitragvon Symphysodon » 16.12.2007, 10:03

Hallo Pina1989,
erst mal ein Herzliches Willkommen bei uns.
Ob Algen wachsen oder nichtd hat tausend und ein Grund. Den wirklichen herauszufinden ist so gut wie unmöglich. Es gibt so einige Standartursachen aber ob es am Ende genau diese sind, kann einfach nicht nachgewiesen werden und wie Aquarianer können’s gleich gar nicht. Du hast hier schon einige Gründe lesen können. Sie allein sind aber kein Garant, dass ein Wachstum verhindert werden kann. Bei einer Neueinrichtung, bei dem das Becken erst wieder einlaufen muss durchlaufen die meisten Becken eine sogenannte Algenphase. Dabei löst eine Algenart die andere ab. So, dass man schon zu Anfang der Verzweiflung nahe ist. Diese Phase muss das Aquarium erst mal überstehen und dann kann man nur hoffen, dass sich keine bleibenden Algen ansiedeln. Dir bleibt nichts anderes übrig als alle "wohlgemeinten" Ratschläge zu beherzigen und nicht dabei den Mut zu verlieren.
Der Filter hat mit der Ausbreitung der Algen nichts zu tun. Allerdings muss er richtig betrieben werden und ohne Unterbrechung laufen so wie einen genügend großen Bakterienrasen beherbergen. Kurz um, das Becken muss eingelaufen sein. Das ist es aber erst nach ca. 6 Wochen. Vorher haben Fische nichts darin verloren. Ein zu frühes Einsetzen der Tiere ist für mich auch ein Grund zur Ansiedlung von Algen.
Wie die meisten Tierliebhaber wirst auch du vielleicht generell zu viel füttern. Futter muss nach drei Minuten vollständig von den Fischen aufgefressen werden. Es sollte nichts am Bodengrund zurück bleiben. Bodenbewohnende Fische (Welse) müssen das Übrige tun. Für Algen ist es nicht wichtig wie viel Nährstoffe sie im Wasser vorfinden. Sie begnügen sich mit Mindestmengen, sobald sie sich im Becken etabliert haben. Ein besonderer Nährstoff ist Phosphat. Zu viel phosphathaltiges Futter erhöht den Phosphatgehalt im Wasser und begünstigt die Algenehrnehrung. Um solche Substanzen, in der Aquaristik Schadstoffe genannt, so gering wie möglich zu halten sind regelmäßige Wasserwechsel in kurzen Abständen und kleineren Menge besser als in großen Abständen in großen Mengen nötig. Einige "Schadstoffe" sing auch gleichzeitig Nährstoffe für unsere Pflanzen. Wenn Pflanzen in größerer Menge vorhanden sind so entziehen sie automatisch den Algen die Nährstoffgrundlagen.
Als nächsten Fakt kann die Beleuchtung unter die Lupe genommen werden. Algen bevorzugen ultraviolettes Licht. Man sollte also, bei der Anschaffung der Leuchtmittel darauf achten, dass sie mit einem UV-Schutz versehen sind. Am ergiebigsten ist das Sonnenlicht und man sollte deshalb nicht das Becken der Sonne aussetzen. Der beste Standort ist eine geschlossene Südwand. Aber auch ultraviolettes Streulicht hat noch genügend UV-Strahlen und kann ebenfalls zur Vermehrung der Algen beitragen.
Das waren mal ein paar mögliche Ursachen die aber wiederum in manchen Fällen auch vollkommen irrelevant sein können. Viele sogenannte Ursachen in bestimmten Kombinationen können aber auch genau das Gegenteil bewirken. Ich will damit sagen, dass nichts absolut ist und stets unterschiedliche Wirkungen haben kann.
Wie schon oben erwähnt, durchläuft ein Aquarium sogenannte Phasen. Denen muss man Rechnung tragen indem man nicht ins wachsende System eingreift und vorerst diese Erscheinungen ignoriert. Meist sind es nur Zwischenstadien.


Verschoben nach "Pflanzen"
Zuletzt geändert von Symphysodon am 16.12.2007, 10:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße
Rudi
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Beitragvon Teddy » 16.12.2007, 10:03

Hallo Pina

Erstmal herzlich willkommen im Forum.
So wie du schreibst hast du das Becken schon einige male auseinander genommen? Klingt jedenfalls so.
Das wäre auch nicht so gut. Ein Aquarium sollte gepflegt, und das Wasser klar aussehen, aber auf nicht "sauber" sein.
Bekommt es Sonnenlicht ab, sind zuviele Fische drin?
Beschreib doch auch mal den Fisch- und Pflanzenbesatz.

