Guppysterben

Rund um die Diagnose und mögliche Therapien von Krankheiten der Zierfische.

Guppysterben

Beitragvon sabse1806 » 29.12.2008, 21:50

1.) Angaben zu örtlichen Wasserwerten (öffentliche Wasserversorgung)
- pH 7,13
- kH?
- Nitrit (NO2)?
- Nitrat (NO3)6,07

2.) Wann ist das Problem zum 1. Mal aufgetreten ? 27.12.08
3.) Geben Sie eine genau Beschreibung der Symptome an unter denen die Fische leiden.
wir haben ein neues AQ das noch nicht wirklich eingefahren ist (1 Woche). Uns wurden am Samstag 9 Guppys geschenkt :angry: (meine Oma meinte es zu gut!). Es waren 6 Weibchen und 3 Männchen. Das erste (Weibchen) ist ein paar Stunden nach dem Einsetzen gestorben, das 2. (Männchen) am nächsten Morgen und das 3. (Weibchen) heute Früh. Ich hatte zuvor mit Teststäbchen die Wasserwerte gemessen, die waren ok. Auch nachdem die Fische gestorben sind hatte ich jedesmal gemessen und auch da war der No2 bei 0. Die Fische sahen nicht "krank" aus. Waren munter und wurden schlagartig ruhig (schwammen nicht mehr) und verzogen sich in eine Ecke, kurze Zeit später waren sie tot (alles in allem innerhalb ca. 4-5 Stunden)
4.) Welche Arten sind befallen ? Guppys

5.) Welche Arten im Aquarium sind nicht befallen ?es sind nur Guppys im Aquarium

6.) Sind auch andere Aquarien (wenn vorhanden) befallen ?

7.) Folgende Angaben zum Aquarium sind wichtig:
- pH 7,95
- kH 10
- NHO3; -Konzentration 10
- mögliche Kupferkonzentration ?
- Temperatur 25°
- Volumen des Beckens 54L
- Art der Filterung und Belüftung des Aquariums Innenfilter Elite Stingray
- Zeit seiner Einrichtung 19.12.08

8.) Angaben zu Pflegemaßnahmen wie
- letzter Wasserwechsel heute
- Menge 50%
- Häufigkeit erster Wasserwechsel seit Einrichtung
- letzte Filterreinigung wurde noch keine gemacht
- wurden Wasseraufbereitungsmittel verwendet ja Biotopol, Ferropol und Denitrol. Allerdings seit dem Wasserwechsel nicht mehr

9.) Wurden neue Fische,Pflanzen eingesetzt,oder wurden neue Dekorationsgegenstände verwendet ? nein

10.) Wurde in der letzten Zeit Lebendfutter verfüttert (woher stammt es) und welches Futter wurde verwendet ? nein

11.) Sind eventuell folgende chemischen Stoffe in das Aquarium gelangt: nein
- Sprays
- Farbdämpfe
- Nikotin (Raucherhaushalt)
- Reinigungsmittel

12.) Sind eventuell neue Wasserleitungen im Haus verlegt worden ? nein

13.) Welche Therapiemaßnahmen wurden eventuell schon durchgeführt ? War heute mit einer Wasserprobe in der Zoohandlung und ein No2 Wert von 0,025 wurde festgestellt, ansonsten unveränderte Werte. Die Dame hat mir Clean Procult auf MK-19 Sediment mitgegeben, davon habe ich nach dem Wasserwechsel die Hälfte der Flasche ins Aquarium getan (50ml auf 120L laut Anweisung). Kein Futter mehr gegeben seit gestern Abend (Flockenfutter für Guppys)

Können solche geringe Nitritwerte wirklich so schnell verantwortlich sein für das Sterben oder könnte es ev. auch eine Krankheit sein ?
Da wir totale Anfänger sind uns aber informieren und uns in die Materie einlesen sind wir über jeden hilfreichen Tipp dankbar. Wir möchten die Fische nicht unnötig quälen und hätten sie auch erst in 1-2 Wochen eingesetzt - jetzt sind sie allerdings da und wir versuchen so schnell wie möglich eine Lösung zu finden um den Tieren zu helfen. Daher danken wir euch schonmal im Vorraus für eure Hilfe und Antworten.

