Luftheber

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Luftheber

Beitragvon emil1962 » 22.02.2007, 01:53

Hallo

Anbei der Bau eines sehr wirkungsvollen Luftehebers aus einfach zu beschaffenden Teilen:

Je nach Beckenhöhe, ein ca.15cm langes 16mm Kabelrohr:
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Und ein ca.8cm langes Stück:
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Noch ein passender 90° Winkel:
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Und schon ist die Konstruktion verbunden:
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In das lange Rohr werden ca. 3 bis 4cm vom unteren Ende zwei Reihen dünne Löcher gebohrt mit einem 0.8 oder 1mm Bohrer:
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Um die Luft durch diese Löcher in das Rohr zu bekommen, brauchen wir eine Druckdose, die aus einer Filmdose hergestellt werden kann:
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In den Boden wird mittig ein 15mm großes Loch gebohrt und seitlich ein 5mm großes Loch für den Luftschlauch:
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In den Deckel wird ein 15mm großes Loch gebohrt:
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Fertig und mit gestecktem Luftschlauche sieht die Druckdose dann so aus:
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Jetzt alle Teile zusammenstecken:
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Und in das Becken hinter die Matte hängen:
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Die 15mm Löcher lassen sich mit einem Forstner Bohrer am leichtesten bohren. Ein Holzbohrer tut es auch. Das 5mm Loch sollte auch mit einem Holzbohrer gebohrt werden. Es ist sehr wichtig saubere und runde Löcher zu bohren, sonst ist die spätere Dichtigkeit nicht gewährleistet.

Wir der Luftheber hinter der Matte nicht befestigt, so hat er wegen der Druckdose viel Auftrieb und kann nach oben schwimmen. Etwas grober Kies in der Druckdose kann das ausgleichen.

Der Wirkungsgrad einer solchen Konstruktion ist sehr gut, also erreicht man einen maximalen Wasserdurchsatz bei minimaler Luftmenge.

Wird die Unterkante des Auslasses direkt an der Wasseroberfläche positioniert, so blubbert fast nichts und ist so gut wie nichts zu hören. Die Luftpumpe selbst, könnte wegen deren Geräuschentwicklung auch in einem anderen Raum untergebracht werden.
Viele Grüße
Emil
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 22.02.2007, 18:23

Hallo,

das ist ja Klasse. Eine wirklich gute und einfache Idee. Danke Emil.

Gruß

Matthias
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Beitragvon Phoenixtear » 27.03.2007, 00:34

Hallo miteinander,

ich beschäftige mich schon geraume Zeit mit HMF und den dazugehörigen Lufthebern.
Unter anderem habe ich auch eine ähnliche Variante wie die oben beschriebene ausprobiert (tschechische Variante, allerdings nur mit Rohren unterschiedlichen Durchmessers mit entsprechenden Abstandhaltern anstatt einer Filmdose), bin aber nicht so vollständig zufrieden damit.
Mein Problem sind einerseits die beschaffbaren Materialien und andererseits der Platzverbrauch (ich biete für Bastelunwillige unter anderem unter http://www.mattenland.de - hoffentlich gilt das nicht als als unlautere Werbung, ansonsten sollte es bitte ein Moderator oder Admin löschen - fertige HMF an, dabei auch eine platzsparende Variante, bei der die Luftheber praktisch in die Matte integriert werden. Da achte ich auf eine möglichst raumsparende Bauweise).

Nun meine eigentliche Frage: Ich habe kürzlich mit der teilweise vorgefertigten Variante eines Lufthebers rumgebastelt, bei der ein kleiner Luftausströmerstein die Funktion der Lufteinbringung übernimmt. Das Prinzip funktioniert wunderbar, allerdings habe ich keinerlei Langzeiterfahrung damit.
Hat schon einmal jemand diese Bauweise ausprobiert und wenn ja, gibt es Langzeiterfahrungen damit - funktioniert es problemlos, setzt sich der Ausströmerstein irgendwann zu und läuft nicht mehr so, wie er das sollte etc.

Über Rückmeldungen würde ich mich freuen! :)

Gruß, Daniel
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Beitragvon keylin » 27.03.2007, 10:07

hi!

gegen das zusetzen kann man was machen. einem bekannten von mir sind mehrere tschechische luftheber verstopft. er hat sie dann in h202 (wasserstoffperoxid) gelegt und weg waren die verstopfungen, weil alles organische zersetzt wurde.
keylin
 

Beitragvon Phoenixtear » 28.03.2007, 17:04

Hi Maya,

dass man die Luftheber wieder reinigen kann, ist mir schon klar (auch wenn ich die Wasserstoffperoxid-Methode so noch nicht kannte, danke für den Hinweis!).
Aber um den Luftheber zu reinigen, muss ja immer die Matte soweit entfernt / gelöst werden, dass man an die Luftheber ran kommt. Gerade das wollte ich weitestgehend vermeiden, deshalb die Frage, wie kritisch die Problematik mit dem Zusetzen bei Ausströmersteinen überhaupt ist.

Gruß, Daniel
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