Garnelenbecken

Schnecken, Krebse und Krabben, Garnelen oder ähnliches sind hier das Thema

Garnelenbecken

Beitragvon Guppyfan » 15.10.2007, 08:01

Hallo

Ich wollte mal fragen wie viel liter ich für ein Garnelenbecken brauche.
Und was muss ich beachten?
Muss ich das Becken einlaufen lassen,was füe ein Filter brauche ich?


http://cgi.ebay.de/Aquarium-Aqua-Qube-4 ... dZViewItem[url] aquarium

gruß guppyfan
Zuletzt geändert von Guppyfan am 16.10.2007, 10:59, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon Tara » 15.10.2007, 10:32

Hi!

Garnelen können in Becken ab 12 Litern gehalten werden. Das Becken aus dem Link ist auch sehr gut geeignet. Filter ist soweit ich gesehen schon ein Hängefilter dabei. Wichtig ist, dass der EInlauf des Filters garnelensicher ist. Das ist aber eigentlich bei dem. Einlaufen lassen musst du es genauso wie bei Fischen. Als Kies kann ich dir den FertiSoil empfehlen( einfach mal bei Google eingeben). Wichtig bei dem Kies ist, dass das Becken mindestens 6 Wochen läuft bevor Garnelen rein können. Er gibt in der Anfangszeit recht viel Dünger ab, deswegen sollte man wöchentlich die Hälfte des Wasser auswechseln. Danach ist er aber super klasse. Moose wachsen bei diesem Kies super. Meine Cryptocorynen haben schon nach kurzer Zeit Ableger ( hatte ich sonst nie).

Bye

Tara
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Beitragvon Koimaxe » 15.10.2007, 12:35

Gehört das nicht ins Forum "Wirbellose" ???
Viele Grüße

Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier ebenso geahndet wird wie das Verbrechen am Menschen.
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Beitragvon emil1962 » 15.10.2007, 12:37

Hallo guppyfan

Die Beckengröße sollte sich an den späteren Absichten orientieren. Manche Garnelenarten (z.Bsp. RedFire) vermehren sich bei guten Bedingungen extrem schnell und können ein kleines Becken kippen.

Obwohl Garnelen recht klein sind, fressen diese extrem viel und sche..... auch entsprechende Mengen. Das verstopft sehr schnell den Filter. Aus diesem Grund wäre ein Filter vorteilhaft, welcher einfach zu reinigen ist.

Der Nachwuchs ist nach dem Schlupf mit bloßem Auge nicht zu erkennen und landet natürlich auch im Filter. Bei mir haben sich großflächige Mattenfilter mit Luftheber Pumpe sehr gut bewährt. Innen- bzw. Außenfilter mit Ansaugschutz habe ich als sehr unpraktisch empfunden, weil sich der Ansaugschutz laufend zusetzte und immer wieder gereinigt werden mußte und trotz Vorkehrungen, immer wieder Garnelen im Filter zu finden waren.

Was den Bodengrund anbelangt, hat sich dieser auf Dauer als Hindernis erwiesen. Bei starkem Besatz (durch zunehmende Vermehrung) lagert sich extrem viel Kot am Boden ab. Ist Nachwuchs im Becken (und das ist ständig der Fall), kann der Dreck nicht abgesaugt werden, weil auch der Nachwuchs gleich mit eingesaugt wird. Persönlich halte ich die Garnelen auf wenigen Milimeter Kies, um gerade einmal das Glas zu bedecken. Als Pflanzen eignen sich dann nur noch Schwimmpflanzen wie Teichlebermoos, Javamoos und Haftpflanzen wie Javafarn. Es bleibt aber jedem Halter selbst überlassen, wie das mit dem Boden und den Pflanzen geregelt wird. Auf jeden Fall sollten keine Pflanzen zum Einsatz kommen, die viel Oxalsäure abgeben und auch keine anspruchsvolle Pflanzen die viel Dünger benötigen.

Als Einrichtung ist Mangrovenholz sehr vorteilhaft, weil die darauf wachsenden Algen von Garnelen gefressen werden. Meine Garnelen halten sich meistens auf dem Holz auf.

Daß nur richtig eingefahrene Becken in Frage kommen, versteht sich natürlich von selbst. Wöchentliche Wasserwechsel haben sich bei mir als vorteilhaft erwiesen.

