Warum sterben bei mir so viele Fische?

Rund um die Diagnose und mögliche Therapien von Krankheiten der Zierfische.

Beitragvon Koimaxe » 12.11.2007, 03:22

Die Tiere sind entweder an Lebercalcinose oder Steatosis verstorben. Der gekrümmte Rücken verweist nicht (!) auf Fischtuberkulose oder Vergiftung sondern so gut wie immer auf Mangelernährung oder Inzucht. Allerdings ist der krumme Rücken bei Inzucht ab Geburt und nicht "nachträglich". Stellt er sich später ein ist es Mangelernährung. :wink:

Da Fischtuberkulose hochgradig infektiös ist, wäre der Gesamtbestand hingerafft worden. Da es aber auffallend stark die "Lebendabteilung" getroffen hat kann man hier getrost von einer mangelhaften und fehlenden Vitamingabe zum Futter ausgehen. Ich bin auch nicht der Meinung das zuviel gefüttert wird, sofern die Fische alles wegputzen. Dies ist aber nicht der Fall und eher selten.

Und was hat der Nitratwert damit zu tun??? Gar nichts um genau zu sein. Zumindest nicht in diesem Fall. Selbst wenn dieser 200mg wäre, würde das immer noch nicht die Verkrümmungen begründen, sondern höchstens zu einer Freßverweigerung führen. Wäre mir in 30 Jahren das erste Mal begegnet wenn sich Nitrat direkt für solcherlei Phänomene als Verantwortlich zeigt.


Abgesehen davon, ist Fisch-TBC sehr selten in heimischen Aquarien zu finden. Viel häufiger ist die infektiöse Bauchwassersucht als Ursache zu nennen die auch wesentlich häufiger als Todesursache in Begleitung mit Schuppensträube, Afterblutungen, Trübungen usw zu nennen ist. Allerdings ist sie nicht weniger infektiös und nicht weniger gefährlich.
Das Becken müßte (!) auf jeden Fall behandelt werden und zwar via Trockenlegung (wenn es so wäre).

Ist aber nicht nötig, da eine "Verkrümmung" der Wirbelsäule bei Fischen die vormals "normal" waren nicht in diese Kategorie fallen.
Viele Grüße

Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier ebenso geahndet wird wie das Verbrechen am Menschen.
(Leonardo da Vinci)


Wer etwas Tun will sucht Wege es zu tun...Wer etwas nicht will sucht Gründe es nicht zu tun...
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Beitragvon Hitzelsperger » 12.11.2007, 17:16

ich habe aber vor ca. 3wochen auch schon einen höheren Nitritwert gehabt.Und in dieser Zeit ist auch ein Fisch ...oder waren es zwei :?:
gestorben.
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Beitragvon gezina » 12.11.2007, 17:53

Hallo!

Koimaxe hat geschrieben:Die Tiere sind entweder an Lebercalcinose oder Steatosis verstorben. Der gekrümmte Rücken verweist nicht (!) auf Fischtuberkulose oder Vergiftung sondern so gut wie immer auf Mangelernährung oder Inzucht. Allerdings ist der krumme Rücken bei Inzucht ab Geburt und nicht "nachträglich". Stellt er sich später ein ist es Mangelernährung. :wink:


Na da bin ich ja beruhigt. Das stand ja auch bei mir ganz oben auf der Liste...


Koimaxe hat geschrieben:Und was hat der Nitratwert damit zu tun??? Gar nichts um genau zu sein. Zumindest nicht in diesem Fall. Selbst wenn dieser 200mg wäre, würde das immer noch nicht die Verkrümmungen begründen, sondern höchstens zu einer Freßverweigerung führen. Wäre mir in 30 Jahren das erste Mal begegnet wenn sich Nitrat direkt für solcherlei Phänomene als Verantwortlich zeigt.


Ich hatte bisher den Gedanken, dass ein gekrümmter Rücken auch ein Symptom einer Vergiftung sein kann. Daher die Frage nach dem Nitrat, welches ja bei häufiger (evtl. zu reichlicher) Futtergabe ziemlich hochschnellen kann und ab 50 bestimmt nimmer sooo gesund ist.

Koimaxe hat geschrieben:Abgesehen davon, ist Fisch-TBC sehr selten in heimischen Aquarien zu finden.


Das stimmt! Aber deswegen muss man es ja nicht gleich ausschließen und er sprach schon mal davon, dass er nicht nur einzelne, sondern reichlich Ausfälle hatte.

Hitzelsperger hat sich bei mir schon Futtertips per PN geholt. Wenn unsere Vermutung stimmt, dann sollten es nicht mehr zu so gehäuften Ausfällen kommen.

Also, Danke für Deine Hilfe. Nächstes mal wär nen Hallo, nen Tschüss und ein netter Ton sicher nicht verkehrt. Dann fühlt man sich nicht so angebellt.

