Hallo Stefan,
als erstes gleich mal eine Frage an dich : Hast du vor mit dem Nano- Becken in die Meerwasseraquaristik einzusteigen ?
Du solltest wissen das Nano- Becken biologisch wesentlich instabiler sind als grössere Aquarien und einen erheblich grösseren Pflegeaufwand benötigen. Da kann viel schneller mal was schiefgehen und einem den Spass am Hobby verderben.
Welche Tiere betreiben Symbiose untereinander ? ( Koralle - Alge )
Die wichtigste Symbiose der Riffaquaristik hast du bereits erwähnt. Deine Frage ist aber sehr allgemein gestellt und daher in der Form nicht zu beantworten. Es gibt zu viele Symbionten um das hier im Detail aufzuzählen.
Kann ich da auch Garnelen, oder so gar Fische einsetzen ?
Fische gehen auf keinen Fall, dazu ist das Becken viel zu klein. Garnelen und Krebse sind aber machbar.
Einige Thor amboinensis und ein Paar (M/W) Neopetrolisthes maculatus sind interessante Pfleglinge und in Nanos gut zu halten.
Ich lese immer man soll Osmose oder Destilliertes Wasser nehmen wie so ?
Durch Umkehrosmose werden mögliche Schadstoffe entfernt und das Wasser entmineralisiert. Zusätzlich sollte man im Seewasserbereich noch einen Silikatfilter nach der Osmose schalten, denn viele Anemonen und Korallen reagieren empfindlich auf zu hohe Silikatkonzentrationen, die auch erhöhtes Algenwachstum verursachen.
Muss die Beleuchtung einen Blauanteil zwingend haben ?
Kurz und bündig : Ja
Blaues Licht dringt Aufgrund seiner Wellenlänge tiefer in das Wasser vor, nebenbei kommen die fluoreszierenden Farbanteile von Korallen so besser zur Geltung.
Wie lange Muss die Beleuchtungszeit sein ?
Hierbei orientiert man sich am besten an der Dauer eines Tropentages.
Zwischen 10 und 13 Stunden täglich, wobei die ersten und letzten 1,5- 2 Stunden nur blau beleuchtet werden.
Der Hintergrund ist das das Licht morgens und abends in der Natur in einem sehr schrägen Winkel auf das Meer scheint, so das die volle Lichtintensität im Riff nur 8-10 Stunden am Tag vorhanden ist.
Viele Grüsse
Sven