Fadenalgenplage

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Fadenalgenplage

Beitragvon Black-Peppe » 01.06.2008, 22:31

Meinen Teich habe ich letztes Jahr im Juli fertiggestellt.
Dieses Jahr habe ich bei dem guten Wetter mit einer wahren Fadenalgenplage zu kämpfen.
Hab erst mechanisch versucht, der Lage Herr zu werden (Algenhexe),
dann mit einem Sauerstoff-Mittel gegen Algen. Hat alles nichts genützt, die Algen wachsen an einem Tag komplett nach. Ph Wert ist ca 8, kein Nitrat, Wasser ist ansonsten klar.
Was kann ich noch tun???
Freue mich auf Eure Tipps, Gruss Volker
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 02.06.2008, 20:20

Hallo,

ist der Teich direkt in der prallen Sonne oder eher im Halbschatten bis Schatten. Wie sieht es mit Blüten und Blättern aus, können diese in großer Menge ins Wasser gefallen sein. Ich würde mal vermuten, dass du einen enormen Nährstoffüberschuss hast. Wobei dein Nitrat ja bei Null ist...

Hattest du letztes Jahr auch schon mit Algen zu kämpfen?

Wie groß ist eigentlich dein Teich. Gefiltert wird er oder?

Gruß

Matthias
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Beitragvon Black-Peppe » 27.06.2008, 16:28

Hallo, Matthias, vielen Dank für Deine Antwort.
Der Teich ist im vergangenen Juli fertiggeworden, ich habe eine Filteranlage mit UV-Bestrahlung (Biotec), der Teich fasst bei einer max. Tiefe von 180 cm ca. 11000l
Es sind ca. 45 Goldfische und ein Koi darin sowie 5 Nasen.
Im letzten Jahr hatte ich keine Probleme mit den Fadenalgen.
Der Teich liegt größtenteils in der Sonne. Blätter werden durch einen Skimmer abgesaugt. Sicherlich liegt aber mittlerweile einiges auf dem Grund.
Die Algen wachsen weiterhin munter, sie werden regelmäßig rausgefischt.
Selbst die Pflanzen wie Seerosen etc, sind von dem Zeugs umhüllt.

Bild
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 28.06.2008, 08:40

Hallo,

ja sehe es schon. Recht viel Sonne. Viele Pflanzen sind jetzt nicht im Teich oder wirkt das auf dem Bild nur so. Denke es könnte an einem Nährstoffüberschuss liegen. Wie oft fütterst du?

Gruß

Matthias
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Beitragvon Tara » 06.07.2008, 12:49

Hi!

Auch wenn der Nitratwert nicht nachweisbar ist, heißt das nicht, dass man kein Nitrat drin hat. Je nach Auflösung des Tests ( einige fangen erst bei 10mg/L an) kann es mehr oder weniger sein.

Welcher Wert auf jeden Fall interessant wäre, ist der Phosphatwert! Phosphat sollte nicht nachweisbar sein. Gerade günstige Teichfuttersorten ( häufig Großgebinde zu günstigen Preisen im Baumarkt) enthalten häufig Unmengen an Phosphat. Da wäre ein Wechsel der Futtersorte ratsam. Das Futter von Hikari enthält nur wenig zum Beispiel.

Schreib uns bitte mal die folgenden Werte von deinem Teich:
KH
Phosphat
und den Leitwert falls möglich

Die Sonne ist kein Grund für Algen. Sie bringt nur viel Energie, was Algen, wenn sie genug Nährstoffe vorfinden, sofort ausnutzen.

Bye

Tara
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Beitragvon Symphysodon » 06.07.2008, 13:20

Tara hat geschrieben:Hi!

Auch wenn der Nitratwert nicht nachweisbar ist, heißt das nicht, dass man kein Nitrat drin hat. Je nach Auflösung des Tests ( einige fangen erst bei 10mg/L an) kann es mehr oder weniger sein.

Welcher Wert auf jeden Fall interessant wäre, ist der Phosphatwert! Phosphat sollte nicht nachweisbar sein. Gerade günstige Teichfuttersorten ( häufig Großgebinde zu günstigen Preisen im Baumarkt) enthalten häufig Unmengen an Phosphat. Da wäre ein Wechsel der Futtersorte ratsam. Das Futter von Hikari enthält nur wenig zum Beispiel.

Schreib uns bitte mal die folgenden Werte von deinem Teich:
KH
Phosphat
und den Leitwert falls möglich

Die Sonne ist kein Grund für Algen. Sie bringt nur viel Energie, was Algen, wenn sie genug Nährstoffe vorfinden, sofort ausnutzen.