@Hitzelsperger:
Eine Nitritvergiftung kann auch Wochen nachdem erhöhte Werte festgestellt wurden noch zum Tod führen. Das nennt man dann schleichende Nitritvergiftung oder so. Der Körper nimmt das Gift auf und wird es nicht wieder los.
Wenn aber ein gekrümmter Rücken KEIN Symptom einer Vergiftung ist, wie Koimaxe sagte, dann passt das auch nicht so richtig...


LG nadine
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Beitragvon Symphysodon » 12.11.2007, 19:10

ev_84 hat geschrieben:Also, die Wasserwerte sind für Guppys voll in ordnung.
Ein gekrümmter Rücken kann auf folgendes Hinweisen:

Mangelernährung
Fisch-Tuberkulose
Inzucht
Vergiftung

Fehlt noch was? Darf gerne berichtigt werden.


Sind die Fische denn überhauptgar nicht auffällig gewesen? "Hecheln" oder komisches Schwimmen oder zu ruhig?

Reich uns doch bitte noch nach Was du fütterst wieviel davon und wie oft.
Außerdem würde mich der NO3 Wert (Nitrat) interessieren.
LG nadine


Zippo2005 hat geschrieben:
Hitzelsperger hat geschrieben:Hi,
okay bedeutet das ich kein Nitrit in meinem Wasser habe.
[/list]


Na ja okay bedeutet dieses aber nicht. Es gibt auch andere Faktoren die für Fische nicht gesund sind. Okay bedeutet das ich für meine Fische die ich Pflege optimale Wasserwerte habe. Dabei ist es wichtig nicht nur den NO2 Wert zu beachten sondern das die KH und auch der PH Wert stimmen.

Gruß

Joachim


Mir ist auf Dauer der CO2 Gehalt zu hoch. Der dürfte bei ca. 30 mg/l liegen. Wenn von Vergiftung gesprochen wird kann ich auch das CO2 als mögliche Ursache mit anführen. Wenn die Tiere ihr eigendes CO2 schlecht abatmen können seigt der Säuregrad des Blutes an und die Tiere gehen ebenfalls ein.
Grüße
Rudi
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Beitragvon gezina » 12.11.2007, 19:35

Hmm, heißt das nun es könnte doch eine Vergiftung sein? Ich muss sagen ich habe nicht nachgerechnet :oops:

Heisst das dann auch eine gekrümmter Rücken KANN Symptom einer Vergiftung sein? Oder ist da noch was anderes der Grund?


LG nadine
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Beitragvon Symphysodon » 12.11.2007, 19:48

ev_84 hat geschrieben:Hmm, heißt das nun es könnte doch eine Vergiftung sein? Ich muss sagen ich habe nicht nachgerechnet :oops:

Heisst das dann auch eine gekrümmter Rücken KANN Symptom einer Vergiftung sein? Oder ist da noch was anderes der Grund?


LG nadine


Kann ich nicht so beantworten. Weiß also nicht wie sich ein niedriger pH-Wert des Blutes diesbezüglich auswirkt.
Grüße
Rudi
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Beitragvon Hitzelsperger » 25.11.2007, 15:20

Hi,
ich habe jetzt in den letzten zwei Wochen viel weniger und anders gefüttert und seitdem ist kein Fisch mehr gestorben :D .
Deshalb war es vielleicht wirklich viel zu viel gefüttert.Aber trozdem vielen Dank für eurern Ratschläge.
Hitzelsperger :fisch:
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Beitragvon Chris 1 » 02.01.2008, 10:21

durch zu viel futter kommt leicht phosphat ins becken, war bei mir letztens ne ursache für tote fische.
vielleicht mal lieber überprüfen.

vg chris
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Beitragvon gezina » 02.01.2008, 12:14

Hitzelsperger hat geschrieben:Hi,
ich habe jetzt in den letzten zwei Wochen viel weniger und anders gefüttert und seitdem ist kein Fisch mehr gestorben :D .
Deshalb war es vielleicht wirklich viel zu viel gefüttert.Aber trozdem vielen Dank für eurern Ratschläge.


Das freut mich zu hören!

LG nadine
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Beitragvon Symphysodon » 02.01.2008, 13:25

ca. 8-11dKH
mein ph wert beträgt immer um die sieben


Wohin dendieren denn die Werte, nach oben oder nach unten?

Ich denke, dass es am hohen CO2 Gehalt liegt.
Zum Beispiel: KH11 und pH 6,8 = 49 mg/l CO2 = viel zu hoch.
Die Tiere können ihr eigenes CO2 nicht abatmen und der pH-Wert im Blut steigt (auch bei niedrigerem CO2-Wert,) das Ergebnis ist, dass die Tiere langsam sterben. Müssten auch schnell geatmet und sich ander Wasseroberfläche aufgehalten haben.

Verschoben nach "Krankheiten"
Grüße
Rudi
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Beitragvon elfe78 » 02.01.2008, 16:55

Hi ihr Lieben :D

*klopfklopf*... guckt doch bitte mal aufs Datum des Threads... denke, wenn noch was gewesen wäre, hätte sich Hitzelsperger längst mal wieder dazu geäußert :D
LG, Simone Bild
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