Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Themen wie ,erfolgreiche Haltung und Bestimmung von Wasser - und Sumpfpflanzen.

Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon Boesemann140192 » 26.07.2009, 11:32

Verschoben nach Wasser - und Sumpfpflanzen. Sy.

Hallo ich bin auch mal wieder da,
ich hab mehr oder weniger ein problem mit meiner anubias.
auf ihr bildet sich ein bräunlicher belag.
kieselalgen kann ich eigentlich ausschließen, da dieser belag nicht abgekratzt werden kann, ohne die pflanze zu beschädigen.
auch auf meinem wassernabel tritt dieser belag auf.
hat jemand eine idee was das ist? ich hab im internet nach langer suche nichts sinnvolles gefunden.

hier ein paar bilder:
http://img18.imageshack.us/i/dsc02381x.jpg/
http://img258.imageshack.us/i/dsc02382.jpg/
Gruß,

Nico
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon dieter » 26.07.2009, 18:45

Hallo

Das sind ganz eindeutig Algen.

VG Dieter
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon jan » 31.07.2009, 11:21

da die anubias im verhältnis gesehen relativ langsam wächst ist sie schnell ein opfer von algen.sieht halt net so schön aus, aber algen kommen in der natur ja nun auch vor und gehören zu einem ökosystem dazu wie andere sachen auch. denke nicht das man in der natur leuchtend grüne satte pflanzen ohne algen finden wird. :D aber sie werden deine pflanze nicht umbringen.

gruß
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon tropicalfish » 07.08.2009, 13:48

Hallo Zusammen,
in der Natur sind in der Regel, da wo unsere Aquarienfische schwimmen gar keine Wasserpflanzen. Manchmal hängt gras ins Wasser – so ein Biotop, das wie ein Aquarium aussaht hab ich nur einmal gesehen. Aber auch da gab es jede menge Algen.
Im Aquarium gibt es die also auch. Wenn einem das stört, kann man mit CO2 düngen, dann wachsen die Pflanzen schneller als die Algen. Oder man setzt Fische oder Garnelen ein, die das Problem lösen. Garnelen währe der Tipp nummer 1 – hängt aber davon ab, was sonst noch so drin ist. Manche Fische fressen die Garnelen oder deren Jungtiere. Bei Fischen denkt man natürlich auch gleich an normalen Antennenwelse. Diese sind aber eher Faul und oft knabbern Sie Pflanzen an, wenn man sie nicht mit Kartoffel oder Möhre füttert. Dann währe der Schilderwels. Der frisst Deine Algenbeläge ganz sicher – nur sind es grade mal genug für ein paar Minuten, dann ist er hungrig – frisst zwar auch andere Sachen, wird allerdings sehr groß und wenn Ihm die Algen auf dem Anubiasblatt schmecken frisst er das vielleicht gleich mit an. Besser sind andere Antennewelse – ich hatte mal welche, welche als Jungtier schwarz mit blauen/weißen Punkten waren und dann ganz schwarz wurden. Die waren richtig gut. Sollten aus den Algen Pinselalgen werden klein Büschel brauner Haare mit etwa 3 bis maximal 10mm länge – kommt vorwiegend in gut gepflegten Aquarien vor, so wie Deins aussieht. Helfen nur Rüsselbarben. Die wo der Längsstreifen bis durch den Schwanz durchgeht und wie abgeschnitten am Flossensaum endet. Das ist der einzige Fisch, der Pinselalgen frisst. Konnte aber auf Deinen Fotos noch nicht erkennen ob es Pinselalgen werden, müsste man näher hinschauen. Aber typisch währe es für Anubias
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon Capricorn » 08.08.2009, 20:19

Hallo!

tropicalfish hat geschrieben:Wenn einem das stört, kann man mit CO2 düngen, dann wachsen die Pflanzen schneller als die Algen.