Bye

Tara


Hi,
sorry Tara, aber was willst du aus dem Leitwert heraus lesen?
Grüße
Rudi
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Beitragvon Tara » 06.07.2008, 14:15

Hi!

Nun ja, die Leitfähigkeit bestimmt den osmotischen Druck. Teichfische mögen einen höheren Leitwert, der natürlich in Zusammenhang mit den anderen Wasserwerten steht. Ich hatte zum Beispiel schon Fälle, wo der PH Wert nur bei 6 lag, die KH bei 3, aber ich einen Leitwert von über 600 Mikro-Siemens pro cm lag ( und das ganze auch andersherum). Trotz hohem Leitwert würden sich die Teichfische ( insbesondere Koi) dort nicht wohlfühlen. Der Teich ist eine biologisches System und auch die Bakterien im Teich fühlen sich nur in einem bestimmten Rahmen von Wasserwerten wohl und können vernünftig arbeiten.

Das ist zumindest das, was ich bei Krause heraus lese und meine Praxiserfahrung und die meiner Kollegen. Ich kann natürlich auch gewisse Zusammenhänge übersehen haben. Dann klär mich bitte auf. Ich finde nichts schlimmer, als irgendwo eine Wissenslücke zu finden und sie nicht schließen zu können. Wir werden dumm geboren, wenn wir dumm sterben, dann haben wir was falsch gemacht :wink:

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Beitragvon Symphysodon » 06.07.2008, 14:59

Tara hat geschrieben:Hi!

Nun ja, die Leitfähigkeit bestimmt den osmotischen Druck.

Das ist nur bedingt richtig. Man sollte immer von den Heimatgewässern ausgehen und da sind kaum Schadstoffe enthalten die auch den eltr. Leitwert zusätzlich erhöhen. Eigentlich ist bei einem natürlichen Gewässer nur die GH und Säuren als Haptbestandteil des Eltr. Leitwertes zu nennen. Der Leitwert in einem Gartenteich sagt absolut nichts über die Wasserzusammensetzung aus und sollte nie isoliert betrachtet werden. Denn dort herscht in keinem Falle ein natürliches Ionenverhältnis. Es sei denn es sind keine Fische drin und selbst da gibt es reichlich Schadstoffe.

Teichfische mögen einen höheren Leitwert, der natürlich in Zusammenhang mit den anderen Wasserwerten steht.

Ich hatte zum Beispiel schon Fälle, wo der PH Wert nur bei 6 lag, die KH bei 3, aber ich einen Leitwert von über 600 Mikro-Siemens pro cm lag ( und das ganze auch andersherum).

Bei einem natürlichen Ionenverhältnis und unbelasteten Wasser hast du bei KH 3 ca. 100µS/cm dazu kommen noch die Ionen der Säure. Dabei kommst du auf max. 140 µS/cm. Der Rest sind Verunreinigungen verschiedener Art.

Trotz hohem Leitwert würden sich die Teichfische ( insbesondere Koi) dort nicht wohlfühlen.

Ich weiß jetzt nicht welche KH Kois bevorzugen aber bei deinem Beispiel (600µS/cm - 140µS/cm) oben ist das nachvollziehbar. Damit siehst du, dass man am Leitwert nichts festmacchen kann. Es sei denn man kennt alle Wasserparameter.

Der Teich ist eine biologisches System und auch die Bakterien im Teich fühlen sich nur in einem bestimmten Rahmen von Wasserwerten wohl und können vernünftig arbeiten.

Wenn du die Nitrifikationsbakterien meinst, so ist die Spannweite ihrer Akzeptanz weit gefächert. Weiter als die der Fische.

Das ist zumindest das, was ich bei Krause heraus lese und meine Praxiserfahrung und die meiner Kollegen. Ich kann natürlich auch gewisse Zusammenhänge übersehen haben. Dann klär mich bitte auf. Ich finde nichts schlimmer, als irgendwo eine Wissenslücke zu finden und sie nicht schließen zu können. Wir werden dumm geboren, wenn wir dumm sterben, dann haben wir was falsch gemacht :wink:

Tara
Grüße
Rudi
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Beitragvon Tara » 07.07.2008, 07:38

Ach so! Ok, die Verunreinigungen habe ich übersehen. Die hat man im Aquarium ja normalerweise nicht.

Danke dir

Tara
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Beitragvon Symphysodon » 07.07.2008, 17:22

Hi,
doch doch, die hast du da auch. Denke dabei an Nitrat oder Phosphat usw.
Grüße
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