Rotkopfsalmler - super emfindlich?

Rund um die Diagnose und mögliche Therapien von Krankheiten der Zierfische.

Rotkopfsalmler - super emfindlich?

Beitragvon Scarlett » 02.04.2008, 18:39

Hallo an Alle!

Ich habe mir vor 2 Wochen einen Schwarm Rotnasen gekauft. Sie sollten nach der Quarantäne zu meinen L46 als Beifische. Ich hatte mich schon vorab informiert und in Erfahrung gebracht, dass dieser Schwarmfisch sehr empfindlich auf Wasserbelastungen reagiert, somit nimmt er sich in den Ansprüchen meiner Zebras ja nicht viel :wink:
Ich kaufte mir einen Schwarm und setzten ihn in ein 72 Liter Quarantänebecken. Ein Fisch überlebte den Transport leider nicht :evil:
Jeden Tag wechselte ich 25 % des Beckens, fütterte abwechslungsreich und machte eine Vitaminkur, da die Fische einen schmächtigen Eindruck machten. Nach ein paar Tagen die ersten Pünktchen :?
Ich behandelte mit Malachitgrün nach Vorschrift des Herstellers. Daraufhin war ein größerer Wasserwechsel notwendig, der vorsichtig und mit angeglichenen Werten erfolgte, ein Fisch starb kurz darauf aus mir unerklärlichen Gründen. Bei einem weiteren Wasserwechsel ein paar Tage nach der Behandlung - alles schien gut, verfing sich einer in einer Gruppe Cabomba, die aufgrund des sinkenden Wasserspiegels "in sich zusammensackte". Eigentlich kein Problem ich war dabei und drückte mit dem Finger die Pflanze noch ein Stück nach unten (ohne den Fisch zu berühren), damit dieser wieder genug Wasser zum Schwimmen hatte. Dieser "fing" sich nie wieder, er taumelte als ob er nicht mehr wusste wo oben oder unten wäre und starb ein paar Minuten später (Stress?). Als ich nach der Quarantäne die Fische umsetzen wollte sind mir nach dem Fangen 4 (!) Fische umgekippt, noch bevor ich Wasserwerte angleichen konnte. Ich hatte den Beutel gerade in das neue Becken gehängt, da sah ich das! Das Umsetzen hab ich gleich abgebrochen...
Ich bin jetzt extrem vorsichtig mit denen...und die restlichen 8 sind stabil. Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gesammelt? Oder sind meine vielleicht nur so extrem?

Danke im voraus und Gruß!

Scarlett
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Beitragvon Angel » 02.04.2008, 20:40

Ok die fische sind etwas empfindlicher als andere...aber nicht so heftig...irgendwie klingt das fuer mich sehr schwer dan nach das du kranke fische gekauft hast.

Was sind denn deine Werte und Temperatur in dem AQ? Was sind deine 'beifische' (stressmacher dabei?)
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Beitragvon Scarlett » 02.04.2008, 20:55

hm, das würde erklären, weshalb sie im Angebot waren...
Aber warum nur beim Wasserwechsel/Umsetzen? :roll:
Vor dem Versuch sie Umzusetzen waren sie 3 Wochen stabil ohne Verluste...
Ich tippe immer noch auf erhöhte Stressanfälligkeit, immerhin dauert es auch a bissel, bis man diesen flinken Schwarmfisch gefangen hat.

Also zu deiner Frage, da es sich um ein Quarantänebecken handelt, sind keine weiteren Beifische drin.
Wasserwerte sind nicht bombig, aber i.O. Habe mit anderen Weichwasserfischen keine Probleme.

PH 7
GH 11
Nitrat n.n.
Nitrit n.n.
Phosphat unter 0,5
Temperatur: 27°C (kurzfristig mal auf 28° erhöht wegen Ichtyo)

Becken 60x30x40, Javamoos und Cabomba, Eheim-Außenfilter, Dauerbelüftung
Zuletzt geändert von Scarlett am 02.04.2008, 21:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Angel » 02.04.2008, 20:57

Ich hatte verstanden du hattest in Quarantane schon verluste.