LG
Sabse
Liebe Grüße
Sabse

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Re: Guppysterben

Beitragvon Sven 76 » 30.12.2008, 18:00

Hi Sabse,

wie du ja selber schon geschrieben hast ist das Becken noch nicht wirklich eingefahren.
"Einfahren" heisst das sich bei einem frischen Becken erst die zum Schadstoffabbau wichtigen Bakterienkulturen ansiedeln müssen.
Das ist nach einer Woche noch nicht der Fall,man sagt so als grobe Faustregel das ein Becken nach drei Wochen einfahren langsam Besetzt werden kann.Also nicht sofort den Endbesatz einsetzen.
Man kann ein Becken auch unter "Last" einfahren,das ist aber mit sehr viel Aufwand und Stress,letzerer gerade für die Tiere,verbunden.

In deinem Fall liegt zu 100% eine Nitritvergiftung vor,sollten noch Tiere am leben sein mach sofort einen 70%igen Wasserwechsel.Und dann tägliche einen 50%igen.Ganz wichtig ist auch sparsames Füttern.

Das ganze solltest du dann zwei Wochen durchziehen.Dann sollte die Gefahr eines erneuten Nitritpeaks vorbei sein.

Viele Grüsse

EDIT: Lies dir das mal durch : http://www.aquaristikfibel.ch/php/index ... el_s18.php
Hier werden keine Grundlagen ausgelassen



Sven
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Re: Guppysterben

Beitragvon Aqua-Aquaristik » 31.12.2008, 00:22

Hallo,

mit jedem Wasserwechsel verdünnst du ja die Nitritkonzentration, daher kann die tatsächliche Konzentration höher gewesen sein. Nitrit bindet sich unter anderem an die roten Blutkörper und verhindern die Sauerstoffaufnahme. Auch schädigt Nitrit auch die Organe. Daher kann es zu Spätfolgen kommen. Es kann also gut sein, dass die Tiere an einer Nitritvergiftung gestorben sind.

Die Teilwasserwechsel solltest du auf jedenfall weiter durchführen, da aber Nitrat nachweisbar ist, denke ich, dass in den nächsten Tagen der Nitritpeak abglingen sollte. Zusäzlich kannst du getrocknete Filterbakterien aus den Handel ins Becken geben.

Gruß

Matthias
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Re: Guppysterben

Beitragvon sabse1806 » 31.12.2008, 08:45

Huhu, danke für die Antworten. Sie haben´s heute Nacht alle geschafft 8) 8)
Sven, danke für den Link, ich habe mir das alles auch durchgelesen aber irgendwie will das nicht so richtig in meinen Schädel rein.
Ich habe seit Sonntag eigentlich fast jede freie Minute damit verbracht mich über Wasserwerte zu informieren. Aber eins verstehe ich noch immer nicht! Wie kann ich einen Nitritpeak haben wenn der festgestellte Nitritwert weit unter 0,1mg/l liegt (0,025 genau) ??
Da müßte der Wert doch deutlich höher sein oder habe ich das komplett falsch verstanden ? Was ich bis jetzt gelesen habe stand immer daß ein Wert von über 0,1l/mg schädlich sein kann, alles was darunter liegt sei unproblematisch.
Wenn der Wert höher gewesen wäre dann hätten doch auch die Teststäbchen anschlagen müssen, so grundverkehrt messen sie ja auch nicht wie ich jetzt feststellen konnte. Habe mir ja den Tröpfchentest gekauft und die meisten Werte stimmen wirklich überein. Ich hatte ja per Stäbchen gemessen bevor ich die Fische reingesetzt habe und das Feld war strahlend weiß.
Sorry für die vielleicht doofe Fragen aber ich kapiers echt nicht.
Und gleich nochwas :mrgreen: : wie sieht es mit den Wasseraufbereitern und Aquarienstartern sowie den Pflanzendüngern aus ? Auch hier teilen sich die Meinung stark was diese Mittelchen angehen. Jetzt da sie´s geschafft haben möchte ich nicht durch vielleicht unnötiges Hinzufügen oder absichtliches Weglassen etwas falsch machen. Gerade was das Ferropol angeht sollte man ja eigentlich bei jedem Teilwasserwechsel wieder reinmachen. Ich habe die letzten 2 Tage außer dem Clean Procult nichts reingetan. Der Wasserwechselt nimmt doch aber auch den Pflanzen die ganzen Nährstoffe oder sehe ich das falsch ? Sollte ich dann doch das Ferropol reintun oder belastet das dann wieder zu arg die Fische bzw. das Wasser ? Und wie sieht´s mit den anderen Sachen aus ? Aquariumstarter und Wasseraufbereiter oder lieber noch eine Flasche Clean Procult (was immer das bewirken mag!) oder gar nichts mehr ??

