Überlegungen zum Malawi-Becken

Wer verträgt sich mit wem und wer nicht?

Überlegungen zum Malawi-Becken

Beitragvon Purzel » 14.01.2008, 21:18

Hallo,


Mittlerweile haben wir zumindest das 112l Becken unserer Tochter sehr gut im Griff. In ihrem Becken schwimmt nun seit geraumer Zeit ein Schwarm von ca. 25 Kardinälen.

In unserem noch 360l Becken der ganze Rest und aufgrund falscher Beratung gesammelter Fische. Wobei fast alle ausschließlich noch für das 54l Becken vom Händler an uns verkauft wurden und wir immer die Liste unseres kpl. Besatzes und der WW dabei hatten. Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch kein Internet.

Unser trauriger Rest besteht aus

2 erw. "Yellow´s" verm. beides Männchen
1 Goldfiederbartwels
1 ich vermute jetzt Panaque - wurde als kleiner Antennenwels verkauft

Wir wollen unser Becken nun auf Malawi umstellen. Mein Mann hat nun schon eine tolle Rückwand für das neue Becken gestaltet, die nun nur noch trocknen muß.

Unsere Wasserwerte trotz Wurzel im Becken

pH 8,0
GH 17
KH 12
Nitrat ca. 30 - 40 (kommt mit 50 aus der Leitung)

Geplant ist für das neue Becken wieder Quarzsand, in der selbstgebauten Rückwand sind schon etliche Verstecke eingearbeitet und es müssen wahrscheinlich trotzdem noch Steinaufbauten dazu, denke ich zumindest.

Langfristig sollen dann nur noch Malawis einziehen, da ja schon die Yellow´s da sind.

Ich weiß, daß die Übergangssituation nicht gerade glücklich ist, aber vll. findet sich für die beiden Welse auch noch jemand.

Wie kann ich denn nun meinen Besatz optimieren und vor allem in welcher Anzahl?

Ich dachte daran die Yellow´s aufzustocken mit vier bis sechs Damen,
außerdem würde mir dazu auch evtl. der Pseudotropheus "Acei" gefallen. Oder auch andere Vorschläge. Schön wäre eine zweite Art Mbunas in blau, welche auch im Handel zu bekommen ist.

Welche Anzahl an Fischen wäre denn für die Beckengröße noch O.K.???

Oder habt ihr andere Vorschläge, ich bin eigentlich für alles offen nur möchte ich die Fische nach den Wasserwerten kaufen und nicht das Wasser anpassen.

Gruß Purzel
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Beitragvon Angel » 14.01.2008, 22:23

Meine Yellow's....ich liebe sieee - SEHR GUTE WAHL :D

M ist ganz einfach zu erkennen bei denen: schwarzer strich auf der anale und schwarze brustflossen

Was ich aber leider dazu sagen muss deine Haerte geht ja garnicht fuer die Yellow's das weisst Du, ich wuerde sagen so GH4 und KH 5-6 MAX! Grade dazu noch dein Nitrat...schon mal ueberlegt mit Osmosewaser zu arbeiten???

Bei der AQ groesse wuerde ich schon so 8M und 4W einsetzten....der Nachwuchs stellt sich schnell genug ein :D aber deine WW wie gesagt....enteweder wasser OK bekommen oder andere Fishe suchen die zu deinem WW besser passen.
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Beitragvon Purzel » 14.01.2008, 22:41

Hmmm, hört sich nicht so klasse an, daß sie unsere "Betonbrühe" nicht wollen. Nur höre ich eigentlich immer wieder, daß Härte eigentlich keine große Rolle spielen würde?? :?: Jetzt doch???

Wäre denn evtl. mit Regenwasser gemischt auch eine Alternative? Habe es mich aber bisher nie getraut auszuprobieren, da Kupferdachrinne.

Ja, die Yellow´s bekam meine Tochter für ihr 54l Becken (was kurz danach kaputt ging) verkauft, und nichtsahnend wie wir waren stimmten wir den kleinen Fischchen zu.

