Regenbogenfisch: Maulfäule?!

Rund um die Diagnose und mögliche Therapien von Krankheiten der Zierfische.

Regenbogenfisch: Maulfäule?!

Beitragvon *Jule* » 12.04.2009, 12:30

hallo zusammen!
mein vater hat ein problem mit eventueller maulfäule....

1.) Angaben zu örtlichen Wasserwerten (öffentliche Wasserversorgung)
- pH
- kH
- Nitrit (NO2)
- Nitrat (NO3)

2.) Wann ist das Problem zum 1. Mal aufgetreten ?
vor 2 wochen, damals waren 3 fische betroffen. jetzt sind es 5.

3.) Geben Sie eine genau Beschreibung der Symptome an unter denen die Fische leiden.

3 regenbogenfische zeigten vor 2 wochen einen weißen flaum am maul. bei einem war es ausgeprägter als bei den anderen (sah "flauschig" aus). bei den anderen beiden war es noch eher ein weißer fleck. jetzt sind 5 regenbogenfische betroffen, andere symptome zeigen sie nicht, zeigen auch keine verhaltensauffälligkeiten. bei zweien sieht man diese weißen stellen sehr deutlich, z.t. sehen sie auch fädig aus...kann es nicht besser beschreiben. bei anderen ist es noch eher ein weißer fleck, also im anfangsstadium würd ich sagen. andere körperstellen sind nicht betroffen.

4.) Welche Arten sind befallen ?
regenbogenfisch

5.) Welche Arten im Aquarium sind nicht befallen ?

nur die regenbogenfische sind betroffen (insgesamt sind es 6, alles männchen). sonst haben wir noch (500 L):
2 skalare
5 platys
10 neons
8 siamensis
2 antennenwelse
2 engelwelse
5 panzerwelse
6 dornaugen
10 garnelen

6.) Sind auch andere Aquarien (wenn vorhanden) befallen ?

7.) Folgende Angaben zum Aquarium sind wichtig:
- pH: 7,3
- kH: 10
- NHO3; -Konzentration: 5 mg/L, nitrit nicht nachweißbar
- mögliche Kupferkonzentration
- Temperatur: 25 °C
- Volumen des Beckens: ca. 500 L
- Art der Filterung und Belüftung des Aquariums: offenes becken mit Eheim Professionel 3 Außenfilter, CO2 anlage von dennerle, sehr üppiges und gutes pflanzenwachstum
- Zeit seiner Einrichtung: anfang des jahres

8.) Angaben zu Pflegemaßnahmen wie
- letzter Wasserwechsel: vor 2 wochen
- Menge: 50 L
- Häufigkeit: jede woche
- letzte Filterreinigung: noch nie
- wurden Wasseraufbereitungsmittel verwendet: nur so ein "normaler" wasseraufbereiter (von dennerle glaub ich)

9.) Wurden neue Fische,Pflanzen eingesetzt,oder wurden neue Dekorationsgegenstände verwendet ?

vor einem monat wurden die letzten fische eingesetzt (dornaugen und skalare)

10.) Wurde in der letzten Zeit Lebendfutter verfüttert (woher stammt es) und welches Futter wurde verwendet ?

wir füttern hauptsächlich frostfutter (alles mögliche...mückenlarven, kleine krebse (salin krebse?))...und etwas trockenfutter + welstabletten

11.) Sind eventuell folgende chemischen Stoffe in das Aquarium gelangt:
- Sprays
- Farbdämpfe
- Nikotin (Raucherhaushalt)
- Reinigungsmittel

nein!

12.) Sind eventuell neue Wasserleitungen im Haus verlegt worden ?

nein!

13.) Welche Therapiemaßnahmen wurden eventuell schon durchgeführt ?

auf anraten eines zoofachmitarbeiters hat mein vater vor 2 wochen sera baktopur eingesetzt (da es ja nach maulfäule aussieht). nach der behandlung schien es auch besser zu werden, die weißen stellen sind aber nicht ganz verschwunden. 2 wochen nach der behandlung sind jetzt nicht mehr nur 3 fische betroffen, sondern 5. bevor wir jetzt noch mehr chemie ins becken hauen (bin nur am wochenene zu hause, deshalb konnte ich ihn nciht davon abhalten), wollte ich euch fragen ob es auch was anderes außer maulfäule sein könnte? oder sollen wir noch mal eine behandlung vll mit einem anderen mittel versuchen?

hoffe ihr könnt helfen...lg und noch schöne ostern!
Lg, Jule
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Re: Regenbogenfisch: Maulfäule?!