Oder auch nicht....
Wenn ein oder mehrere andere Nährstoffe Minimumfaktoren sind, nützt eine CO2-Begasung auch nicht wirklich was.

tropicalfish hat geschrieben:Oder man setzt Fische oder Garnelen ein, die das Problem lösen. Garnelen währe der Tipp nummer 1 – hängt aber davon ab, was sonst noch so drin ist.

Hängt auch davon ab, um welche Algen es sich handelt. Nicht jede Garnele frisst jede Algenart.

tropicalfish hat geschrieben:Sollten aus den Algen Pinselalgen werden klein Büschel brauner Haare mit etwa 3 bis maximal 10mm länge – kommt vorwiegend in gut gepflegten Aquarien vor, so wie Deins aussieht. Helfen nur Rüsselbarben.

Unsinn!
In gut gepflegten Aquarien wirst du Pinselalgen wohl vergeblich suchen.
Die lassen sich übrigens relativ leicht und mit etwas Geduld auch ohne Rüsselbarben bekämpfen.

tropicalfish hat geschrieben:Das ist der einzige Fisch, der Pinselalgen frisst.

Und auch das ist falsch.
Viele Grüße

Frank
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon Symphysodon » 09.08.2009, 10:33

Hi Frank,
du hast nun tropicalfish's Beitrag auseinander genommen. Ok, aber wo bleiben die Richtigstellungen? Wäre doch gut wenn du welche anbieten würdest.
Ich währe :dafür:
Grüße
Rudi
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon tropicalfish » 09.08.2009, 14:17

Hallo Frank zum zweiten Heute,
die Goldwage nervt – im Sinne der Richtigstellung und konstruktiver Kritik. Ein paar Fragen für Dich:
Woher weißt Du, dass „andere Nährstoffe Minimumfaktoren sind“ in Boesemann140192 Aquarium – schreibt er, dass die Pflanzen schlecht wachsen?
Na welche Algen sind es denn nun?
„gut gepflegten Aquarien“ ist kein klarer Begriff! Wie sieht Dein Geduld erprobtes Rezept aus?
Wie währe es mit einer Liste von diesen Fischen?
Ich schreib hier nur rein was ich selber ausgetestet hab. Soll heißen Becken mit jede Menge Pinselalgenverseuchter Deko (kein Problem wenn viele Barschfreunde im Verein) in einer Aquarienausstellung aufgestellt – natürlich kleiner erläuternder Text dazu und am Eröffnungstag ein paar Rüsselbarben eingesetzt – bis zum Ende der Ausstellung war alles sauber. In sofern gebe ich Dir recht „einziger“ ist strittig. Aber in Ermangelung weiterer Testkandidaten… warte dann mal auf Deine Liste.
tropicalfish
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon Capricorn » 09.08.2009, 20:46

tropicalfish hat geschrieben:die Goldwage nervt

Was nervt, ist dein mit dem Brustton der Überzeugung vorgetragenes Halbwissen (siehe auch anderer Thread).

tropicalfish hat geschrieben:Na welche Algen sind es denn nun?

Sehen auf den ersten Blick aus wie Kieselagen, die können durchaus auch mal recht schwer abzureiben sein. Könnte aber auch ein beginnender, leichter Befall mit schwarzen Punktalgen sein, die lassen sich nicht abreiben.

tropicalfish hat geschrieben:Woher weißt Du, dass „andere Nährstoffe Minimumfaktoren sind“ in Boesemann140192 Aquarium – schreibt er, dass die Pflanzen schlecht wachsen?

Nein, schreibt er nicht. Ich habe auch nirgends behauptet, dass in seinem Aquarium andere Nährstoffe Minimumfaktoren sind. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil...

Warum schreibst du oben von CO2? Hat der Threaderesteller geschrieben, dass seine Pflanzen schlecht wachsen oder der CO2-Gehalt seines Wasser zu niedrig ist?
Warum schreibst du von Pinselalgen, wenn auf den Fotos keine einzige davon vorhanden ist?
Ansonsten mach dich bitte mal näher mit dem Liebig'schen Minimumgesetz vertraut, dann lernst du auch, dass eine alleinige Zugabe von CO2 nicht automatisch der Heilsbringer für guten pflanzenwuchs sein muss.
Zusätzlich auch hilfreich: http://heimbiotop.com/ernae.htm


tropicalfish hat geschrieben:Wie sieht Dein Geduld erprobtes Rezept aus?