Jedenfalls siedelten sie in unser großes Becken um und klein sind die Hübschen (ich denke es sind beides M) wirklich nicht. Klar, bei uns heißt es immer, die Fische sind in dem Wasser aufgewachsen, die fühlen sich wohl. Ob es stimmt? Ich weiß es nicht besser. Aufgrund unseres hohen PH-Wertes und weil uns die Yellow´s echt gut gefallen, wollen wir eigentlich ein Malawi-Becken einrichten (schwitz) nicht schon wieder die falschen Fische ausgeguckt :oops:

Für Alternativen bin ich immer offen. Osmosewasser ja, wenn ich jedesmal 20 km fahre.
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Beitragvon Purzel » 15.01.2008, 07:35

Äh, noch was. Sollen nicht die weiblichen Tiere in der Überzahl sein? Oder lese ich da irgendwas falsch?
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Beitragvon Angel » 15.01.2008, 08:35

Auf jeden Fall ist haerte & pH mit einer der wichtigsten dinge fuer gesunde Fisch! Wer dir da was anderes sagt - nicht zu hoeren.

"Kupfregenwasser" wuerde ich von abstand halten. Osmose musst Du halt wissen ob du den aufwand betreiben magst, oder Geld fuer eine Osmoseanlage ausgeben magst- Wenn nein dann echt anderen Besatz.

Natruerlich soll es umgedreht sein, sorry :oops: nicht mein Tag gestern, also 8W und 4M...aber das Wasser wie gesagt..
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Beitragvon Angel » 15.01.2008, 08:40

Was ich in deimem Wasser vertretbar faende und auch gelb ist sind Goldchilide... GH auch hier eher grenzwertig....

Oder schau doch mal hier durch was dir gefaellt & zu deinem Wasser passt http://zierfischverzeichnis.de

Ich wuerde uaf die dort angegeben werte ich 110% schwoeren, aber eine gute richtigung gibt es dir auf jeden fall vor.
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Beitragvon Purzel » 18.01.2008, 07:21

Danke Angel.

Also dann doch lieber Fische aus Tanganjikasee, ich wollte halt auf die beiden Yellow´s aufbauen, die bei uns im AQ flösseln und eigentlich einen sehr gesunden und agilen Eindruck vermitteln.

Ja, aber eigentlich wollte ich keine so aggressiven Fische.

Gibt es den Goldchiliden eigentlich noch in einer anderen Farbe? Ein Bekannter von uns hat Goldchiliden und noch angeblich die gleiche Art in blau dazu gepflegt. Diese attackierten sich ständig, so daß nach kurzer Zeit nur noch ein Fisch übrig blieb. Daher wollen wir eigentlich von aggressiven Fischen "die Finger lassen", da wir noch zu wenig davon verstehen.

Gruß

Purzel
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Beitragvon Angel » 18.01.2008, 08:28

Gut Du kannst sicher auch mit entsprechender Technik im / am AQ deine WW so aendern, das es fuer Yellow's passend ist, wenn Du das machen magst?

Schau doch einfach oben den zierfish link durch was Dir gefaellt, kannst auch ganz links nach WW dir fishe anzeigen lassen...
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Beitragvon Zeus faber » 18.01.2008, 11:29

Angel hat geschrieben:Auf jeden Fall ist haerte & pH mit einer der wichtigsten dinge fuer gesunde Fisch! Wer dir da was anderes sagt - nicht zu hoeren.