Gruß Teddy
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Beitragvon Zippo2005 » 16.12.2007, 12:14

Hallo Rudi,

ich gebe dir recht das es viele Faktoren sind die zum Algenwuchs führen können.
Aber:
Der Filter hat mit der Ausbreitung der Algen nichts zu tun.

Da kann ich dir nicht recht geben. Denn ein Falsch eingestellter Filter der über der Wasseroberfläche angebracht ist, wird dir kurz über lang Algen bringen.
Allerdings muss er richtig betrieben werden und ohne Unterbrechung laufen so wie einen genügend großen Bakterienrasen beherbergen. Kurz um, das Becken muss eingelaufen sein. Das ist es aber erst nach ca. 6 Wochen. Vorher haben Fische nichts darin verloren. Ein zu frühes Einsetzen der Tiere ist für mich auch ein Grund zur Ansiedlung von Algen.

Gebe ich dir nur bedingt recht. Denn auch ich habe zwei Aquarien am einlaufen und es haben sich noch keine Algen gebildet. Ein kleines 25l Aquarium, ein 12l Aquarium/ohne Filter ein 200l Aquarium mit Pflanzen für den Verkauf. Diese Becken laufen schon seit einige Wochen und es sind keinerlei Algen in den Becken zu finden. Also es geht auch ohne.
Wie die meisten Tierliebhaber wirst auch du vielleicht generell zu viel füttern.

Da gebe ich dir recht und das ist eines der Hauptprobleme warum es zu Algen kommt.
Um solche Substanzen, in der Aquaristik Schadstoffe genannt, so gering wie möglich zu halten sind regelmäßige Wasserwechsel in kurzen Abständen und kleineren Menge besser als in großen Abständen in großen Mengen nötig.

Ja und nein. Regelmäßige und auch großzügigeWasserwechsel sind das was ein Aquarium richtig stabil und auch mit relativ wenig Algen läuft. Vorrausetztung es ist nicht zu stark belastet das Leitungswasser.
Beleuchtung ist ein relative kleiner Faktor. Denn auch Aquarien ohne eine Lampe mit UV Schutz kann algenfrei sein.

Auch der Bodengrund kann wenn er falsch aufgebaut ist für Algen im Aquarium sorgen. Ebenso der Falsche CO2 gehalt und zu hohe KH und PH Werten.
Gruß

Joachim
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Beitragvon Koimaxe » 16.12.2007, 12:34

Hallo Pina,

Algen sind ein heikes Thema. Aber man kann kein Aquarium Algenfrei bekommen. Sie sind immer da. Es ist aber möglich es so hinzubekommen, dass diese Algen nicht sichtbar werden und meine Pflanzen und Gegenstände unbelastet bleiben.


Die vielfachen Möglichkeiten warum Algen auftauchen und wie man ihrer Herr/Frau wird ist ebenso vielschichtig wie es Algen gibt. Ich habe in meinem Aquarium kein Algenproblem.

Das hängt bei mir mit folgenden Dingen zusammen.

1.) mein Aquarium ist äußerst dicht bepflanzt (wirklich dicht)
2.) es wird regelmäßig gedüngt mit Spurenelementedünger
3.) Eisengehalt wird regelmäßig kontrolliert
4.) Licht schalte ich aus mittags für 4 Stunden.

Anmerkung: Das Ausschalten wird vielfach propagiert das es nichts bringt. Dem ist nicht so! Der Grund hierfür ist, das Pflanzen ihren Rythmus nicht an der Beleuchtungsphase ausrichten sondern an der Dunkelphase. 4 Stunden Licht aus macht denen gar nichts. Würde man aber hingehen und nachts nur 5 Minuten das Licht einschalten und die volle Lichtstärke geht auf die Pflanzen nieder, bringt das den Rythmus der Pflanzen komplett aus dem Gleichgewicht.

Algen mögen Licht aus aber überhaupt nicht. Der oftmals wiederholte Satz
.."In der Natur schaltet auch niemand das Licht aus..."
Ist Blödsinn! In der Natur scheint auch nicht Tag ein Tagaus das Licht in gleichbleibender Stärke senkrecht ins Wasser. Da gibts Wolkenbedeckten Himmel über Wochen...Regen...Schatten von Bäumen und die Sonne wandert über das Firmament. Sie scheint niemals "senkrecht" ins Wasser. Und, was auch vergessen wird. Die Lichtbrechung im Wasser, Wellen an der Oberfläche und und und.
Daher macht Ausschalten gar nichts, sondern behindert das Algenwachstum in hohen Maße. Allerdings sollte das Licht auf mindestens 10 Stunden kommen.