Hach, Fragen über Fragen. Je mehr ich angefangen habe darüber zu lesen desto mehr unterschiedliche Meinungen habe ich gefunden und jetzt weiß ich gar nichts mehr :retard:
Liebe Grüße
Sabse

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Re: Guppysterben

Beitragvon Sven 76 » 31.12.2008, 11:52

Hi mal wieder.

Das du am Anfang nix gemessen hast liegt wahrscheinlich daran,das noch keine Fische das Becken mit Stoffwechselabfällen belastet haben.
Die Ausscheidungen der Guppys haben dann den Stein ins Rollen gebracht weil der Nitrifikationskreislauf noch nicht im Stande war die plötzliche Mehrbelastung zu verarbeiten.

Was du vielleicht noch zusätzlich machen könntest wäre Nitrobacter,also Filterstarter, zu kaufen.Das sind die Bakterien die Nitrit zu Nitrat oxidieren.Gibts eigentlich in jedem Zoogeschäft.

Der Dünger sollte bei richtiger Dosierung eigentlich keine Probleme bereiten.Ich hab den auch ne Zeit lang benutzt und war sehr zufrieden damit.Allerdings lief mein Becken da schon drei Monate.Welchen Einfluss Dünger auf einen noch nicht eingefahrenen Stoffwechselkreislauf hat weiss ich leider nicht.

Mit Wasseraufbereitern habe ich persönlich negative Erfahrung,in Form von Garnelensterben,gemacht.Daher gehöre ich zur Contrafraktion :-)
Über längere Zeit rechnet sich da eher eine Umkehrosmoseanlage,gibts beim grossen Onlineauktionshaus schon ab 80€.Ich habe mir auch eine in dieser Preislage angeschafft und bin sehr zufrieden.
Riesenvorteil ist das Schadstoffe zum grössten Teil aus dem Wasser gefiltert,und nicht wie mit Aufbereitern chemisch gebunden wird.
Nachteil ist natürlich der hohe Anteil an Abwasser,auf einen Liter Permeat(Osmosewasser) kommen drei Liter Abfallwasser.
Aber dazu würde ich mir noch andere Erfahrungen einholen.Jedes Becken ist individuell verschieden und jeder hat seine Erfahrungen.

Viele Grüsse

Sven

Edit: Ich hatte mich mit dem Link oben vertan,wollte dir eigentlich den hier posten : http://www.aquaristikfibel.ch/php/index ... el_s15.php
Ich denke das hast du aber schon selbst gefunden ;-)
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Re: Guppysterben

Beitragvon DeniZ » 01.01.2009, 23:00

Hallo,

ich hätte eventuell noch eine andere Theorie für den plötzlichen Tod der Tiere...

Du sagtest deine Oma meinte es gut... Es kann sein, dass deine Guppys gestorben sind, da sie auf dem Weg vom Händler zu dir unterkühlt gewesen sind?!
Das wäre auch eine mögliche Erklärung, das die Tiere quasi einen Kreislaufschock hatten...