So richtig zur Geltung, kommen Garnelen nur in reinen Artenbecken. Sind potentielle Freßfeinde unterwegs, verstecken sich die Garnelen und vermehren sich irgendwie auch schlechter (meine Beobachtungen). Gehalten hatte ich Garnelen in 12Liter 30x20x20, in 25Liter 40x25x25, in 54Liter 60x30x30 und in 112Liter 80x35x40 Becken. Mangels Zeit habe ich nur noch ein 112Liter Garnelenbecken mit gut 400 Red Fire, in dem auch ein älterer Procambarus Clarkii Bock sitzt, den die Garnelen offensichtlich nicht kümmern, weil diese zum Teil auf ihm sitzen und die Algen von dessen Panzer abweiden. Gefiltert wird über eine 25x40cm große Eckmatte mit Luftheber dahinter. Das Becken ist unbeheizt, die Wassertemperatur liegt bei um die 21°C.
Viele Grüße
Emil
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Beitragvon Tara » 15.10.2007, 13:37

Hallo Emil!

Ich kann eher Moorkienholz empfehlen. Bei Mangrovenholz ist oft das Problem, dass es noch nicht richtig "tot" ist. Die gehen mit Kettensägen in den Mangrovenwald und schneiden dort Stücke raus. Ist das Holz optisch! trocken kommt es in den Handel. Dies kann hohe Nitratwerte zur Folge haben, da das Holz im Wasser dann gammelt. Wie gesagt KANN.

Garnelenbabys sind mit dem bloßen Auge zu sehen und ich bin weitsichtig :wink: Frisch geschlüpfte sind ca. 1,5mm groß.

Auch das mit der Oxalsäure ist bloße Panikmache. Meine Becken sind mit den "bösen" Cryptocorynen bis zum Rand bepflanzt und ich schneide und kürze dort regelmäßig und noch nie ist mir eine Garnele deswegen eingegangen. Auch dürfte man dann seinen Garnelen zum Beispiel kein Spinat füttern, was ein super Garnelenfutter ist, weil dieser viel mehr Oxalsäure als Cryptocorynen enthält.


Tara
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Beitragvon Guppyfan » 15.10.2007, 16:50

Hallo


Kann ich nicht das Aquarium Wasser von meine Aq nehemen,
dann muss man doch nicht so lange wegen der einlauffase warten oder ?
Guppyfan
 

Beitragvon elfe78 » 15.10.2007, 17:39

Hi Guppy,

das wäre eine Möglichkeit, allerdings sind im AQ-Wasser lange nicht genug Bakterien vorhanden um eine Einlaufphase zu verkürzen. Wenn du allerdings das Filtermaterial deines jetzigen Beckens ein wenig im neuen Becken ausdrückst/spülst, dann kann dass das wachsen eines Bakterienstammes beschleunigen :D

Wird auch animpfen genannt, da findest du mit Sicherheit einiges zu unter der Such-Funktion :D
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Beitragvon Guppyfan » 15.10.2007, 20:30

Hi

Morgen werde ich versuchen ein 21 liter becken zu kaufen.
Mein Nachbar hat garnelen im überfluss.
Er hat zu mir gesagt: Kauf dir ein neues Becken und ich schenke dir die verschiednesten garnelen. 8)
gibt es auch andere Fraben von garnelen außer rot

Gruß guppyfan
Zuletzt geändert von Guppyfan am 17.10.2007, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon elfe78 » 15.10.2007, 20:42

Hi Guppy,

bin jetzt nicht der Garnelenexperte, aber ich würde dir raten, erstmal zu guggen, welche Garnelen dein Nachbar da so pflegt.

Und dann Freund Google bemühen, um herauszufinden, ob du die überhaupt alle miteinander vergesellschaften kannst. Hab mal was von ner Kreuzungstabelle gehört/gelesen, von wegen, welche Garnis man lieber nicht vergesellschaften sollte.

Und ich denke, dass es sicherlich auch bei Garnelen verschiedener Arten verschiedene Ansprüche an Wasserquali und dergleichen gibt. Also, erst erkundigen, dann nehmen. Auch wenn sie für geschenkt sind!!!

Und nein, es gibt Garnelen nicht nur in Rot, soviel weiß ich sicher :D

verschoben nach Wirbellose Matthias
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Beitragvon emil1962 » 16.10.2007, 10:49

Hallo Tara

Hallo Emil!

