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Schnecken in der Süßwasseraquaristik 

 

Sind sie nun Nützlinge oder sind sie doch Schädlinge? Die Schnecken. Schnell hat man sich mit Wasserpflanzen welche  in das Aquarium eingeschleppt. Und auch im Zooladen tummeln sie sich in den Verkaufsbecken. Apfelschnecken, Posthornschnecken, Zebrarennschnecken, Turmdeckelschnecken und wie sie alle heißen mögen.

Manche Aquarianer sehen sie als Segen. Die Gesundheitspolizei des Aquariums, da sie tote Fische fressen bevor sie das Wasser verderben können und sich um abgestorbene Pflanzenreste kümmern bzw. das Futter was zum Boden sinkt vertilgen. Auch zur Algenbekämpfung laden manche Aquariumbesitzer diese Wirbellosen ein. Doch andere  Aquarianer schlagen die Hände über den Kopf zusammen. Die fressen dir alle Pflanzen und vermehren sich rasend schnell bis sie zur Plage werden. Beide Seiten haben sicherlich ein wenig recht.

Schnecken sind aber sicher eher als Nützling einzustufen. Nur wenn sie in Massen auftreten, richten sie großen Schaden an den Pflanzen an. Manche Pflanzen rühren sie sogar gar nicht an. Anubias zum Beispiel können sie nur sehr schwer Schaden zufügen, da ihre Blätter sehr dick und fest sind, so das sich die Schnecken die Zähne ausbeißen. Manche anderen Pflanzen wie der Wasserkelch enthalten Bitterstoffe, die die Schnecken nur zur Not anrühren. Die Schnecken sind also auch etwas wählerisch mit ihrem Futter. Leider gilt das auch bei den Algen. Leider fressen sie nicht alle Algen und diese auch nur wenn sie jung und zart sind. Die verhassten Bartalgen, rühren sie meist kaum an.

Ansprüche haben die Schnecken kaum an ihre Umgebung. Das Aquarium muss nach außen hin abgesichert sein, damit die Bewohner keine Ausflüge unternehmen. Falls eine Heizung im Becken ist, sollte diese mit einem Drahtgeflecht abgeschirmt sein. Sie werden zum Teil sehr heiß und die Schnecken verbrennen sich den Fuß auf dem heißen Heizstab. Ansonsten sollten sie nicht mit Fischen wie Prachtschmerle und Kugelfisch vergesellschaftet werden, da diese die Schnecken fressen.

An die Wasserwerte stellen sie aber schon eher Ansprüche. Das Wasser darf zum ersten nicht zu weich sein. Ein GH-Wert von mindestens 7 darf nicht unterschritten werden, da die Schnecken den Kalk aus dem Wasser für ihre Schneckenhäuser brauchen. Kalkmangel ist an löchrigen und verkümmerten Schneckenhäusern zu erkennen. Auch der PH-Wert sollte bei  mindestens 6,8 liegen. Bei der Temperatur sind sie weniger wählerisch. 20 bis 26 °C sollten es sein. Bei den Apfelschnecken und der Posthornschnecke mindestens 22°C. Auf Gifte und Schadstoffe reagieren sie sehr empfindlich. Meist sterben sie noch vor den Fischen. Zum Beispiel reagieren die Schnecken sehr empfindlich auf Kupfer (CU). Daher ist in den meisten Chemischen Keulen gegen Schnecken Kupfer enthalten. Wenn es dann zum Tod einer Schnecke kommt, muss sie rasch entfernt werden, da sie sehr viel Eiweiß enthält, was sie schnell verderben lässt und das Wasser umkippt. Besonders bei den großen Apfelschnecken ist das gefährlich.

Zur Plage können sie aber auch schnell werden, wenn eine zu großes Futterangebot besteht. Dann machen sie sich auch über die Aquariumpflanzen her.  In einem solchen Fall hilft nur Mühsames absammeln. Einfacher geht es, wenn man zum Beispiel ein Salatblatt mit einem Stein beschwert ins Aquarium legt. Ca eine halbe Stunde nachdem das Licht ausgegangen ist, kann man das Blatt aus dem Becken nehmen und damit eine ganze Menge Schnecken. Zusätzlich sollte man weniger Füttern, da dies meist die Ursache für die vielen Tiere ist. Auf den Einsatz von Chemie sollte gänzlich verzichtet werden, das sie nicht nur die Schnecken tötet, sondern auch den Pflanzen, Bakterien und Fischen schadet.

Auch Prachtschmerlen und Kugelfische möchte ich hier nicht als "grünen Schneckenvernichter" empfehlen, da Prachtschmerlen ein Schwarmfisch ist und bis zu 40 cm groß werden. Sie benötigen daher für eine Gruppe von 5 Stück eine Beckengröße von mindesten 500 Litern. Der Kugelfisch ist ein Brackwasserfisch und lebt max. ein halbes Jahr im Süsswasseraquarium. 

 



 

http://www.aqua-aquaristik.de