(Beweis: Strasburger - Lehrbuch der Botanik für Hochschulen, Spektrum Verlag, Heidelberg ISBN 3-8274-1010-X EUR 82.-)

5.) CO2.

Ich weiss, ich weiss...wird auch vielfach angeprangert.."Brauchste nicht". Ist Nonsens in meinen Augen! Auch wenn gesagt wird das bei Wasserwert lalalalala genug CO2 drin ist weil lalalalala. Mag auch rechnerisch und formelmäßig stimmen. Nur ich kann hier und spreche hier nur von meinen Aquarien. Wird in tausend Foren anders behandelt. Nur Pflanzenwuchs ohne CO2 geht nicht, Algenbegrenzung ohne Pflanzen geht auch nicht.

CO2 ist ja nicht nur für Pflanzen superwichtig, sondern auch für die Bakterien im Filter. Ohne CO2 können die "Nitrifikanten" nicht wachsen, da sie es zum Aufbau benötigen. Habe ich zuwenig drin, limitiere ich automatisch meine Bakterien. Und ich krieg auch nicht mehr rein, weil nie genug CO2 drin ist. Hab ich Pflanzen, und die sollen wachsen, und ich hab ne Menge davon,..brauche ich zusätzliches CO2.

6.) Phosphat und Nitrat

wird auch oftmals als Faktor bei Algenwuchs angeführt, stimmt auch, ist aber mit einigen Hinweise verbunden. Algen speichern Phosphat. Und das auch über den normalen Bedarf hinaus. Es ist essentiell für Algen!
Dieses Speichern nennt sich Luxuskonsumption. Sie schaffen sich ein Depot für Zeiten in denen das wenig oder kaum vorliegt. Ist es nicht da, nutzen sie dieses Depot und erhöhen um ein vielfaches ihre Tätigkeit um an Phosphate zu gelangen.
Mit ein Grund warum "Algenkiller" nicht wirken!!

Nitrat,
deren wichtigster Lieferant ist das Fischfutter. Trockenfutter hat einen sehr hohen Eiweissgehalt und führt dem Wasser sehr viel Stickstoff zu. Fische, Wirbellose fressen das...und dann wird das umgewandelt und zwar in stickstoffreiches Ammonium. Und Algen..jo die lieben Algen. Verarbeiten Ammonium noch bevor Bakterien es in Nitrat umwandeln können.
Dadurch kann ich mit einem biologisch wirksamen Filter Ammonium verarbeiten und Nitrat abbauen, dass der Algenwuchs durch Stickstoffmangel begrenzt wird.

Licht..kommt als nächstes. Vielfaches Problem ist das falsche und zuwenig Licht über dem Aquarium.
Dieses leidige Thema wäre auch noch zu bearbeiten. Phototrophe Algen (also die, die Licht benötigen) nutzen Wellenlängen im Licht von 400nm bis 700nm. Habe ich Licht drüber die das bieten, habe ich Algen.

(Round 1965, Adey und Loveland 1991, Lee 1980, Trainor 1978)


Wie du sicherlich bemerkst, ist es nicht sooo einfach, aber auch nicht sooo schwierig. Es sind einige Fachbegriffe dabei die dir vielleicht völlig fremd sind. Aber wenn man die Arbeitsweise der Pflanzen versteht und der Algen, dann kann man das ohne Probleme in den Griff bekommen. Nur nicht von heute auf morgen.
Viele Grüße

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Beitragvon Grizzly » 16.12.2007, 13:18

Hallo Pina,

da der Koimaxe eigentlich Alles wichtige schon geschrieben hat , kann ich Dir nur noch einen Testkoffer empfehlen um div. Meßungen vor zu nehmen .

Teststreifen wie es im Fachhandel zu kaufen gibt sind Unfug und zu ungenau .

Tröpfchentest ist besser und fast zu 100% genau .

