Schwanzfleckpanzerwels mit weißer Beule im Bereich Nase

Rund um die Diagnose und mögliche Therapien von Krankheiten der Zierfische.

Schwanzfleckpanzerwels mit weißer Beule im Bereich Nase

Beitragvon Tigerle » 16.06.2008, 15:01

Hallo,

ich bin es einmal wieder. Kaum ist der Pandapanzerwels von einem vorigen Thread von mir wieder gesund, muss ich mir wieder um einen der Panzerwelse Sorgen machen. Das betroffene Schwanzfleckpanzerwels
Weibchen hat beim linken "Nasenloch" eine ca. erbsengroße Beule. Seitdem ist der Wels lethargisch geworden und hat seit zwei Tagen nichts mehr gefressen. Ich fülle hier mal den Diagnosebogen aus:

Eckdaten

Maße oder Volumen des Beckens, Antwort: 64l
Wie lange läuft das Becken, Antwort: 3 Jahre
Beckentemperatur, Antwort: 25 C°
verwendete Technik, Antwort: CO2 Anlage, EHEIM Filter, Leuchtsoffröhre
Besatz, Antwort: drei Pandapanzerwelse, drei Schwanzfleckpanzerwelse, ein Metapanzerwels, sechs Saugwelse (Otocynclus)
Temperatur Wechselwasser, Antwort: 24 C°
Häufigkeit Wasserwechsel, welche Menge? Antwort: alle zwei Wochen 1/3
Wann war letzter Wasserwechsel? Antwort: vor zwei Tagen
Welches Futter, wie oft? Antwort: zwei Mal täglich, braune Bodenfutter Tablette, Grünfutter-Tablette, Gemüse, Wels-Chip, Granulat-Futter, alles im Wechsel

Wasserwerte

Beckenwasser: pH, KH, Nitrit, Nitrat, (bitte mit Tropfentests arbeiten)Antwort: pH=7,1 KH=4 Nitrit und Nitrat 0
Messung mit Tropfen oder Streifen? Antwort: Tropfen
Sind chemische Mittel ins Becken gebracht worden? Antwort: nur "aquasafe" bei letztem Wasserwechsel

Krankheitssymptome

Wer ist betroffen? Antwort: Schwanzfleckpanzerwels, ca. 3 Jahre alt, weiblich
erhöhte Atemfrequenz? Antwort: nein
körperliche, optische Symptome? Antwort: fast erbsengroße "Beule", die wie aus dem Nasenloch kommend aussieht
Wie lange wurden die Symptome schon beobachtet? Antwort: drei Tage
Kot: Konsistenz u. Farbe (z.B. gallertartig, fädig, weiß), Antwort: fest, bräunlich, ein Faden


Vorangegangene Behandlung

Mit welchem Medikament? Antwort: wegen Pilzbelag bei anderem Wels "jbl ecto-Kristall" und "sera-ectopur", Belag ging vollkommen weg, Wasserwechsel danach
Wie lange? Antwort: Innerhalb einer Woche, drei Mal eine Dosis "ecto-Kristall" und eine "sera-ectopur"
Erfolg? Antwort: ja
Im Becken oder ausserhalb/Quarantänebecken, Antwort: im Becken
wurde danach über Kohle gefiltert? Antwort: ja

Ich dachte bei dem Schwanzfleckpanzerwels auch zuerst, es sei Pilzbelag. Doch 1. ist das Weiße größer geworden und sieht nun nicht mehr danach aus, eher wie Beule 2. hatte die Kur mit den Medikamenten gegen Pilzbelag keine Wirkung auf die Beule.

Ich bin mir sehr unsicher, was das für eine Krankheit sein könnte und wie ich dem Wels helfen sollte. Es wäre toll, wenn jemand einen Rat wüsste.

Danke!

Viele Grüße
Tigerle
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 16.06.2008, 20:46

Hallo,

vielleicht ein Geschwür? Der Punkt/die Beule wird also größer? Ausser der Fressunlust ist aber nicht auffälliges zu beobachten?

Gruß

Matthias
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Beitragvon Tigerle » 17.06.2008, 13:40

Hallo,

ja, die "Beule" ist mit den Tagen größer geworden. Seit heute morgen sieht es aus, als hätte sie sich in zwei kleinere Punkte oder Beulen geteilt. Der Wels macht mir zudem Sorgen, weil er außer nichts zu Fressen noch ziemlich lethargisch wirkt, immer versteckt und leicht schwankend da sitzt. Heute morgen sind mir noch seine blassen Kiemendeckel aufgefallen - der Rest von ihm ist aber nicht blasser.

Viele Grüße

Tigerle
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 17.06.2008, 19:18

Hallo,

kannst du vielleicht von der Stelle ein Foto hier einstellen?

Das sich der Knoten teilt könnte auf Lymphocystis hinweisen.

http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.p ... mphocystis

aber das ist jetzt eine ganz grobe Vermutung, da würde ich noch nicht drauf behandeln. Vielleicht könntest du in der Zwischenzeit mal Salzbäder durchführen.