Wie soll ich was dazu sagen, wenn gar keine näheren Infos zum Aquarium vorhanden sind? Ich bin ja nicht du und sauge mir irgendwas aus den Fingern oder empfehle irgendwelche Fische als Algenvertilger, ohne dass ich was über die Aquariengröße und sonstigen Besatz etc. weiß.
Und so ganz allgemein würde ich mir wegen der paar Algen eh keinen Kopf machen.

Falls du mit deiner Frage Pinselagen meinst:

- zu stark befallene Blätter/Pflanzen abschneiden/rausschmeißen. Stark befallene Wurzeln ggf. abkochen/abschrubben.
- stärkerer Bepflanzung mit mehr schnell wachsenden Arten
- ca. 12 Std. Beleuchtung
- Installation einer CO2-Anlage, CO2-Gehalt im Wasser bei ca. 15-20 mg/l
- regelmäßige und ausreichende Zufuhr von Makro- und Mikronährstoffen
- Weglassen sämtlicher adsorbierender Filtermassen wie Nitrat-Ex, Phosphat-Ex und wie sie alle heißen.

Als ich vor 20 Jahren mit der Aquaristik angefangen habe, hatte ich auch Pinselalgen, und nicht zu knapp.
Gedüngt wurde nicht, weder Flüssigdünger noch CO2.
Gegenmaßnahme waren "Algenkiller", die haben zuerst gar nichts gebracht. Dann, in stärkerer Dosierung waren sie gut gegen die Algen - allerdings auch gut gegen Pflanzen...

Eines Tages war ich beim Zoohändler fragte nach einem "wirklich guten" Algenmittel.
Da nahm er mich zur Seite und erklärte mir, wie so ein Aquarium funtioniert.
Er empfahl mir, die Pflanzen regelmäßig zu düngen und die Zufuhr von CO2.

Da dieser Zoohändler ein schlauer Mann ist, weiß er natürlich auch, dass manche Kunden nicht dumm sind und davon ausgehen, dass er ihnen nur was aufschwatzen will und Geld verdienen möchte.
Aus dem Grund macht er den Kunden ein Angebot: er hat einige CO2-Anlagen, die er zur Probe verleiht. Bei Nichtgefallen kann man sie einfach zurückgeben und muss nur eine neue Flaschenfüllung bezahlen sowie (damals 3 DM) für die Reinigung des CO2-Reaktors.

Ich war zunächst immer noch skeptisch, aber wie es der Zufall so wollte, stand in der Nähe ein Mann, der unser Gespräch "belauscht" hatte.
Er kam dann zu mir und erzählte mir, dass er früher genau die gleichen Probleme hatte wie ich. Und dass er nach Befolgung der Ratschläge (siehe oben) nun keine Algen mehr hätte.

Das hat mich dann schon ein wenig mehr überzeugt, und so fuhr ich mit einer geliehenen CO2-Anlage, jeder Menge neuer Pflanzen sowie einer Flasche Flüssigdünger nach Hause.

Bereits nach 2 Wochen war ein deutlicher unterschied zu sehen. Die Stängelpflanzen wuchsen deutlich schneller als zuvor, Rosettenpflanzen wie Echinodoren bekamen größere Blätter und irgendwie sahen die Pflanzen auch gesünder und kräftiger aus.
Die Pinselalgen waren allerdings immer noch da, und keine einzige weniger. Aber auch keine neuen hinzugekommen.

Weitere 5-6 Wochen später war das Aquarium regelrecht zugewuchert, und plötzlich sah ich einige Pinselalgen auf dem Aquariumboden liegen. Nicht viele, aber immerhin.

