Muscheln ins Aquarium, oder besser nicht?

Schnecken, Krebse und Krabben, Garnelen oder ähnliches sind hier das Thema

Muscheln ins Aquarium, oder besser nicht?

Beitragvon jogi1962 » 15.11.2007, 09:55

Meine Frage ist,
ist es sinnvoll in mein Süßwasseraquarium Muscheln einzugliedern, oder lieber nicht.
Es handelt sich um ein 120 Liter Becken mit ganz normalem Besatz wie Neonsalmler Schwertträger Welse, Platys und Guppys.
Mir wurde gesagt, das diese Muscheln biologische Filter sind.

Da ich totaler Neuling auf dem Gebiet bin, wäre ich für jede schon gemachte Erfahrung und jeden Tipp sehr dankbar.
Vielen Dank im Voraus
LG
Jogi
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Beitragvon Guppyfan » 15.11.2007, 11:49

Hi

würde mich auch interessieren.
Wie kann man sehen das eine muschel tot ist :?
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Beitragvon Yviss » 15.11.2007, 12:03

seht mal hier:
http://www.aqua-aquaristik.de/Forum/sue ... cheln.html

ich denke wenn sich die muschel nicht mehr öffnet bzw. beim berührern verschließt ist sie wohl tot.
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Beitragvon jogi1962 » 15.11.2007, 12:55

Damit ist meine Frage aber nicht so ganz beantwortet, denn diesen Thread habe ich schon gelesen.
Ich habe einen leistungsstarken Filter im Becken. Nur weiß ich nicht, ob es Sinn macht, wenn man sich ein oder 2 Muscheln zusätzlich in das Becken setzt. Hat es eventuell negative Folgen, oder irgendeine Unverträglichkeit mit meinen Fischen.
Muß ich irgend etwas Besonderes beachten oder gar ganz davon die Finger lassen?
LG
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Beitragvon Yviss » 15.11.2007, 18:22

Ich finde es schon teilweise beantwortet. meiner meinung nach wäre es nicht sinnvoll. da filter vorhanden. ich würde das risiko mir mushceln ins becken zu setzen nicht eingehen. Denn wenn sie eingehen, ist das so eine overkill wie bei AS.
Es gibt wohl fische die gerne die muscheln nerven und dadurch auch stressen. ein vorzeitiges verenden kann vorkommen. welche fische ads im einzelenn aber sind und ob es die wirklichkeit wiederspiegelt weiss ich nicht genau.

Ebenso müsstest du unmengen Muscheln beherbergen um an einen filter heranzukommen.

was für einen Beckengröße hast du denn?

also mein Fazit....vielelicht meldet sich ja noch jemand....ich würde es lassen, zu riskoreich und kein nutzen. wenn dann liebhaberei, aber naja....
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Beitragvon jogi1962 » 15.11.2007, 18:56

das Becken fasst 120 L.
und den Filter möchte ich auch nicht durch Muscheln ersetzen.
Ich dachte lediglich daran, es zu ergänzen. Aber wie gesagt, ich nehme sehr gerne einen Rat an und wenn es Risiken in sich birgt, dann verzichte ich eher darauf. Sicher ist sicher.
Als Anfänger habe ich eben Angst einen folgenschweren Fehler zu begehen und da würde mir das Herz bluten.
Vielen Dank erst einmal dafür
LG
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Beitragvon Yviss » 15.11.2007, 20:05

ne habe schon verstanden das du nicht ersetzen willst.
also ich würde es lieber lassen.
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Beitragvon gezina » 15.11.2007, 20:10

Ich habe mal irgendwo gehört, dass die auch schwer zu ernähren sind, weil die nur Schwebstoffe aus dem Wasserfiltern, wenn das nicht Nährstoffreich (Schwebalgen, Kleinstorganismen) genug ist, muss die arme Muschel hungern.

Außerdem sind die wohl auch für AQs eher ungeeignet sondern eher für den Teich, wegen der Temperatur und weil die aufgrund des Nahrungsbedarfs reichlich Wasservolumen brauchen. Obdas auch Art abhängig ist weiß ich nicht.

Ich möchte betonen, dass ich das aus der letzten Ecke meines Hirn gekramt habe und auch keine eigenen Erfahrungen mit den Dingern habe.

Tot sind die glaube ich wenn sie nicht mehr schleißen. Und da hat Yviss recht, das ist saugefährlich fürs Wasser wenn die nicht Zeitnah entfernt werden.

LG nadine
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 15.11.2007, 20:43

Hallo,

von Muscheln im Aquarium halte ich nichts. Auf dauer ist das Wasser zu warm und die Lebensdauer ist geringer. Dazu kommt das Problem der ernährung.

