Brauche bitte SCHNELL Hilfe

Rund um die Diagnose und mögliche Therapien von Krankheiten der Zierfische.

Brauche bitte SCHNELL Hilfe

Beitragvon Annitty » 28.05.2008, 21:11

Kann euch leider nicht allzu viel über meine Wasserwerte erzählen, die haben in der Zoohandlung so einen Streifentest gemacht und haben gesagt dass alles in Ordnung ist!
Ich habe ein 120 l Becken und bin Anfänger!
Das Becken steht seit 3 Wochen, läuft seit einer Woche mit Garnelen und einem Welsenpäarchen (denen geht es sehr gut) und heute haben wir erstmals 10 rote Neonfische gekauft!!!! Einer ist direkt nach dem Transport gestorben und einem anderen geht es total schlecht....er taumelt an der Wasseroberfläche und jappt nach Luft! Wir haben jetzt erstmal einen Teilwasserwechsel gemacht.....
WAS KÖNNEN WIR NOCH TUN????????

Schonmal DANKE!!!!
Annitty
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 28.05.2008, 21:46

Hallo,

ohje, das ist kein schöner start. Aber der Wasserwechsel war schon mal richtig. Wie viel hast du denn gewechselt. Am besten wären so etwa 50 % gewesen, gerne auch mehr.

Ich tippe auf einen Nitritpeak, da das Becken noch nicht richtig eingefahren ist. Am besten gehst du gleich morgen in einen anderen Fachhandel mit einer Wasserprobe und läßt es dort testen. Besonders auf Nitrit und Nitrat. Die Werte läßt du dir aufschreiben und postest sie hier. Besser ist noch, wenn du dir die Tröpfchentests gleich selber kaufst. Wichtig sind PH, KH Nirtit und Nitrat. Damit kommst du schon mal recht weit. Streifentests sind da aber zu ungenau, die kannst du vergessen. Besser sind die Tröpfchentests.


Gruß

Matthias
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 28.05.2008, 21:47

achso, habe ich ja ganz vergessen. Herzlich Willkommen im Forum.!
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Beitragvon Annitty » 28.05.2008, 22:09

Wir haben so ca. 30 % gewechselt...wir warten jetzt erstmal ab und hoffen, dass sie die Nacht überstehen!
Wir waren eigentlich schon in einem Fachgeschäft, die haben uns bis jetzt wirklich gut beraten!!
Empfiehlt es sich sonst morgen früh nochmal einen Teilwasserwechsel zu machen???
Danke für die schnelle Antwort!

PS: Sollten wir für ein paar Stunden am Tag so einen Wassersprudler anstellen, damit das Wasser mit O2 angereichert wird oder sollte man da lieber die Finger von lassen??
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Beitragvon Symphysodon » 29.05.2008, 06:22

Hi,
auch von mir ein Herzliches Wollkommen.
Wenn die Filterströmung etwas die Wasseroberfläche bewegt, reicht das aus. Die Situation ist als recht verfahren einzuschätzen. Die Einlaufzeit von c.a. 6 Wochen icht noch lange nicht erreicht und somit ist eine ständige Gefahr eines Nitritüberschusses allgegenwärtig. Der einzige Ausweg ist sparsamst zu füttern und das nur aller drei Tage. Den Tieren macht das nichts aus. Bis die 6 Wochen erreicht sind solltest du das so handhaben und dann sehr langsam steigern. Keine neuen Tiere einsetzen und den Nitritwert im Auge behalten. Dazu solltest du dir Tropfenreagenzien im Zoohandel besorgen. Die wichtigsten sind, pH-Wert; KH-Wert; NO2 (Nitrit); und NO3 (Nitrat). Du brauchst definitiv keine GH-Test, auch wenn man dir das sagt.
Übrigens, wenn die Fische nach Luft schnappen, liegt das nicht an zu wenig Sauerstoff, sondern am hohen Nitritwert im Becken. Da ist natürlich ein Wasserwechsel angesagt.
Grüße
Rudi
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Beitragvon Annitty » 29.05.2008, 17:44

Hallihallo,
es sind tatsächlich noch zwei weitere Fische gestorben, aber den anderen geht es dafür jetzt gut!!!
Was ich an der ganzen Sache nur nicht verstanden hab: Warum ging es dann nicht allen Fischen schlecht???
Klar gibt es immer schwächere und stärkere, aber den Welsen und den Garnelen gehts ja auch supi!!
Ich werde das jetzt erstmal zwei Wochen ruhen lassen und dann den Schwarm wieder komplettieren.
Testkit haben wir bei Ebay schon ersteigert :D
Also, bis denn!!
Annitty
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Beitragvon Brochis01 » 29.05.2008, 18:29

Was ich an der ganzen Sache nur nicht verstanden hab: Warum ging es dann nicht allen Fischen schlecht???