In den nächsten Wochen verschwanden immer mehr der Pinselalgen, und nach insgesamt ca. 4 Monaten war keine einzige Pinselalge mehr zu sehen, mit Ausnahme von ein paar ganz wenigen direkt am Filterauslauf.

Bei stehen im Wohnbereich insgesamt 7 "Schaubecken", die alle mit CO2 begast werden (Druckgas oder Bio-CO2 bei den kleineren). Alle werden regelmäßig gedüngt, und in keinem sind Pinselalgen (Ausnahme ein paar wenige direkt am Filterauslauf).
Und ich habe noch nicht mal schnell wachsende Pflanzen in meinen Aquarien. Ab einer gewissen Aquarienanzahl und -größe gewöhnt man sich Stängelpflanzen ab, wenn man nicht ständig mit dem Einkürzen der Pflanzen und dem Einpflanzen neuer Kopfstecklinge beschäftigt sein will...

Das heißt aber nicht, dass in deisen Aquarien nie Algen dagewesen sind. Bis ein Aquarium richtig rund und stabil läuft, können einige/viele Monate vergehen. Ich bezeichne es immer so, dass ein Aquarium Zeit braucht, um zu "reifen".
Und je mehr man daran rumfummelt, desto schlimmer macht man es.

Wenn du was gegen Algen tun willst, unternimm nichts gegen die Algen, sondern tu was für die Pflanzen. Damit unternimmst du automatisch was gegen Algen.

So lassen sich Pinselalgen nämlich relativ leicht und dauerhaft bekämpfen.


tropicalfish hat geschrieben:In sofern gebe ich Dir recht „einziger“ ist strittig. Aber in Ermangelung weiterer Testkandidaten… warte dann mal auf Deine Liste.

Habe ich irgendwo was von einer Liste geschrieben? Netter Versuch, aber so funktioniert das nicht. Ich habe lediglich deine Behauptung kritisiert, dass Rüsselbarben "die einzigen" seien.
Außer Rüselbarben gehen da aber auch einige Garra-Arten dran. Und Amano-Garnelen, wenn man sie hungern läßt.
Und - man staune: Skalare.
Ich hatte früher welche in einem Aquarium, wo sich direkt am Filterauslauf (Düsenstrahlrohr) Pinselagen gebildet hatten. Die Viecher haben sich mit aller Kraft gegen die starke Strömung gekämpft, nur um an die Pinselalgen zu kommen und die abzuzupfen.
Viele Grüße

Frank
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon tropicalfish » 09.08.2009, 22:45

Das ist kein Halbwissen, sondern ich hab einfach nur geschrieben was ich so mache, eben als Anregung oder Gedanken Anstoß. Wenn Du zum Beispiel schreibst, auf meine Aussage hin, dass ich Garnelen reinsetzen würde, dass nicht alle Garnelen Algen fressen. Ich hab nie gesagt das die Garnelen die Algen fressen (gedacht hab ich mir, dass in den Aquarien in den ich Garnelen hab keinerlei Algen sind). Nicht geschrieben hab ich welche Garnelen – gemeint hab ich Bine, Red Fire oder Red Cristal.
Ich meine, hättest ja den Beitrag den du jetzt reingestellt hast auch eher scheiben können, hätte ich vielleicht gar nichts zu geschrieben. Aber nun steht ja genug dazu hier.
In soweit die Frage, nerven meine Beiträge noch jemand anders als Frank?
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon jan » 10.08.2009, 14:38

mmh,
ich denke immer noch das es ein forum für allgemeinen austausch ist. jeder hat hier das recht sein wissen darzustellen. (ausser beleidigungen oder ähnlichen verstößen).
ich finde eure diskussion sogar gut!
dafür ist das forum doch da und dadurch wird es auch belebt :p
man lernt nie aus und so eine offene diskussion zeigt doch viel mehr als wenn zum beispiel eine frage gestellt wird und diese dann mit einer antwort beantwortet wird. dann ist der leser doch auch verunsichert und denkt sich "...was für nen ödes forum...".
zu deiner frage mit den beiträgen, sie nerven mich nicht, wieso auch. wenn einer bei mir nen klingelstreich macht, dann nervt mich das, aber nicht deine beiträge. :mrgreen: du hast das freie recht deine meinung kundzutun. :nod: und ich finde es gut das ihr das auch macht.
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon Brochis01 » 10.08.2009, 19:12