Hast Du sie jetzt dort gelassen oder umgesetzt?
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Beitragvon Scarlett » 02.04.2008, 21:02

Ich hatte nur im Quarantänebecken die Verluste, da ich das Umsetzen abgebrochen habe...
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Beitragvon aliena4 » 03.04.2008, 12:01

hallo,

gerade mit rotkopfsalmlern habe ich die erfahrung gemacht, dass sie völlig unempfindlich und unproblematisch sind. evtl ist natürlich mein super weiches wasser genau ideal für sie, aber das sind die fische, bei denen ich bisher am wenigsten erkrankungen und verluste hatte.

vielleicht war das 2x umsetzen zuviel für sie? erst vom laden zu dir und dann vom quarantänebecken ins normale?
Liebe Grüße

Andrea

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Beitragvon Scarlett » 03.04.2008, 13:33

Huhu Aliena,

zwischen Zooladen und dem 2.ten Mal Umsetzen (wie gesagt, es kam nicht mal zum Wasseraustausch) lagen 5 Wochen. In dieser Zeit wurden sie regerecht gepäppelt und wirkten auf mich auch sehr vital, gut genährt und farbintensiv, andernfalls hätte ich das Risiko meine Zebras betreffend nicht in Kauf nehmen wollen.
Ich habe sehr sehr viele Weichwasserfische und wenn ich diese vergleiche, so sind die Rotnasen deutlich empfindlicher! Ich vermute auch eine erhöhte Stressanfälligkeit, denn sie verhalten sich auch recht schreckhaft (das Quarantänebecken ist deswegen sehr dunkel eingerichtet, mit schwarzer Rückwand und schwarzem Sand und bietet viele Unterschlupfmöglichkeiten um Stress zu minimieren).
Aber um eine generelle Aussage über die Anfälligkeit zu treffen habe ich sie noch nicht lange genug...

Ich werde das nun weiter beobachten...und mir beim nächsten Umsetzen den halben Tag freihalten :roll:
Aufstocken werde ich den Schwarm vorerst nicht...
Scarlett
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Beitragvon Angel » 03.04.2008, 16:23

Waere schoen wenn hier noch andere ihre erfahrung melden koennten....aber fuer mich klingt's echt irgendwie nach krank gekauften tieren...
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Beitragvon AbcSchuetze » 03.04.2008, 19:56

Ich habe unterschiedliche erfahrungen mit diesen fischen gemacht. Und kann aus diesem Grunde mit großér sicherheit behaupten das sie extrem stress anfällig sind. Aber sollte man sie langsamm an diesen stress gewöhnen dann kann ihnen das auch auch gewöhnen ;).
Also mein bruder hatte sein becken auf gelöst und wohnt in einem anderen ort und der hat mir die fische vorbei gebracht und habe sie aus dem eimer gleich in mein becken gesetz was man sicher nie machen sollte. Jedoch man möchte es nicht glauben nicht einer ist dabei drauf gegangen.
Wo drauf du auch achten musst ist das sie ja wie du selber weisst gern hin und her schwimmen deshalb entfehle ich einen Käscher der eigentlich viel zu groß für die fische sind. Jedoc habe ich damit besser erfahrungen gemacht als einen zu nehmen wo sie vielleicht grade einmal rein passen.

Ich vermute auch einmal ich hätte die fische gleich ins normale becken gesetz, weil sie brauchen ihre Zeit bis sie sich an ein neues Becken gewöhnt haben. Und deshalb sind 5 Wochen für die aus meinen erfahrungen grade mal so weit das sie sich an das Becken gewöhnt haben. Deshalb zu oft umziehen in kurzer zeit ist für keine fisch gut aber für die Rotnasen gifft ;)
Also meine Erfahrungen hier zu.

mfg André
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Beitragvon Scarlett » 03.04.2008, 20:20

Es tat mir ja auch leid, die hübschen Rotnasen wieder herauszufangen, aber ich wollte sie in dem kleinen Becken nicht zu lange drin lassen. Quarantäne muss aber sein und ich bin heil froh sie nicht gleich zu den Zebras gesetzt zu haben...
Viele Salmler (oder auch andere Fische) sind gestresst, wenn sie umgesetzt werden oder kurz "auf dem Trockenen" liegen (muss aber sagen, dass ich sie nie unnötigen Stress ausgesetzt habe), sie verblassen und atmen heftiger, aber bisher hat sich noch jeder Fisch bei mir wieder gerippelt, diese Art allerdings nie, einmal kurz aus der Fassung geraten...und schon tot :(
Das ist wirklich total auffällig gewesen bei mir und hat mich so beschäftigt, dass ich das unbedingt posten musste. Denn ich steck das nicht so leicht weg, wenn sowas in meinen Becken stattfindet.
Eine andere Vermutung könnte sein, dass die Tiere ganz frisch importiert waren und noch an den Wasserwerten zu knappsen hatten, während der "gemeine" Mensch meinte sie durch zig Instanzen bis hin in mein kleines Quarantänebecken zu befördern. Vielleicht wurde ausgerechnet diesen Fischen besonders viel zugemutet???
Es sind jedenfalls immer noch 8...aber ich hab sie ja auch noch nicht umgesetzt.
Scarlett
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 03.04.2008, 21:20

