Wasserwerte was gehört
alles dazu? Wir erklären die wichtigsten Begriffe.
PH
Der Säuregrad wird durch den
PH Wert ausgedrückt, der die im Wasser gelöste Laugen
und Säuren in ein Verhältnis setzen. Enthält
Aquariumwasser mehr Säuren als Laugen ist es sauer,
enthält es mehr Laugen als Säuren, ist es alkalisch.
Sind gleichviel Säuren und Laugen im Wasser, dann ist
das Wasser PH-neutral.
Die Skala reicht von 0 bis 14.
Ein PH von 7 ist neutral. Alles unter 7 ist sauer, alles
über 7 ist alkalisch. Die meisten Fische verlangen
Werte von 5,8 bis 7. Ein PH Wert über 9 oder unter 5,5
ist für Fische gefährlich, da dann Laugen bzw. Säure
Schäden auftreten können. Große Sprünge des
PH-Wertes sind zu vermeiden.
GH
Die Gesamthärte ist ein Maß für
die im Wasser gelösten Salze. Hierzu gehören Karbonate
und Hydrokarbonate. Je mehr dieser Salze im Wasser
gelöst sind, desto höher ist der Härtegrad. Der
GH-Wert wird im °dGH gemessen ( Graden deutscher
Gesamthärte ).
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4 °dGH ist sehr weiches Wasser
<
8 °dGH ist weiches Wasser
<
12 °dGH ist mittelhartes Wasser
<
18 °dGH ist hartes Wasser
>
18 °dGH ist sehr hartes Wasser
Die
Gesamthärte addiert sich aus der Nichtkarbonhärte (NKH)
und der Karbonhärte (KH).
KH
Die Karbonhärte wird in °dKH
gemessen. Sie ist neben der Gesamthärte sehr wichtig,
da sie sich auf den PH auswirkt indem sie den Gehalt an
CO2 steuert.
NKH
Die Nichtkarbonhärte spielt
nur eine untergeordnete Rolle in der Aquaristik.
CO2
CO2 ist ein wichtiger Pflanzennährstoff.
Er ist aber zugleich eine Säure und beeinflusst den
PH-Wert. Je mehr CO2 im Wasser gelöst ist, desto saurer
wird es. Durch Absenkung des KH Wertes, kann der CO2 erhöht
werden.
NH3
Ammoniak ist ein Giftstoff aus
organischen und pflanzlichen Abfallprodukten. Bei einem
PH-Wert unter 7 ( sauer ) wird Ammoniak weitgehend in
das ungiftige Ammonium umgewandelt. Wird nun der PH
Wert, durch beispielsweise einen Wasserwechsel, erhöht
und erreicht einen Wert über 7, dann wandelt sich das
Ammonium wieder in das hochgiftige Ammoniak um und die
Fische können sterben.
Abhilfe:
Sofortiger Wasserwechsel von
bis zu 75%.
N03
Nitrat ist ein Salz, das durch
den Abbau von organischen Abfällen entsteht. Aber auch
das Leitungswasser enthält nicht zu unterschätzende
Menge an N03. Ein häufiger Wasserwechsel, eine regelmäßige
Filterreinigung und kräftiger Pflanzenwuchs kann einem
hohen Nitratwert vorbeugen.
Fe
Eisen ist neben CO2 ein
weiterer Pflanzennährstoffe. Er kann mit dem im Handel
üblichen Wassertest gemessen werden. Ein zu hoher
Eisengehalt kann den Fischen aber auch schaden.
PO4
Phosphat ist in geringen Mengen
für Pflanzen wachstumsfördernd. In hohen Mengen
blockiert es die Aufnahme von Mineralien und vergiftet
Fische und Wirbeltiere.
Cu
Kupfer ist bereits in geringen
Mengen für Fische und Schnecken tödlich ( wird in
vielen Schneckenvernichtungsmitteln eingesetzt) und hat
daher nichts im Aquarium zu suchen. Leider geben
Wasserleitungen oft ein Teil des Kupfers frei.
Chlor
Chlor wird zur Desinfektion vom
Wasserwerk dem Leitungswasser beigemengt. Leider ist es
für die Fische nicht verträglich. Durch reichliche
Durchlüftung des Frischwassers, verfliegt das Chlor.
Zum Glück kann Chlor leicht an seinem Geruch ( wie ein
Schwimmbad ) erkannt werden.
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