Hallo Annitty,

ehe ich auf deine Frage antworte,möchte ich Dich rechtherzlich bei uns willkommen heisen und hoffe Du bekommst immer die Antworten auf Deine Fragen die Dir weiterhelfen bei Deinen Problemem mit Fisch & Co.

Deine Frage ist sehr berechtig aber leider nicht so einfach zu beantworten.

Du weist zum Beispiel nicht wo Deine Fischer "her sind" ! Sind es Nachzuchten aus Deutschland oder Osteuropa,sind es Wildfänge direkt aus Südamerika,oder aber Asia-Zuchten.All das spielt eine große Rolle bei Deiner Frage nach dem "Warum".

Sind die Tiere vorbeugend schon mit Medikamenten behandelt worden,in welchen Wasserwerten haben sie ihr bisheriges "Fischleben" verbracht,was für eine Kondition haben die einzelnen Tiere usw. und sofort.

Es gibt der Möglichkeiten Viele um hier eine zufriedenstellende Antwort zu geben.

Es ist auch müsig dieser Frage genau auf den Grund zu gehen,denn dann müßte man ganz spezielle Untersuchungen machen die meist ein Haufen Geld kosten und ob sich das lohnt bezweifle ich sehr.

Wenn Du Deine Tiere von einem seriösen Händler erstanden hast und dieser Händler seine Kunden behalten möchte,dann gibt er Dir vielleicht aber auch nur vielleicht eine Auskunft über die Herkunft der Fische.

Ich hoffe ich konnte Dir wenigstens ein "Wenig" weiterhelfen !
.....in diesem Sinne und mit freundlichen Grüßen,
Ulli


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Beitragvon Katrin » 29.05.2008, 20:31

Hi!

Das mit dem Nitrit und den Fischen und den Garnelen hab ich vor kurzem gelesen.

Zitat aus einem Garnelenbuch von mir:
Bei Fischen wie bei allen Wirbeltieren transportiert Hämoglobin den Sauerstoff im Blut, bei Garnelen ist es Hämocyanin. Nitrit blockiert den Sauerstofftransport des Hämoglobins, die Fische ersticken trotz guter Belüftung. Bei Hämocyanin kommt es nicht zur Nitritbindung, die Gefahr des Erstickens ist für Garnelen gering.

Gruß Katrin
300L: 3 Skalare, 14 Denison-Barben, 30 Amanogarnelen, 3 Reusengarnelen
160L: 40 Perlhuhnbärblinge, 14 Ohrgitterharnischwelse
30L: 20 Red Crystal Garnelen, 5 kleine Amanogarnelen
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Beitragvon gezina » 30.05.2008, 08:19

Hallo!

Ich kann noch hizufügen, das deine Welse zu den Fischen gehören, die ebenfalls geringe Mengen atmosphärischen Sauerstoff atmen können. Ein Wels der auf'm trockenen liegt verträgt das zum Beispiel auch deutlich länger als ein anderer Fisch, weil er nicht so schnell erstickt.

Außerdem sind Ancistren (ich gehe davon aus es sind Saugwelse?) etwas robuster. Für die Tiere hat sich der Nitrit Gehalt im wasser auch nur langsam erhöht während die Neons quasi von Null auf Hundert in die giftige Brühe gekommen sind.

LG nadine
300L: 6x Puntius denisonii, 4x Trichogaster leerii, ca. 25x Danio choprai, 15x Puntius oligolepis, 6x Pangio kuhli, 1x A.Normani (Veteran), 8x Amano Garnelen
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 31.05.2008, 16:17

Hallo,

stimme Nadine voll zu, aber auch innerhalb der selben Art können manche Tiere Gifte wie Nitrit nochmal besser abhaben wie andere. Daher gibt es da einfach Unterschiede. Auch vertragen Tiere höhere Konzentrationen besser, wenn sie langsam daran gewöhnt werden. Daher sterben oft auch neu eingesetzte Fische schneller, da sie plötzlich einer hohen Giftkonzentration ausgesetzt wurden, während der bestehende Besatz sich langsam daran gewöhnen konnte. Gibt es ja bei den Menschen auch.

Gruß

Matthias
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