Beitragvon Lisa » 12.04.2009, 17:18

Hi Jule,

kann es vielleicht durch Stress kommen? Sie sollen anfällig dafür sein.
Geh mal auf die Seite: www.aenima.de/rainbow/krankheiten.htm , hoffe es hilft Dir weiter.

LG
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Re: Regenbogenfisch: Maulfäule?!

Beitragvon Brochis01 » 21.04.2009, 17:32

Hallo Jule,

wie Du ja richtig diagnostiziert hast, handelt es sich um die "Maulfäule". Die Infektionsgefahr wächst natürlich und es werden auch weitere Fische davon befallen, wenn nicht schnell genug "eingegriffen" wird.

Nun kommt es auch vor das gewisse Erreger eine gewisse Imunität gegenüber bestimmten Medikamenten entwickelt haben und resistent werden. Ich würde Dir folgenden Handlungsweg vorschlagen.

Setze ruhig noch mal eine Behandlung ( mit dem gleichen Medikament) an und beobachte genau deren Verlauf, es kann auch sein, dass die Wirkung des betreffenden Medikamentes in einem Aquarium das eingerichtet ist abgeschwächt wird und demzufolge mußt Du nachdosieren.

Sollten die Fische noch fressen, dann gibt es vom gleichen Hersteller auch so genanntes Medizinalfutter in Form von Tabletten, was den Vorteil hat, dass der Erreger von "innen" bekämpft wird.

Ganz ohne Chemie - wie du so schön schreibts - wird es nicht gehen, denn ein sogenanntes Naturprodukt gibt es nicht für diese Art von Erregern. Also kann nur die Chemie helfen und richtig angewandt ist sie ein kleiner Seegen gegen diese Art von Krankheit und Erregern.

Aber wie schon geschrieben sollte die Anwendung immer nach den Richtlinien des Herstellers erfolgen.

Ich würde mich freuen, wenn wir wieder von Dir hören bzw. lesen könnten. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der weiteren Behandlung Deiner Tiere.
.....in diesem Sinne und mit freundlichen Grüßen,
Ulli


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Re: Regenbogenfisch: Maulfäule?!

Beitragvon *Jule* » 22.04.2009, 10:42

hi!

danke für deine antwort, hast mir super geholfen! den fischen geht es augenscheinlich noch gut, bis jetzt sind auch keine anderen befallen, fressen tun sie auch noch. die maulfäule ist aber immer noch da. habe beobachtet das sich die regenbogenfische "küssen" (kann es nicht besser beschreiben), d.h. sie berühren sich gegenseitig mit den mäulern...so erkläre ich mir jetzt auch die gegenseitige ansteckung. sind das revierkämpfe? sonst sind sie eignetlich recht friedlich, habe ja nur männer :wink: .
werde dann nochmal mit dem medikament arbeiten und gegebenenfalls nachdosieren. was mache ich denn wenn es nach der 2. oder 3. anwendung immer noch nciht weg ist? nochmal behandeln? nach der letzten anwendung ist es ja schon ein wenig besser geworden, würde daher sagen das die erreger (noch) nicht resistent sind...hoffe sie sind jetzt nicht mutiert :wink: .

lg, jule
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Re: Regenbogenfisch: Maulfäule?!

Beitragvon Brochis01 » 22.04.2009, 15:14

Hallo jule,

es freud mich wenn die eingeschlagene Behandlung anschlägt und die Medikamente erste Wirkung zeigen.

Nach abgeschlossener Behandlung - die auch mit der nötigen Gedult durchgeführt werden sollte - muß dann neu entschieden werden. Hat die eigeleitete Behandlung angeschlagen, dann wurde das Ziel erreicht.

Wenn nicht - was ich eher für unwarscheinlich halte- , dann müssen die Reste des alten Medikamentes aus dem Aquarium raus (Filterung über Aktivkohle und mehrmaliger langsamer Wasserwechsel, nach der Filterung über Kohle) und es muß nach einem anderen Medikament "gesucht" werden.

Aber warten wir es erst mal ab !

Melde dich dann bitte wieder damit ich Dir weiter helfen kann.
.....in diesem Sinne und mit freundlichen Grüßen,
Ulli


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