Hallo,

ich habe sie eigentlich auch als normal robust kennen gelernt. Also nicht mehr oder weniger empfindlich.

Das manche Fischarten bei Stress zu Weisspünktchen neigen ist normal. Bei roten Neons und Prachtschmerlen habe ich das recht deutlich gesehen. Nach dem Umsetzen konnte man die Uhr danach stellen, dass gerade die Prachtschmerlen am nächsten Tag Pünktchen hatten. Diese ließen sich aber auch sehr gut behandeln Seemandelbaumblätter hatten da oft schon geholfen.

Gruß

Matthias
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Beitragvon Scarlett » 03.04.2008, 21:47

Wäre schön, wenn sich diese extreme Anfälligkeit geben würde, der Fisch ist verdammt hübsch :roll: und 8 Tiere auf Dauer zu wenig...
Naja, beim nächsten Umsetzen werde ich besonders vorsichtig sein und den Wasserangleich im Quarantänebecken vornehmen und sie von da aus gleich rüberzusetzen.

Von den Problemen mit den Prachtschmerlen hab ich öfter gehört , aber dieses kann ich allerdings nicht unterschreiben. Noch nie was gehabt mit denen...
Genau wie mit meinen roten Neons, da kannte ich die Anfälligkeit noch nicht mal. Habe auch hier nie Ärger gehabt und den roten als eher robusten Typ kennengelernt 8)

Dafür machen mir die Rotnasen jetzt umso mehr Kopfschmerzen :evil: , wenn es doch "nur" bei den Pünktchen geblieben wäre *seufz*

Witzig, dass die Erfahrungen so auseinandergehen können.

Danke für eure Statements!!
Scarlett
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Beitragvon Scarlett » 04.04.2008, 13:33

Hab gerade gesehen, dass einer in der Ecke steht, mit weißlicher nicht erhabener Verfärbung im Rückenbereich, sieht fast aus wie die Neonkrankheit, echt heftig, sieht total schlimm aus! Gestern hatte er das noch nicht - ganz sicher! Hab ihn rausgefangen...was nun? Das war´s dann wohl mit den Rotnasen :(
Scarlett
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 04.04.2008, 20:04

Hallo,

keine schöne Diagnose, das ist richtig. Aber immer hin könnte das eine Erklärung für das Sterben der anderen Tiere sein. Da waren die Tiere vielleicht schon vorgeschwächt.

Die Isolierung des erkrankten Tieres war auf jeden Fall nicht falsch. Vielleicht kannst du noch einen Teilwasserwechsel durchführen und einfach warten. Beobachte die Tiere in den nächsten Wochen.

Gruß

Matthias
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Beitragvon Scarlett » 04.04.2008, 21:26

Hi Matthias,

das erkrante Tier ist tot :cry:

...Teilwasserwechsel ist auch schon gemacht, ob es nun wegen der Krankheit so schnell verendet ist, die unbeschritten schon recht fortgeschritten war, bzw. durch den Stress beim Umsetzen oder einer Kombi aus beiden ist ja jetzt auch egal...aber ich glaube nicht, dass die restlichen 7 es schaffen...die machen zwar einen guten Eindruck, aber der, der heute starb sah bis gestern ja auch so aus. Im Moment fühl ich mich das erste Mal regelrecht machtlos :(

Hast recht, Angel übrigens auch, jetzt im Nachhinein hab ich die entfärbten Stellen bei den toten Tieren schon gesehen aber nicht als Krankheit wahrgenommen! Am lebenden Fisch ist/war es sehr eindeutig und sterben tun sie nach Ausbruch schnell!

Ich glaube mein Thread ist gegenstandslos geworden, meine Fische sind einfach krank....
Ich werde ab jetzt wieder tägliche WW vornehmen!

Viele Grüße
Scarlett
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