Hallo zusammen,

daß das Thema Algenbekämpfung strittig ist und auch sein kann, sieht mann an den vorangegangenen Beiträgen der User. Nur, sollte keine zusätzliche Diskussion in Gang gebracht werden wessen Ratschläge nun die richtigen sind, oder in welcher Interpretation nun der Weisheit letzter Schluß liegt.
Denn die gemachten Erfahrungen sind leider nicht immer auf jedes Aquarium übertragbar. Leider, und auch ich schlage mich des öfteren mit meinen "Freunden" den Algen rum und num.

Die Erfahrung die ich gemacht habe, damit meine "Freunde" auch wieder aus meinen Aquarien verschwinden sind diese:

1.) Algen mögen durchgängige Beleuchtungszeiten, also wurde eine "Mittagspause" von 3 h eingelegt

2.) meist sind Algen ein Anzeichen von zu viel Nährstoffen im Aquarium (mal vereinfacht ausgedrückt) also wurde verhalten gefüttert und die Düngung der Pflanzen für eine gewisse zeit eingestellt

3.) bewährt hat sich auch bei mir die Reduzierung der Strömungsgeschwindigkeit des Innen - und Aussenfilters, denn die Algen müssen ja beständig mit Nährstoffen versorgt werden

4.) der Einsatzt von schnellwachsenden Stengelpflanzen kam bei mir aus Platzgründen leider nicht infrage, ist aber immer zu empfehlen

5.) die CO² Zufuhr wurde erhöht, weil viele Algenarten keine "saures" Wasser mögen, eine ständige Kontrolle 1 x pro Tag des pH Wertes ist notwendig um eine "Abrutschen" in den ganz sauren Bereich ( unter 5,0 ) zu vermeiden

Und, und das ist das Wichtigste bei der Algenbekämpfung viel, viel Geduld.

Ich würde mich über weitere Berichte von Euch freuen.

P.S.
Und die sogenannten Algen - fressenden Fische und Wirbellosen "fressen" leider nur den jungen Aufwuchs und das in einem so geringen Maße, dass sie gar nicht bei der Bekämpfung der "Alt- Algen" eine Bedeutung spielen. Mal nur so am Rande der Diskussion bemerkt.
.....in diesem Sinne und mit freundlichen Grüßen,
Ulli


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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon dieter » 10.08.2009, 19:26

Hallo,

Brochis01 hat geschrieben:1.) Algen mögen keine durchgängige Beleuchtungszeiten, also wurde eine "Mittagspause" von 3 h eingelegt


ich denke hier hast Du einen Fehler drin? Es soll doch sicherlich heissen: Algen mögen durchgängige Beleuchtungszeiten, also wurde eine "Mittagspause" von 3 h eingelegt.

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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon Brochis01 » 10.08.2009, 19:42

dieter hat geschrieben:Hallo,

Brochis01 hat geschrieben:1.) Algen mögen keine durchgängige Beleuchtungszeiten, also wurde eine "Mittagspause" von 3 h eingelegt


ich denke hier hast Du einen Fehler drin? Es soll doch sicherlich heissen: Algen mögen durchgängige Beleuchtungszeiten, also wurde eine "Mittagspause" von 3 h eingelegt.

VG Dieter


Danke für den Hinweis !
.....in diesem Sinne und mit freundlichen Grüßen,
Ulli


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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon Boesemann140192 » 10.08.2009, 20:28

Hallo,
erst mal vielen dank für die vielen antworten.
die alge auf den blättern hat sich mitlerweile verändert.
ich werde bald ein weiteres foto uploaden.
ich kann auf jeden fall sagen, dass ich relativ viel pflanzen im aquarium habe.

gruß
Gruß,

Nico
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Re: Anubias "algenbelag" oder doch nicht

Beitragvon Capricorn » 15.08.2009, 20:28

Hallo Ulli!