Ich kann eher Moorkienholz empfehlen. Bei Mangrovenholz ist oft das Problem, dass es noch nicht richtig "tot" ist. Die gehen mit Kettensägen in den Mangrovenwald und schneiden dort Stücke raus. Ist das Holz optisch! trocken kommt es in den Handel. Dies kann hohe Nitratwerte zur Folge haben, da das Holz im Wasser dann gammelt. Wie gesagt KANN.


Moorkienholz aus dem Handel, stammt bei uns zum Teil aus verseuchten polnischen Sümpfen. Bei Naturdeko kann man leider nie davon ausgehen, daß es sich um unbedenkliche und einwandfreie Ware handelt. Auch nicht bei Markenartikel. Es wird sich auch für jeden Einzelfall ein pro und contra Argument finden lassen.

Garnelenbabys sind mit dem bloßen Auge zu sehen und ich bin weitsichtig Frisch geschlüpfte sind ca. 1,5mm groß.

Das hängt natürlich von der Garnelenart ab. Manche sind winzig, andere weniger winzig. Was ich mit "nicht sichtbar" verdeutlichen wollte, ist die Tatsache, daß diese im Mulm nicht, bzw. sehr schlecht zu erkennen sind und bei der Reinigung mit entsorgt würden.

Auch das mit der Oxalsäure ist bloße Panikmache. Meine Becken sind mit den "bösen" Cryptocorynen bis zum Rand bepflanzt und ich schneide und kürze dort regelmäßig und noch nie ist mir eine Garnele deswegen eingegangen. Auch dürfte man dann seinen Garnelen zum Beispiel kein Spinat füttern, was ein super Garnelenfutter ist, weil dieser viel mehr Oxalsäure als Cryptocorynen enthält.

Hängt natürlich von der Konzentration ab. Manche Garnelenarten reagieren dabei auch empfindlicher als andere. Sie müssen auch nicht sofort tot umkippen, nur kann das auf Dauer die Tiere schwächen sowie deren Farbpracht und Vermehrungsfreudigkeit einschränken.
Viele Grüße
Emil
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Beitragvon keylin » 16.10.2007, 11:57

emil1962 hat geschrieben:

Auch das mit der Oxalsäure ist bloße Panikmache. Meine Becken sind mit den "bösen" Cryptocorynen bis zum Rand bepflanzt und ich schneide und kürze dort regelmäßig und noch nie ist mir eine Garnele deswegen eingegangen. Auch dürfte man dann seinen Garnelen zum Beispiel kein Spinat füttern, was ein super Garnelenfutter ist, weil dieser viel mehr Oxalsäure als Cryptocorynen enthält.

Hängt natürlich von der Konzentration ab. Manche Garnelenarten reagieren dabei auch empfindlicher als andere. Sie müssen auch nicht sofort tot umkippen, nur kann das auf Dauer die Tiere schwächen sowie deren Farbpracht und Vermehrungsfreudigkeit einschränken.


moin!

aber oxalate fallen recht flink aus, sobald ca vorhanden ist. sicherlich gibt es noch weitere zusammenhänge zwischen dem einbringen von pflanzen und etvtl sterbenden garnelen (dünger?).
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Beitragvon emil1962 » 16.10.2007, 12:37

Hallo Maya

aber oxalate fallen recht flink aus, sobald ca vorhanden ist. sicherlich gibt es noch weitere zusammenhänge zwischen dem einbringen von pflanzen und etvtl sterbenden garnelen (dünger?).


Es gibt unendlich viele Gründe damit etwas nicht funktioniert und genau deshalb, versuche ich die vermeintlichen bzw. bekannten Gründe im Vorfeld auszuschließen.

Zum Thema Oxalsäure: Für Garnelen ist es nicht relevant, daß Oxalate rasch zerfallen. Es kommt primär auf deren punktuellen Entstehung (beim Zurückschneiden an Schnittstellen der jeweiligen Pflanze) an, sowie deren punktuellen Aufnahme, durch eine sich zufällig in jenem Bereich aufhaltenden Garnele. Deshalb sind dann unter Umständen auch nur einige Garnelen betroffen, eben jene, die das Pech hatten, eine hohe Dosis abzubekommen.
Viele Grüße
Emil
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Beitragvon keylin » 16.10.2007, 13:38

moin!

und warum überleben dann garnelen (mit verschiedenen arten ausprobiert) in einem 10liter eimer mit frisch zerstückelten anubias und cryptos? :wink:
keylin
 


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