Wasserwechsel:
Ein
regelmäßiger Teilwasserwechsel sollte auf jeden Fall
durchgeführt werden.
Welche
Menge und in welchen Zeitabständen gewechselt werden muß,
kann von Aquarium zu Aquarium unterschiedlich sein. Hier
spielen Faktoren, wie Art und Anzahl der Fische,
Bepflanzung, Filter, Größe des Aquariums usw. eine
wesentliche Rolle. Als grobe Faustregel kann man sagen
ca. 1/4 bis 1/3 des Aquariumwasseres sollte alle 14 Tage
gewechselt werden. Man muß einfach ein bißchen
probieren, um die optimale Menge und den optimalen
Rhytmus herauszufinden.
Warum
muß überhaupt ein Teilwasserwechsel stattfinden?
Weil
selbst der allerbeste Filter bestimmte Schadstoffe im
Aquariumwasser nicht abbauen kann. Ein Filter sorgt für
etwas Wasserbewegung, mechanische Reinigung des Wassers
und den Abbau von Nitrit zu Nitrat. Die restlichen
Verunreinigungen, die der normale Aquarianer in der
Regel gar nicht messen kann, und das im Filter
entstehende Nitrat reichern sich im Wasser an. Der
einfachste Weg diese Schadstoffe zu entfernen, ist der
Teilwasserwechsel.
Allerdings
darf auch nicht zu oft das Wasser gewechselt werden,
weil zu viel frisches Wasser aus der Leitung Fischen,
Pflanzen und Mikroorganismen auch wieder nicht bekommt.
Eine gewisse natürliche Mindestbelastung des Wassers muß
vorhanden sein, damit das Zusammenspiel der Lebewesen
funktionieren kann.
Bei
mir hat sich ein Rhythmus von 14 Tagen bewährt.
Gewechselt werden immer ca. 100 Liter Wasser, was ungefähr
einem viertel des effektiv vorhandenem Wassers
entspricht.
100
Liter Wasser mit einem Eimer zu wechseln ist zeitraubend
und arbeitsintensiv. Ich habe mir daher in einem
Gartenmarkt einen Wasserschlauch besorgt. Den habe ich
zunächst einmal auf die Länge gekürzt, die ich vom
Aquarium zum Badezimmer benötige. Dann habe ich in das
eine Ende ein gebogenes Plastikrohr gesteckt, welches
ich in das Aquarium einhängen kann. Für das andere
Ende habe ich im Baumarkt einen einfachen Duschschlauch
aus Kunststoff besorgt. Also den Schlauch, der in der
Badewanne oder Dusche die Handbrause mit der Armatur
verbindet. Dieser Schlauch hat an beiden Enden Anschlußstücke
zum Schrauben. Den Schlauch habe ich in der Mitte
durchgeschnitten. Die eine Hälfte davon braucht man
nicht. Die andere Hälfte habe ich mit dem Schnittende
in das noch freie Ende des Gartenschlauches gesteckt.
Das geht ein wenig schwer, aber Erwärmen des
Gartenschlauchendes in heißem Wasser oder mit einem Föhn
erleichtert die Sache.
Beim
Wasserwechsel hänge ich das Plastikrohr ins Aquarium
und sauge am anderen Ende kurz an und hänge es dann in
die tiefer liegende Dusche. Das Wasser läuft dann
solange aus dem Becken, bis der Wasserstand das Rohrende
erreicht hat. Über die Länge des Rohres kann man also
die zu wechselnde Wassermenge einstellen.
Dann
hänge ich das gebogene Plastikende des Schlauches im
Aquarium mehr waagerecht, damit das einströmende Wasser
keinen Bodengrund aufwirbelt.
Danach
schraube ich den vorhandenen Duschschlauch von der
Armatur ab und schraube dafür das andere Ende des
Schlauches an. Jetzt kann ich das frische Wasser
über die Armatur und den Schlauch ins Aquarium langsam
einströmen lassen. Natürlich achte ich darauf, daß
das frische Wasser in etwa die gleiche Temparatur
wie das Aquariumwasser hat, damit die Fische keinen
starken Temparturschwankungen ausgesetzt sind.
Ein
so durchgeführter Wasserwechsel ist kinderleicht und
schnell erledigt, wobei man beim Herauslaufen des
Wassers noch nicht einmal dabei sein muß. Nur beim
Hereinlaufen des Wassers sollte man tunlichst dabei
sein, um aufzupassen, daß das Aquarium nicht überläuft.
Wie
oben erwähnt, führe ich einen Teilwasserwechsel alle
14 Tage durch. Ich habe auch schon versucht im wöchentlichen
Rhythmus zu wechseln. Das wurde aber jedesmal mit einem
plötzlich beginnenden Wuchs von grünen Fadenalgen
quittiert. Bei längeren Wechselintervallen hatte ich
immer das Gefühl eines schlechter werdenden
Pflanzenwuchses.
Ebenfalls
im 14-tägigen Rhythmus führe ich die Filterreinigungen
durch. Da bei beiden Pflegemaßnahmen nützliche
Bakterien verloren gehen, führe ich Wasserwechsel und
Filterreinigung nicht gleichzeitig durch, sondern im wöchentlichen
Wechsel. Somit hält sich der Verlust der nützlichen
Bakterien in Grenzen.
Quelle: Martin
Weber
|