Gruß
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Re: Guppysterben

Beitragvon Aqua-Aquaristik » 01.01.2009, 23:47

Hallo,

dünger usw. würde ich für das erste mal weg lassen. Da gehen dir die Pflanzen nicht sofort ein. In 3 Wochen kannst du wieder damit beginnen. Mit Wasseraufbereiter und Garnelen habe ich auch schon gehört, war daher auch vorsichtig. Habe mir jetzt jedoch den von Drak.de gehkauft und ausprobiert. Bisher hatte ich noch keine Probleme. Darauf verzichten würde ich auch nicht unbedingt, wäre bei Wirbellosen nur vorsichtig mit der Dosierung und welche ich nehmen würde.

Gruß

Matthias
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Re: Guppysterben

Beitragvon Teddy » 02.01.2009, 01:26

Hallo

Sehe das auch so wie DeniZ.
Ist für mich jetzt nicht so richtig nachzuvollziehen, wie sich der Haushalt in solch einen Aquarium nur Stunden nach dem Einsetzen der Fische so verändern sollte.
Zumal so ein Fisch ja auch noch ein Weilchen braucht um an dem Nitrit zu sterben.
Davor nichts gemessen, danach nichts gemessen. Würde mich schon wundern.
Haben sie schneller geatmet?

Gruß Teddy
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Re: Guppysterben

Beitragvon sabse1806 » 02.01.2009, 10:07

Hallo Teddy, das ist es ja was ich an der ganzen Nitritgeschichte nicht verstanden hatte. Nitrit war ja sehr gering (0,025) vorhanden, lag aber schon unter der Nachweisgrenze der Handelsüblichen Tests. Daß sie schneller geatmet hatten habe ich nicht gesehen. Sie wurden schlagartig recht ruhig und hatten sich in eine Ecke verkrochen. Der Rote hatte sich sogar immer wieder hinter den Filter geklemmt. Ein paar Stunden später waren sie tot. Gerade der Rote hätte ich nicht gedacht da er am Anfang sehr munter war. Er ist als 3. gestorben, die anderen waren Weibchen.

Sven, du sagst daß ich am Anfang noch kein Nitrit messen konnte da keine Fische da waren, warum konnte mein Test aber auch DANACH nichts feststellen ? Ich hatte ja nach jedem Verlust nachgemessen, später auch mit dem Tröpfchentest.
Und ist so ein geringer Wert wirklich sofort so dermaßen schädlich daß sie innerhalb von eine paar Stunden eingehen ? Selbst wenn sie tatsächlich an einer Nitritvergiftung gestorben wären dann doch eher an den Spätfolgen, also nach ein paar Tagen oder Wochen und nicht ein paar Stunden nach dem Einsetzen... Aber da ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne und ich nicht noch mehr Fische verlieren will frage ich lieber einmal zuviel als zuwenig :D
Ich finde es immer spannend auch die verschiedenen Meinungen zu hören. Jeder Fall ist ja eigentlich individuell und so richtig pauschalisieren kann man nie wirklich.

Es ist nun mittlerweile der 3. Tag an dem kein Verlust zu verzeichnen ist und ich gehe mal davon aus daß der tägl. Teilwasserwechsel was gebracht hat. Die Wasserwerte sind immer noch unverändert, auch der Nitritwert.Worüber ich mir allerdings Gedanken mache ist der PH-Wert. Er schwankt zwischen 7,75 und 8. Ich habe Spaßhalber mal den Wert direkt aus der Leitung gemessen und der liegt bei 7,5. Was habe ich im Aquarium daß den PH-Wert hochtreiben könnte ? Außer Pflanzen, Kies und Sand habe ich noch eine Holzwurzel. Ansonsten nichts.
Hat es Sinn sich solche Mittel zu holen die den PH-Wert senken oder sollte man davon lieber die Finger lassen ?
Die Fische sind munter und mein Mann meint daß die Farben irgendwie ausgeprägter sind. Ich finde auch daß das gelbe und vorallem das blaue Männchen richtig kräftige Farben bekommen haben. Das ist hoffentlich ein gutes Zeichen...