Brochis01 hat geschrieben:Und, und das ist das Wichtigste bei der Algenbekämpfung viel, viel Geduld.

Genau so ist es!
Die kommen zwar schnell, aber verschwinden mitunter je nach Art nur sehr langsam (siehe obiger Bericht)


Brochis01 hat geschrieben:meist sind Algen ein Anzeichen von zu viel Nährstoffen im Aquarium (mal vereinfacht ausgedrückt) also wurde verhalten gefüttert und die Düngung der Pflanzen für eine gewisse zeit eingestellt

An die These mit zu vielen Nährstoffen mag ich nicht so recht glauben.
Algen treten zumeist in Aquarien auf, wo zu wenige Pflanzen drin sind und/oder die Pflanzen eher dahinvegetieren. In Becken, wo richtig kräftiger Pflanzenwuchs ist, findet man die hingegen kaum.
Die Pflanzen wachsen aber dann schlecht, wenn ihnen Nährstoffe fehlen, und schon kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo die Algen im Vorteil sind.
Meistens ist dann auch Nitrat und Phosphat vorhanden und werden als Übeltäter ausgemacht, aber andere wichtige Werte werden völlig unbeachtet gelassen, sicherlich auch aufgrund der Tatsache, dass sie kaum jemand testen kann. Außerdem müßten ja dann in allen Becken Algen wachsen, wo erhöhte Nitrat- und Phosphatwerte gemessen werden.
Tun sie aber nicht.

Eins meiner Becken läuft mit Überbesatz. Der Nitratwert liegt im Schnitt bei ca. 40 mg/l und der Phosphatwert bei ca. 1 mg/l.
Dieses Becken wird mit CO2 gedüngt, zusätzlich regelmäßig mit Flüssigdünger (volle Dosis nach dem WW und dann alle 2 Tage 1/2 Dosis). Wasserwechsel erfolgt alle 14 Tage.
Die Pflanzen darin wachsen prächtig, und Algen findet man dort keine.

Oder nehmen wir mal die Aquascaper, die ihre Becken nach dem Estimative Index oder ein an den EI angelehntes Düngekonzept wie PPS Pro, PMDD etc. fahren.
Die hauen ordentlich Nährstoffe rein, machen einmal pro Woche ca. 50 % Wasserwechsel, um überschüssige Nährstoffe wieder zu entfernen, damit sie die zuvor durch den Wasserwechsel entfernten Nährstoffe nach dem Wasserwechsel wieder nachdosieren können.
So hirnrissig sich das auch anhört: das funktioniert, und sogar bei vielen sehr gut - mit unglaublich gut wachsenden Pflanzen und ohne oder mit nur sehr wenigen Algen.

Oder noch ein Beispiel, in em sich ein wahres Sammelsurium an Algenarten befindet http://www.aquaristik-normal.de/html/das_gammelbecken.html
(Da kann der tropische Fisch dann auch mal sehen, was ein ungepflegtes Aquarium ist, damit er überhaupt weiß, worüber er redet... )
Das Aquarium wurde aber wieder zum Leben erweckt. Die Pflanzen wurden mit verstärkter Düngung wieder aufgepäppelt, und die Algen verschwanden zusehends, wurden also quasi weggedüngt.
Wer die einzelnen Maßnahmen genauer verfolgen mag, kann das hier tun: http://www.flowgrow.de/pflanzen-allgemein/macht-es-sinn-pflanzen-aufzupappeln-t1550.html#p17339

Ich glaube eher daran, dass bei übermäßigem Algenwuchs zwar Nitrat- und Phosphatwerte erhöht sind, aber letztlich nicht die wirkliche Ursache der Algen sind.
Ob Algen nun mit weniger vorhandenen Nährstoffen Vorteile ggü. den Pflanzen haben und evtl. das Fehlen bestimmter Nährstoffe besser kompensieren können, oder ob Pflanzen bei/ab einer bestimmten Wuchskraft und/oder Pflanzenmasse eine ausreichende Menge Hemmstoffe abgeben (Allelopathie) und die Algen dadurch mit der Zeit verdrängen, weiß ich aber auch nicht.
Vielleicht findet das ja mal irgendwann ein schlauer Mensch raus.