Gruß

Matthias
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Beitragvon Tigerle » 18.06.2008, 15:29

Hallo,

das mit dem Foto ist so eine Sache - der Wels versteckt sich ständig hinter Blättern und kommt auch nicht zum Fressen, da ist es ziemlich schwierig ein Foto von genau der Stelle zu machen. Aber ich werde es versuchen.

Mittlerweile hat sich die "Beule" sogar noch vergrößert, es sieht nun aus wie drei stecknadelkopfgroße undurchsichtige Blasen in Hellgrau. So wie ich mir den link angeschaut habe, tippe ich auch auf Lymphocystis oder Tumor.

Nur ist sehr unsicher, was von beiden, daher weiß ich auch nicht, wie ich behandeln soll. Momentan ist der Fisch noch bei den anderen, sollte ich ihn lieber in Quarantäne setzen und dort das Salzbad durchführen - oder im Becken bei den anderen? Hm...

Viele Grüße
Tigerle
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 18.06.2008, 21:55

Hallo,

wenn du ihn in Quarantäne setzen kannst, dann mach es. Salzbäder können auf jeden Fall nicht schaden.

Gruß

Matthias
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Beitragvon Tigerle » 23.06.2008, 15:12

Hallo,

nachdem ich nun einige Tage nicht da war, werde ich heute ein zweites Salzbad machen. Mittlerweile hat sich die eine der zwei Beulen vergrößert, die zweite sieht nicht wie separat davon aus, eher wie ein großes, zweiteiliges Gebilde. Der Wels fühlt sich total unwohl alleine in dem Quarantänebecken, aber da ich mir nicht sicher bin, was er hat, muss ich ihn da wohl erstmal lassen... Nach vier Tagen hat er heute ein klein wenig gefressen. Ich versuche weiter, ein deutliches Foto von der "Beule" zu machen.

Viele Grüße
Tigerle
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 23.06.2008, 21:43

Hallo,

ja versuch das mal. Wie oft hast du denn schon die Bäder gemacht?

Gruß

Matthias
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Beitragvon Tigerle » 25.06.2008, 13:51

Hallo,

mittlerweile habe ich das dritte Salzbad gemacht. Gestern abend ist die größte der "Beulen" scheinbar aufgegangen, es war auch Blut daran. Ich denke, das deutet jetzt alles wirklich auf Lymphocystis hin. Mir ist nur einfach unwohl dabei, dass ich den Wels jetzt den Rest seines Lebens allein im Quarantänebecken lassen muss...

Viele Grüße
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 25.06.2008, 20:59

Hallo,

wenn es geblutet hat, könnte es auch die Beulenkrankheit sein

Schau mal hier die Fotos an.

http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.p ... nkrankheit

Gruß

Matthias
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Beitragvon Tigerle » 26.06.2008, 13:46

Hallo,

stimmt, laut Beschreibung und anhand der Fotos könnte es auch die Beulenkrankheit sein. Doch sicher feststellen werde ich das wohl nie können. Na ja, da beide Krankheiten nicht wirklich heilbar und auch ansteckend sind, bleibt mir wohl nichts übrig, als den Wels unter Beobachtung im Quarantänebecken zu lassen.

Viele Grüße

Tigerle
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 26.06.2008, 21:13

Hallo,

stimmt mehr bleibt dir jetzt erstmal nicht über. Im Haltungsbecken ist aber nichts auffälliges mehr aufgetreten?

Gruß

Matthias
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Beitragvon Tigerle » 03.07.2008, 15:56

Hallo,

zum Glück habe ich bisher im Haltungsbecken nichts Auffälliges beobachtet. Ich nehme an, dass der Pilz, von dem ein Pandapanzerwels befallen ist, nichts damit zu tun hat. Er hatte den Belag bevor ich bei dem Schwanzfleckpanzerwels die erste Beule entdeckt habe und jetzt ist etwas Belag zurück gekommen. Der Schwanzfleckpanzerwels hat mittlerweilse zwar noch zwei neue, kleine Beulen bekommen, wirkt aber ansonsten vital und frisst auch fast jeden Tag etwas. Nun ja.

Viele Grüße

Tigerle
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 03.07.2008, 21:01

Hallo,

hmm also könnte es doch für die Beulenkrankheit sprechen. Die alten Beulen sind aber noch unverändert?

Würde sagen einfach erstmal weiter beobachten.

Gruß

Matthias
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Beitragvon Tigerle » 07.07.2008, 13:49

Hallo,

die alten Beulen wirken nicht mehr so prall wie vorher, etwas eingefallen. Die neuen Beulen sind bisher nicht größer geworden. Seit drei Tagen ist der Wels aber auffällig scheu, nervös und frisst wieder nichts - als hätte er es langsam satt allein in dem Quarantänebecken zu sein. Hm...

Viele Grüße
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