Wenn die Tiere versterben, dann kann das Wasser schnell umkippen.

Tote Muscheln erkennt man am Geruch.

Gruß

Matthias
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Beitragvon jogi1962 » 15.11.2007, 22:16

Na ja, wenn die Muschel erst riecht, dann ist es wohl eh zu spät :lol:

Aber ich danke euch, denn als absolut beginner macht man aus lauter Übermut nachher mehr kaputt als es nützt. Gut das ich gefragt habe.

Ich laß also die Finger davon und gut ist.

Aber wie sieht es mit so einer Fächergarnele aus, könnte das klappen?
LG
Jogi
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Beitragvon Aqua-Aquaristik » 15.11.2007, 22:27

Hallo,

och das geht ganz schnell mit dem riechen. So erkennt man bei Schnecken ob noch Leben in ihnen steckt. Durch den hohen Eiweißanteil der Tiere und das warme Wasser passiert das leider zu schnell.

Von der Größe her geht das. Aber ich befürchte dass die Schwertträger und die Platys etwas vorwitzig sein könnten und den Garnelen an den Fächern ziehen könnten. Aber da lass ich lieber noch mal die Experten dran, kenne mich mit denen nicht so aus.

Gruß

Matthias
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Beitragvon jogi1962 » 15.11.2007, 22:40

da bin ich aber auch mal gespannt auf die Expertenmeinung :shock: :roll:
LG
Jogi
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Beitragvon Ygra » 16.11.2007, 11:05

Yviss hat geschrieben:seht mal hier:
http://www.aqua-aquaristik.de/Forum/sue ... cheln.html

ich denke wenn sich die muschel nicht mehr öffnet bzw. beim berührern verschließt ist sie wohl tot.

*kopfschüttel*
Muscheln verschließen sich mittels Kontraktion von Muskeln, und zu der ist ein toter Organismus von selber nicht mehr fähig, insofern sind Muscheln, die sich schließen können lebendig und jene, die sich nicht mehr schließen können tot.

Hier lese ich vermehrt das Argument, dass von der Muschelhaltung abgeraten wird, da das unbemerkte Versterben ein Kippen des Wassers verursachen könnte...stimmt wohl in bedingtem Rahmen auch...aber tatsächlich sollte im Vordergrund die Tatsache stehen, dass hier lebende Tiere qualvoll sterben.
Mir scheint diese Probelamtik wesentlich eher erwähnenswert, als die Möglichkeit ungünstiger Wasserwerte durch Verwesungsstoffe.

Muscheln, die nicht ausreichend Nährstoffe aus dem Wasser filtrieren können verhungern über den quälend langen Zeitraum von ca 6 Monaten. Und selbst, wenn man hingeht und die Muscheln konsequent in Extragefäßen mittels Umwölken füttert, so reicht dies doch nicht ihrem Nahrungsbedarf und am Ende verhungern sie doch. Nur leider bemerkt man den Prozeß des Verhungerns erst in dem Moment, in dem die Muschel stirbt, sie wirken im Vorfeld weder lethargisch, noch können sie auf irgendeine andere Weise signalisieren, dass es ihnen nicht gut geht.

Sosehr die Möglichkeit der biologischen Filterung durch Muscheln reizen mag ( ging uns damals nicht anders, klang alles so schön natürlich), so wenig ist es vertretbar ein derart qualvolles Sterben wissentlich in Kauf zu nehmen, denn Muscheln sind lebende Tiere die ebenfalls ein Recht auf artgerechte Haltung haben.

LG
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Beitragvon Yviss » 16.11.2007, 16:02

Ygra hat geschrieben:
Yviss hat geschrieben:seht mal hier:
http://www.aqua-aquaristik.de/Forum/sue ... cheln.html

ich denke wenn sich die muschel nicht mehr öffnet bzw. beim berührern verschließt ist sie wohl tot.

*
kopfschüttel*
Muscheln verschließen sich mittels Kontraktion von Muskeln, und zu der ist ein toter Organismus von selber nicht mehr fähig, insofern sind Muscheln, die sich schließen können lebendig und jene, die sich nicht mehr schließen können tot.

dasmeinte ich so...aber wenn man sich es nochmal durchließt kann man es auch so verstehen ..wardoof geschrieben, aber wie meinten das gleiche. :oops:
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Beitragvon Naela22 » 07.12.2007, 03:00

Hi , habe lange zeit in einem zoogeschäft praktikum gemacht und dort hatte sie auch Miesmuscheln in allen aquarien , aber nur zum testen...
Sollten auch das wasser filtern usw , leider sind die muscheln nach und nach eingegangen und das wasser musste trotzdem gewechselt werden.
Lg naela
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