@ tropicalfish:

Ich hatte dir ja im anderen Thread ein Foto versprochen.
Hier siehst du ein gepflegtes Aquarium mit prächtigen, gesunden Pflanzen und ohne Algen.
Bevor mir der Spruch kommt, dass darin keine Algen wachsen, weil da 3 Rüsselbarben drin sind: das sind Asylanten, die sonst im Klo gelandet wären. Dieses Aquarium lief auch vorher 2 Jahre lang ohne die Rüsselbarben algenfrei.

Das Becken hat die Maße 100x50x50 und wird mit 2x39 W T5 (6500 Kelvin) + Reflektoren beleuchtet.

Das Wasser darin ist sehr weiches Quellwasser mit einem Nitratgehalt von 1,4 mg/l und einem Kaliumgehalt von 0,8 mg/l. Also beide Werte sehr niedrig.
Gedüngt wird mit CO2 (CO2-Gehalt bei ca. 15-20 mg/l) sowie Flüssigdünger (Profito). Flüssigdünger wird nach dem WW in voller Dosis dosiert, dann alle 2 Tage 1/2 Dosis.
Zusätzlich erfolgt nach dem WW eine Stoßdüngung mit Kaliumnitrat, um den Nitratgehalt auf ca. 20 mg/l zu erhöhen und gleichzeitig auch den Kaliumgehalt zu erhöhen.
WW erfolgt alle 14 Tage, wobei der Nitratwert direkt vorm WW mit Tröpfeltest nicht mehr nachweisbar ist. Dieses Aquarium hat also eine ganz ordentliche Nährstoffzehrung, obwohl darin mit Ausnahme vom an der Oberfläche treibenden Wassernabel nichts ist, was man so als "schnell wachsend" bezeichnet.

Testweise wurde bei diesem Aquarium die Düngung für einige Monate stark reduziert.
Flüssigdünger wurde nur noch direkt nach dem WW dosiert, Kaliumnitrat gar nicht mehr.
Die CO2-Düngung lief jedoch unverändert weiter. :!:

Dieses klägliche, von 50 cm Wuchshöhe auf 20-25 cm zusammengeschrumpelte Häuflein Elend ist eine Echinodorus amazonicus wie sie am Ende des Tests aussah. Das ist die selbe Pflanze, die du weiter oben auf dem AQ-Foto siehst (die linke der beiden mittigen Hintergrundpflanzen). Das waren übrigens keine Welse oder Schnecken, die daran rumgenagt haben!
Die E. amazonicus hat es am schlimmsten erwischt, aber auch einige andere Echinodoren sahen nicht viel besser aus. Leider habe ich von denen keine Bilder mehr, weil mein alter PC vor 2 Wochen verreckt ist.
Den Cryptocorynen hat die reduzierte Düngung relativ wenig ausgemacht.
Und nun weißt du auch, wie Nährstoffmangel aussieht, in diesem Fall mit großer Wahrscheinlichkeit Kaliummangel und wohl auch noch andere Nährstoffe als Mangelfaktoren.

Wie du sehr schön sehen konntest, muss CO2 allein nicht immer der große Heilsbringer in Sachen Pflanzenwuchs sein.
CO2 ist zwar ein wichtiger Nährstoff, aber wenn andere Nährstoffe nicht ausreichend vorhanden sind, hilft CO2 allein auch nicht weiter.
Das alles ist natürlich immer auch abhängig vom jeweiligen Aquarium und dem, was im Ausgangswasser so an Nährstoffen enthalten ist und mit dem Frischwasser beim WW wieder eingefüllt wird. Manchmal reicht es, manchmal nicht...
Viele Grüße

Frank
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