Was es allerdings neues gibt, ich habe ja noch geforscht und bin auf eine Seite gestoßen die Bilder von schwangeren Guppys zeigte. Und so wie unsere Guppyweibchen aussehen werden wir Fischeltern!!!! :mrgreen:
Geburtshilfe müssen wir ja nun keine leisten aber was sollten wir denn beim Futter beachten ? Sollten wir die Jungen von den Eltern trennen ? Wohin mit den Guppys wenn sie zuviel werden ?

A propos Futter, außer Lebend und Frostfutter sollen Guppys ja auch Salat und Gurke bekommen. Wenn ich mir aber so ein Salatblatt ansehe und es mit der tägl. Menge an Flockenfutter vergleiche ist das ja fast eine Monatsration!!! Und wenn ich so ein Salatblatt einfach so reinschmeisse kommen da nicht auch wieder andere, vielleicht schädliche Bakterien mit ins Wasser ? Sollte ich es vielleicht vorher abkochen ? und die Gurke auch ?

Sorry wenn euch die Fragen doof vorkommen aber ich bin jetzt so froh daß ich keine Fischleichen mehr aus dem Aquarium rausfummeln muss daß ich mir jetzt wahrscheinlich zuviele Gedanken mache.
Liebe Grüße
Sabse

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Re: Guppysterben

Beitragvon stproff » 02.01.2009, 15:24

Hallo,

ich tip auch eher auf die Version mit dem Kreislauf, Warm - Kalt - Warm das macht so ein kleines Fischherz net so einfach mit....

zu PH-Wert: soo hoch find ich dein PH eigentlich garnicht aber verlässlich runter bekommst du denn Wert mit Torf, ob du das Torf in denn Filter machst oder ein Beutel (ist eigentlich mit in der Packung drinne) einfach nur reinhängst, ist dir überlassen!

Guppy = Millionenfisch :wink: hab gestern auch 6Babys entdeckt!
Ich geb denn kleinen die erste Woche Flüssignahrung ab der zweiten packen die eigentlich feines Granulat oder zerkleinertes Flockenfutter!

Auch so ein Salatblatt geht, wichtig ist bei frischen Sachen immer abbrühen bzw. abkochen und wegen der größe der Portionen brauchst du dir keine Sorgen machen, denn nach spätestens 24h sollten die Reste wieder aus dem Becken entfernt werden!

LG Stefan
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Re: Guppysterben

Beitragvon Teddy » 02.01.2009, 16:40

Hallo Sabse

Wird schon ein Transport- oder Umsetzfehler gewesen sein. Wenn sie auch noch ruhig geatmet haben.
Wichtig wäre jetzt erstmal, sehr sparsam zu füttern und lieber öfter mal einen kleineren Wasserwechsel.
Sollte dennoch mal etwas zuviel Futter zu Boden sinken, mal an der Futterstelle (eventuell auch unterm Filter) leicht den Boden mit absaugen.
Dein pH-Wert wird sich wahrscheinlich noch ändern, würde da erst mal nichts machen.
Solange kein Futter gammelt, sehe ich da kein Problem drin.

Gruß Teddy
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Re: Guppysterben

Beitragvon Sven 76 » 03.01.2009, 20:25

Hi mal wieder...

an die Möglichkeit eines Umsetzfehlers habe ich garnicht gedacht.Macht bei den aktuellen Temperaturen aber durchaus Sinn.
Und schreib uns doch mal die von dir gemessenen Wasserwerte.
Irgendwie ergeben die von deinem Zoogeschäft ermittelten keinen Sinn.

Den PH-Wert wirst du wie schon geschrieben erst zuverlässig messen können wenn das Becken länger läuft.Während der
Einlaufphase sind da noch zu viele Faktoren im Ungleichgewicht.
Torf ist aber,natürlich abhängig vom Besatz, immer gut da das Wasser eine schöne,bernsteinfarbene Tönung bekommt und zusätzlich Huminsäuren ins Wasser gelangen.

Viele Grüsse

Sven
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Re: Guppysterben

Beitragvon sabse1806 » 03.01.2009, 21:04

Huhu, danke für die Antworten.

