LOCH IM KOPF....dringende Hilfee

Rund um die Diagnose und mögliche Therapien von Krankheiten der Zierfische.

LOCH IM KOPF....dringende Hilfee

Beitragvon Bianca_90 » 21.05.2008, 18:02

Hello!

Würde so dringen wie möglich eure Hilfe benötigen!
Ich habe ein Barschbecken (200L) und habe noch ein 2.Becken mit 160L und wollte meine Barsche trennen damit sie mehr platz haben, da sie schon sehr groß geworden sind.
Ich habe 4 Barsche in das andere Becken umgesiedelt und Tag für Tag sind mir meine Barsche eingegangen. Doch einer hat es überlebt. Ich habe gedacht, dass das Wasser etwas hat, da meine Prachtschmerlen, die schon länger in den Becken waren auch verstorben sind. So habe ich den Fisch wieder in sein altes Becken übersiedelt. Da bekam er dann Flossenfäule, die ich erfolgreich behandeln konnte, doch jetzt hat er noch etwas schlimmeres....er hat ein Loch im Kopf!!!!
ich habe mich schon im internet schlau gemacht und tippe auf den Parasiten Hexamit. Zur Behandlung benötigt man jedoch ein rezeptpflichtiges Mittel (Metronidazole). Mein Tierarzt vertröstet mich dauernd, dass er es schon bestellt hat, es jedoch noch nicht da ist, aber ewig habe ich, oder besser gesagt der Fisch, auch keine Zeit!
Könnt ihr mir bitte Tipps geben, ob ich richtig mit meiner Vermutung liege und wenn ja ob es vielleicht noch andere Heilmittelchen gibt!!
und wie kann ich noch Bilder hinzufügen?!kenn mich da irgendwie ned aus
Danke im Voraus!

Bianca[/img]
Bianca_90
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Beitragvon Symphysodon » 21.05.2008, 18:51

Hallo Bianca,
ein herzliches Willkommen im Forum. Ich hoffe dir wird es hier gefallen und ich wünsche dir viel Spaß bei uns.
Ob es nun gerade Hexamita sind bliebe zu klären, aber Kopflöcher entstehen bei einem übermäßigen Befall von Darmparasiten. Gegen Metronidazol sind viele Stämme der Darmparasiten schon immun. Das bedeutet aber nicht, dass es auch für deinen Barsch zutrifft. Welcher Gattung gehört denn dein Tier an? Als Sofortlösung bleibt eine Wärmetherapie. Da sie aber erst ab 34° C erfolgversprechend ist, muss nur noch herausgefunden werden ob dein Fisch diese Temperatur über längere Zeit aushält.
Darmparasiten, wenn sie überhand nehmen, entziehen dem Tier sämtliche Nährstoffe und verbrauchen sie für sich. Das geht einige Zeit gut, denn der Fischkörper bedient sich am Knorpel seiner Kopfregion. Die Löcher haben zu Anfang einen weißen, punktartigen bzw. kleinen unregelmäßige flauschige dicht abgegrenzte Erhebung, die dann später abfällt und das Loch sichtbar macht. Wenn der Verlauf so statt gefunden hat kann man von der Lochkrankheit ausgehen. Die Lochkrankheit an sich, ist keine eigenständige Krankheit. Sie ist eine Folgeerscheinung des Parasitenbefalls.
Grüße
Rudi
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Beitragvon maggi » 21.05.2008, 18:53

Hallo Bianca,
als Sofortmaßnahme langsam die Temparatur auf ca. 31°C steigern und das Aqua dabei gut belüften!
Ansonsten gibt es einen Diagnosebogen, wenn du den ausfüllst, kann besser geholfen werden.
Mein kleinster Geophage hatte auch die Lochkrankheit, sie ist ohne Medikamente, nur durch die hohe Temparatur zu behandeln gewesen. Nur wundert mich bei deinen Fischen der Verlust der Prachtschmerlen, woran sind die denn gestorben?

Gute Besserung,
Maggi
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Beitragvon Bianca_90 » 22.05.2008, 16:59

Danke einmal für die Antworten!
Ich hatte in dem anderen Becken zuerst 3 Goldfische zum Überwintern und 3 Prachtschmerlen. Erst als ich die Goldfische aus dem Becken getan habe sind mir plötzlich 2 Prachtschmerlen gestorben und meine Barsche, die ich übersiedelt habe, sind mir nach und nach auch gestorben. Leider weiß ich nicht, wieso sie mir gestorben sind.
Also ich tippe nun sehr stark auf die Lochkrankheit, da seit heute dieser weiße Flaum weg ist und das Loch gut sichtbar. Eigentlich dachte ich, dass es ein gutes Zeichen ist, aber anscheinend doch nicht.
Habe mich im Internet nach dem Namen des Barsches erkundigt und habe ihn unter Pseudotropheus lombardoi (Malawisee-Buntbarsch) gefunden. Ér ist ganz gelb, denn ich habe auch noch unter diesem Namen blaue und gelbe mit schwarzen Flossenrändern gefunden.
Ich hätte auch Bilder von ihm auf meinem PC, jedoch weiß ich nicht wie ich diese hier in da Forum reinstellen kann.
Wie sieht es genau mit dieser Wärmetherapie aus? muss ich ihn alleine in ein Becken geben, oder halten das die anderen auch aus? weil ich habe gelesen, dass dieser Parasit auch ansteckend für die anderen ist, oder?!

Danke, lg Bianca
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Beitragvon Symphysodon » 22.05.2008, 17:09

Hi,
Pseudotropheus lombardoi, ja ist ein Malawieseebuntbarsch. Mit Malawies habe ich keine Erfahrung ob die 34° C längere Zeit aushalten. Du kannst es probieren oder halt mit medic5 von Amtra behandeln. Das gesamte Becken muss behandelt werden. Auch eine Nachbehandlung muss sein.
Grüße
Rudi
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Beitragvon Bianca_90 » 22.05.2008, 17:32

habe jz auch noch gelesen, dass man zusätzlich rivanol für die löcher besorgen soll. wo bekomme ich rivanol und medica 5 von amtra her? in einem normalen zoofachgeschäft oder beim tierarzt?!?
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Beitragvon Docff313 » 22.05.2008, 17:56

Hallo Bianca,

das oben genannte Metronidazol ist auch ein gängiges Medikament zur Behandlung menschlicher Infektionen. Ist leider Rezeptpflichtig. Zudem würdest du die flüssige Variante benötigen die zur i.v. Therapie beim Menschen nötig ist.
Habe keine Ahnung ob es für Tiere so etwas im Zoohandel gibt.
Ansonsten könnte ich versuchen morgen ein oder zwei Ampullen in meiner Klinik abzuzweigen und dir per express zuschicken.
3mg/Liter sollten eigentlich genügen.
Rivanol gibt es nicht mehr. Zumindest für Menschen. Hat die Arzeimittelkomission vom Markt genommen. Was für den Menschen nciht gesund ist bringt deine Fische im zweifel eher um.
Schick mir bei Bedarf deine Adresse und ich versuche das Medikament aufzutreiben. Meine e-mail ist ff313@gmx.de.

Grüsse

Felix
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Beitragvon Symphysodon » 22.05.2008, 18:00

Medic5 ist freiverkäuflich. Das bekommst du in jedem gut sortieren Zooladen.
Grüße
Rudi
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