Moin,

ähm, *rääusper*

Mbunas kann man wunderbar, lange und erfolgreich in so hartem Wasser über Generationen halten und vermehren. Früher wurde sogar bewusst das Wasser angehärtet um den Ph hoch zu halten(Rieselfilter mit Muschelbruch/Korallensand). Die Mbunas benötigen einen alkalischen Ph, einen großen Grünfutteranteil und sauberes Wasser, alles andere ist nicht relevant!
Wenn Du es nicht glaubst: Nimm Kontakt zu Vereinen und Züchtern auf, die werden Dir das bestätigen. Selbst in Gh25/Kh 20 sind die Tiere ABSOLUT PROBLEMLOS!
Ich selber habe über 10 Jahre lang Mbunas in hartem Wasser gehalten und gezogen. Manchmal kommt dann noch das Argument der schnelleren Alterung in hartem Wasser...meine Labeotropheus trewavasae
sind im Schnitt 8, teilweise 10 Jahre alt geworden - also weit über die Lebenserwartung im Malawisee hinaus.
Labeotropheus trewavasae ist übrigens ein wunderbarer Mbuna, den es in den verschiedensten Farbschlägen gibt und sehr empfehlenswert ist. Er hat den Vorteil, das man den Nachwuchs gut in den Handel geben kann - dann nur keine Standortarianten mischen. Vor über 15 Jahren habe ich mit dieser Art meine Aquarien finanziert :wink: ; damals waren sie, je nach Variante, auch noch eine ganze Ecke teurer und haben mein taschengeld nett aufgebessert.

Lg Markus
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Beitragvon Purzel » 19.01.2008, 22:34

Hallo,

also, erst mal danke für Eure Antworten.

Ja, ich dachte eben auch, für Malawis wären die Bedingungen recht gut.

Aber was könnte ich denn als zweite Art zu den Yellow´s einsetzen?

Wichtig ist für mich eigentlich noch, daß sie ähnliche Futteransprüche haben und sich nicht "kreuzen" können. Schön fände ich noch eine blaue Art dazu. Gedacht hatte ich da evtl. an Pseudotropheus "Acei". Der Fisch sollte aber auch im normalen Handel erhältlich sein.
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Beitragvon Zeus faber » 20.01.2008, 00:22

Moin,

P."acei" sind schon gut geeignet und normalerweise auch gut zu bekommen. Ein Händler mit gut sortierter Grabenseeabteilung müsste die haben oder zumindest gut besorgen können.

Gruß Markus
Zeus faber
 

Beitragvon Purzel » 22.01.2008, 07:33

Hallo,

also, ihr meint wirklich, die beiden Fischarten kann ich bedenkenlos in dem Wasser halten. Wäre ja wirklich schön.

Der max. Besatz wäre dann bei unserer Beckengröße (120 x 50 x 55 cm) jeweils 2/4 Yellow´s und 2/4 Acei, sehe ich das richtig?

Kann ich zu unseren zwei ausgewachsenen Yellow´s Jungfische dazusetzen oder sollten die "neuen" dann auch schon ausgewachsen sein?

Danke nochmal für Eure Antworten.

Gruß
Purzel
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Beitragvon Fabius » 19.04.2008, 13:00

Hallo,

also ich halte folgende Malawis zusammen :

1/3 Labidochromis caeruleus yellow
1/2 Labidochromis hongi red top
2/6 Metriaclima estherae minos reef
1/2 Pseudotropheus demasoni

Der Besatz schwimmt seit guten 2 Jahren in einem 350 Liter-Becken und wurden alle in der gleichen Größe (knappe 2cm) eingesetzt. Bis dato gab es keinerlei Probleme (Revierkämpfe). Der Besatz ist absolut harmonisch.

Die Fische werden ausschließlich in normalen Leitungswasser gehalten ohne großartige Wissenschaft um die Wasserwerte zu machen ! Manche mögen mich jetzt sicherlich lünchen ... aber es gibt durchaus Züchter denen man, wie man erfahren konnte, absolut vertrauen kann.

Empfehlenswert ist es sicherlich, daß man sehr viel Lochgestein ins AQ gibt, um Verstecke zu bilden. Bei mir sind gute 50kg Lochgestein im Becken und bietet viele Löcher zum Durchschwimmen und Verstecken.

Bei Bedarf kannst du auch gerne Fotos von meinen Becken und den Fischen haben.


Gruß Fabius
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