Im Testkoffer sollten folgende Reagenzflaschen sein: PH 3.0 - 10 ; KH ; GH ; NO2 ; NO3 ; Fe , PO4


Mal noch eine Frage wegen der Beleuchtung ; welche Röhren hast Du installiert??
Grizzly
 

Beitragvon Symphysodon » 16.12.2007, 18:58

@ Joachim
du musst mir hier nichts bestätigen oder in Abrede stellen. In der Aquaristik ist nichts absolut und für die Algen gilt das noch mehr. Wenn du hier etwas als richtig oder falsch einstufst, so weckst du unberechtigte Hoffnungen beim Ratsuchenden. Was bei dir funktioniert hat muss nicht zwangsläufig in einem anderen Becken genau zum gleichen Ergebnis führen. Es kann sich sogar ins Gegenteil umschlagen. Alles was ich angeführt habe ist genau so mit Vorsicht zu genießen wie die Ratschläge die schon gemacht wurden oder die noch kommen werden. Jede Erfahrung ist relativ, wenn man sie auf die Algen bezieht. Also sollte keiner dem Wahn verfallen, dass sein Rat das Non plus ultra ist. Man kann nur Empfehlungen geben und so bescheiden sein nur für sein Aquarium zusprechen.
Ob nun ein Filter zur Verbreitung der Algen beiträgt oder nicht ist ebenfalls relativ. Es kommt auf die Einbauhöhe an. Aber gleichzeitig wäre zu sagen, dass dein erwähnter Effekt nicht dem Filter zuzuordnen ist, sondern der Strömung die ebenfalls einen Beitrag zum Wachstum der Algen liefern kann. Das gleiche Ergebnis ließe sich aber auch mit einer Strömungspumpe erzielen. Also, ist der Filter eher kein positives Beispiel das man als Ursache anführen könnte. Rein von seiner Funktion fällt er eher aus dem Kreis der Verdächtigen heraus.
Dein Argument, dass du zwei Becken hast einlaufen lassen und keine Algen vorfindest sehe ich auch nicht als das Wahre an. In einem anderen Thread habe ich schon mal darauf hingewiesen, dass zwei Becken die nebeneinander stehen nicht die gleiche Entwicklung durchlaufen müssen. In dem einen kann sich durchaus der Algenwuchs als nicht sichtbar erweisen und im anderen können die Algen überquellen. Genau so unsicher ist meine Aussage, dass ein regelmäßiger Wasserwechsel die Algen im Zaum halten könnte. Genau das Gegenteil ist schon bei Versuchsreihen in der Leipziger Uni eingetreten. Erst ein sehr selten durchgeführter Wasserwechsel hat den Algenwuchs gestoppt. Auf dem ersten Blick unlogisch... Das beweist meiner Ansicht nach, die Unberechenbarkeit der Algen.
Ich sage hier noch mal, dass jeder Rat ein positives genau so wie ein negatives Ergebnis nach sich ziehen kann. Das soll natürlich niemanden davon abhalten Ratschläge zu geben aber eine Garantie ist dabei auszuschließen. Kritiken an Ratschlägen des vorherigen Users sind eher unangebracht, denn gerade dieser oder jener Rat kann für das betreffende Becken den Erfolg bringen. Algensporen sind allgegenwärtig und kommen auch mit dem Leitungswasser ins Aquarium. ...mal mehr, mal weniger.

Koimaxe hat geschrieben: Es ist aber möglich es so hinzubekommen, dass diese Algen nicht sichtbar werden und meine Pflanzen und Gegenstände unbelastet bleiben.


Auch hier wieder eine Art Garantie, dass es Patentrezepte gäbe.
Grüße
Rudi
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Beitragvon Grizzly » 16.12.2007, 19:51

Hallo Rudi,


Symphysodon hat geschrieben:..... Kritiken an Ratschlägen des vorherigen Users sind eher unangebracht, denn gerade dieser oder jener Rat kann für das betreffende Becken den Erfolg bringen.


Jetzt sag doch mir mal wo ich Kritik geübt habe bei den Ratschlägen :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :evil: :evil:
Grizzly
 

Beitragvon Koimaxe » 16.12.2007, 20:34

Hallo Rudi,

ich behaupt nicht das es ein Patentrezept gibt. Ich bin grundsätzlich (!!) der Meinung, dass jedes Becken anders ist und jedes Becken hat seine eigeinen Gesetze.

In der Aquaristik ist nichts absolut und für die Algen gilt das noch mehr.


tut mir Leid Rudi, das ist mir zu pauschal. Stimmt für mich so nicht!

Man kann nur Empfehlungen geben und so bescheiden sein nur für sein Aquarium zusprechen.


hab ich gemacht oben in meiner Antwort.


