Die
richtige Aquariumbeleuchtung I
Die Beleuchtung
ist so ziemlich das wichtigste in der Aquaristik. Es
gibt dabei verschiedene Möglichkeiten. Die Leuchtstoffröhre
ist wohl die bekannteste und fast in jedem Aquarium
eingebaut. Ihre Vorteile liegen klar auf der Hand. Sie
sind länglich und leuchten damit das gesamte Aquarium
aus, sie sind mit ca. 7500 Betriebsstunden sehr haltbar
und dank ihres besseren Wirkungsgrades verbrauchen sie
nur wenig Strom und erzeugen nur wenig Wärme.
Leider sind
Leuchtstoffröhren aber nur in festen Größen zu
bekommen. Sie gehen meist bei 30cm los. Das bedeutet das
für kleine Becken keine geeigneten Röhren zu bekommen
sind. Für sehr kleine Becken, also unter 30 cm Kantenlänge,
bleiben dann meist nur normale Glühlampen über. Diese
entwickeln aber eine sehr hohe Hitze und heizen das
Becken unnötig auf, was gerade im Sommer Probleme geben
kann. Zudem haben sie einen sehr hohen Blau und
Rotanteil was den Pflanzen nicht gerade zum Wuchs
anregt, dafür aber die Algen. Eine alternative sind
Energiesparlampen. Bei ihnen ist wenigstens die Wärmeentwicklung
und der Stromverbrauch geringer.
Für größere
Aquarien gibt es mehr Auswahl. Eine sind HQL Lampen. Das
sind Quecksilberdampf - Lampen mit Leuchtstoff. Diese
sind heller als normale Leuchtstoffröhren und werden
meist in Pendellampen eingebaut. Leider ist auch hier
das Spektrum nicht sehr Pflanzen freundlich.
Schnell
verwechselt werden die HQL mit den HQI Lampen. Statt dem
Leuchtstoff sind die Quecksilberdampf - Lampen mit
Halogen- Metalldampf gefüllt. Sie haben eine sehr hohe
Lichtausbeute bei einer geringen Wattleistung. Sie
eignen sich damit auch für besonders hohe Aquarien. Bei
den Leuchtstoffröhren kümmern oft die bodennahen
Pflanzen, da das Licht dort nur noch sehr schwach ist.
Neben dem hohen Wirkungsgrad ist das Spektrum für das
Pflanzenwachstum sehr günstig. Leider sind sie aber
auch ein wenig größer und schwer, da in den
Pendelleuchten die benötigten Vorschaltgeräte mit
eingebaut werden.
Um Lichtakzente zu
setzen oder bestimmte Pflanzen mit mehr Licht zu verwöhnen
bieten sich Pflanzenpunktstrahler an. Verschiedene
namhafte Firmen bieten Leuchtmittel direkt für Pflanzen
an. Diese sind dann von dem Spektrum auf die Bedürfnisse
angepasst und fördern das Wachstum.
Ein Nachteil haben
die HQL, HQI und die Punktstrahler allerdings. Sie können
nur in offenen Aquarien eingesetzt werden. Sie werden an
der Decke mit Ketten befestigt und hängen dann etwa 40
cm über die Aquarium. Da sie aber meist für größere
Aquarien verwendet werden, für die es sowieso keine
Abdeckungen gibt, ist es nicht weiter schlimm.
Doch wie stark
sollten die Beleuchtung nun sein?
Bei Leuchtstoffröhren
rechnet man bei etwa 0,5 Watt pro Liter bei einer
maximale Aquariumhöhe von 50 cm. Wobei man im
Zweifelsfall zu einer höheren Wattzahl greifen sollte.
Bei HQL und HQI
Lampen rechnet man bei einer Aquariumhöhe von 50 cm ca.
1.8 Watt pro cm Kantenlänge und 2.5 Watt bei einer
Kantenlänge ab 60cm.
Nun ist die
Beleuchtungsart und die Wattzahl nicht das einzige was
wichtig ist. Weiter wichtig sind die Dauer und das
Spektrum. Doch das gibt es im nächsten Monat :-)
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