Die Wasserwerte die ich anhand des Tröpfchentest gemessen hatte sind :
GH 16
KH 11
PH 8
No2 <0,3
NH3+4 0

Das Einsetzen war in der Tat nicht sehr professionnel. Ich habe mich halt an die Angaben auf der Dehnertüte gehalten und da hieß es die Tüte öffnen, den Rand umstülpen und ins Aquarium setzen, 2mn warten. Einen Becher Aquariumwasser in die Tüte schütten, 15mn warten. Dann noch einen Becher reinschütten und nochmal 15mn warten. Danach die Fische ins Aquarium umsetzen. Was ich dann mit Hilfe eines Keschers gemacht habe. Meine Omi ist mit den Fischen durch die halbe Stadt gefahren in der S-Bahn. Die Fische waren in einem Plastikbeutel der in einer Thermotüte verpackt war (So Tüten die man beim Chinesen bekommt wenn man diese Mini-Frühlingsrollen nach Hause bestellt :mrgreen: )
Mittlerweile weiß ich´s besser (denke ich :P ) und werde es anders machen wenn wir uns unsere ersten Fische kaufen werden. Naja, so viel anders werde ich es auch nicht machen außer daß ich sie nicht mitsamt der Tüte ins Aquarium setzen werden sondern sie in ein Zwischenbecken setze ohne Tüte aber mitsamt dem mitgelieferten Wasser. Immer wieder ins Zwischenbecken Aquariumwasser füllen und nach ein paar Stunden dann, wenn die Fische ok scheinen, ins Aquarium umsetzen. Ich denke mal daß diese Vorgehensweise richtig sein wird, wenn nicht gebt mir bitte Tipps wie ich´s besser machen kann.

Sven, du meintest
Sven 76 hat geschrieben:Torf ist aber,natürlich abhängig vom Besatz
. Guppys ist unser Besatz, ist das ok ? Wenn ja würde ich nächste Woche mal in den Laden tippeln und mir sowas besorgen.
Liebe Grüße
Sabse

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Re: Guppysterben

Beitragvon Teddy » 03.01.2009, 23:36

Hallo Sabse

Also ehrlich gesagt, grundlegend anders setze ich Fische auch nicht ein.
Wenn allzustark an den Wasserwerten geschraubt wurde, ist das noch was anderes.
Ich überprüfe aber vor dem endgültigem Einsetzen noch mal die Temperatur. Ideal wäre ein Quarantänebecken.
Würde den Torf aber mittels Damenstrumpf o.ä. vor dem Filter platzieren und im Moment nicht noch an dem Ding rumwerkeln.

Gruß Teddy
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Re: Guppysterben

Beitragvon Symphysodon » 04.01.2009, 10:10

Hallo,
es ist schon verdammt ärgerlich wenn so blind mit Tieren umgegangen wird, anstatt sich vorher zu informieren. Hauptsache man hat seinen Wünsch in die Tat umgesetzt. Nun gut und Schwamm drüber, schließlich ist so ein Forum auch dazu da um Hilfe rüber zu bringen.
Die ware Ursache ist nicht zu ermitteln und spekulieren ist witzlos. Nitritvergiftung ist auszuschließen und andere Ursachen sind von hier aus nicht zuverlässig zu finden. Noch volgende Tode sind aber nicht auszuschließen. Soweit erst mal zur Situation. Nun zur Vorgehensweise. Grundsätzlich ist die Einlaufzeit eines Aquariums mit 6 Wochen anzusetzen. Warum das so ist, ist schon weiter oben kurz angeschnitten worden. Darum sollte der jetzige Besatz so belassen bleiben und eine sparsamste Fütterung erfolgen. Mit sparsamster Fütterung meine ich, aller drei Tage so viel Futter verabreichen wie ein Tier verbrauchen würde. Das für die nächsten 14 Tage. Den NO2 Wert im Auge behalten und mit einem Tropfentest kontollieren. Nicht über 0,3 mg/l ansteigen lassen, sonst mit Wasserwechsel herunter regulieren. Wasserwechsel nicht übertreiben, kommt auf den NO2 Spiegel an.
Grüße
Rudi
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