Ob nun ein Filter zur Verbreitung der Algen beiträgt oder nicht ist ebenfalls relativ.


Das ist mir ebenfalls zu pauschal. Und es ist alles relativ, wenn man nicht genau hinsieht.


Also, ist der Filter eher kein positives Beispiel das man als Ursache anführen könnte. Rein von seiner Funktion fällt er eher aus dem Kreis der Verdächtigen heraus.


diese Aussage von dir ist leider falsch. Der Filter spielt eine erhebliche Rolle in diesem Spiel. Gründe habe ich genannt.


Dein Hinweis auf meinen Post..

Auch hier wieder eine Art Garantie, dass es Patentrezepte gäbe.


Was soll das denn?
Algen entwickeln sich in einem Aquarium nach einem ganz klaren und reproduzierbaren Schema! Das puhl ich mir nicht aus dem Fingern oder dem Zauberhut??
Es geht vom Einrichten des Aquariums bis hin zum gereiften Aquarium. Für einen Neueinsteiger ist es wichtig zu wissen, das bestimmte Algenarten wie Diatomeen, Cyanobakterien und/oder Bryopsisarten innerhalb der ersten Wochen absolut normal sind. Ihr Fehlen wäre als unnormal zu bezeichnen. Bleiben diese aber später liegen klare Mängel oder ein Überangebot vor. Die Herren Delbeek (1990 a und b) sowie Fossa und Nielsen (1996) beschreiben das sehr eindeutig anhand stichhaltiger Nachweise. Meine eigenen Beobachtungen bestärken mich noch darin.

Im Aquarium ist vieles anders wie in der Natur und gerade im Aquarium ist das Gleichgewicht statischer. Die Nährstoffkreisläufe sind kleiner und die Substanzen reichern sich entweder an oder werden Mangelware.
Dazu kommt noch das Liebig´sche Minimumgesetz.

Es kommt auf die Einbauhöhe an. Aber gleichzeitig wäre zu sagen, dass dein erwähnter Effekt nicht dem Filter zuzuordnen ist, sondern der Strömung die ebenfalls einen Beitrag zum Wachstum der Algen liefern kann.


Hier gebe ich dir Rech, nicht jedoch was den Filter anbelangt! Die Wasserbewegung ist ein physikalischer Faktor und wirkt sich auf verschiedenste Weise aus auf das Wachstum der Algen. Starke Wasserströmung kann Bodengrund bewegen und so die Entstehung von Mikroalgenmatten begrenzen. Auch kann eine stärkere Wasserströmung die Ansiedlung von Fadenalgen-Fragmenten behindern. Schwache Strömung begünstigt das Absetzen von nährstoffreichen Detritus. In Kombination mit starker Beleuchtung kann eine schwache Wasserströmung darum die Entstehung von Algenwachstum fördern.


Ich sehe das nicht als Patenrezept, sondern was Algen betrifft muß man die Summer der Faktoren betrachten die in Frage kommen. Und die sind nicht mystisch oder herbeigezaubert sondern gehen immer nach einem reproduzierbaren Schema vor. Wer ein Algenproblem hat und bestimmte limitierende Faktoren nicht berücksichtigt ist selber Schuld. Das ist mein Konsenz daraus (wohlgemerkt..meiner).
Viele Grüße

Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier ebenso geahndet wird wie das Verbrechen am Menschen.
(Leonardo da Vinci)


Wer etwas Tun will sucht Wege es zu tun...Wer etwas nicht will sucht Gründe es nicht zu tun...
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Beitragvon Symphysodon » 16.12.2007, 21:01

Frank, lassen wir das. Es führt zu weit. Jeden Beitrag auseinander zu nehmen hast du schon mal negativ kritisiert, nämlich, als deine Beiträge zerpflückt wurden. Wenn du meine Sätze vorbehaltlos lesen würdest, müsstest du auf ähnliche Gedanken kommen wie ich. So verzwickt habe ich das nicht geschrieben und hineindeuten muss man auch nichts. Das würde die Diskussion nur unübersichtlicher werden lassen und wir kommen am Ende vielleicht zu der überflüssigen Feststellung, weshalb in China ein Reissack umgefallen ist. :lol:
Was hat unser Threadstarter davon wenn Kleinigkeiten durchgekaut werden? Das Thema ist so komplex, dass das nur eine Winzigkeit vom Ganzen ist. Sorry, bin jetzt auf die Thematik, Filter, eingegangen.
Grüße
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